Für viele Patienten ist der erste Besuch bei einem Homöopathen eine „Begegnung der dritten Art“. Das Gespräch zieht sich sehr viel länger hin, als man es von einem Arzt gewohnt ist, und die zahlreichen Fragen, die da gestellt werden, gehen erstaunlich weit über das eigentliche Problem hinaus, weswegen man ja gekommen ist.

Da die Informationen, die der Homöopath von Ihnen beim ersten Treffen erhält, ganz entscheidend sind mit Blick auf die Wahl des am besten geeigneten Heilmittels, ist es wirklich sehr wichtig, dass Sie all seine Fragen so genau und umfassend wie möglich beantworten. Je besser Sie das machen, desto passender das Heilmittel und desto schneller die Heilung.

Der Homöopath unterstützt Sie ja dabei, indem er immer wieder mit Fragen nachhakt, um Sie so zu ermutigen, Ihre ganze Geschichte zu erzählen. Lassen Sie uns also einen kurzen Blick darauf werfen, was während des ersten Treffens thematisiert wird, wobei natürlich klar sein muss, dass es je nach praktizierendem Homöopath immer kleine Abweichungen davon geben darf.

Erste Konsultationen bei akuten beziehungsweise chronischen Beschwerden

Es dürfte jedem klar sein, dass das Gespräch bei ganz akuten Beschwerden zum Beispiel durch einen Insektenstich ein anderes sein muss als bei einer chronischen Erkrankung wie Arthritis. Im ersteren Fall geht es um eine momentane unangenehme gesundheitliche Einschränkung, die bald wieder vorüber sein wird. Dazu gehören auch Beschwerden wie:

  • Migräne
  • Husten
  • Erkältung
  • Verdauungsstörungen
  • Verstauchungen
  • Zerrungen
  • Prellungen
  • Splitter oder Stachel
  • Verbrennungen
  • Durchfall
  • Ohrenschmerzen

Die Besprechung derartiger Fälle erfordert deutlich weniger Zeit als die Abklärung einer langjährigen, chronischen Erkrankung. Es ist aber durchaus möglich, dass akute Beschwerden lediglich die Spitze eines Eisbergs sind, der schon längere Zeit in der Tiefe Ihres Körpers sein Unwesen treibt. In diesem Fall muss der Homöopath ein tief liegendes Ungleichgewicht, das die akuten Beschwerden möglicherweise gerade triggert, wie ein Kriminalist aufdecken, was viel mehr Zeit erfordert.

Chronische Erkrankungen sind zum Beispiel:

  • Arthritische Gelenkschmerzen
  • Reizdarmsyndrom
  • Unfruchtbarkeit
  • Asthma
  • Ekzeme

Aus Sicht der Homöopathie sind das alles keine Beschwerden, die man einzeln für sich betrachtet behandeln kann, sondern Ausdruck einer tiefer gehenden Krankheit, die durch ein energetisches Ungleichgewicht hervorgerufen wird. Um den wahren Ursachen auf die Spur zu kommen, braucht es sehr intensive, lange Gespräche, die als konstituierende beziehungsweise chronische Konsultationen bezeichnet werden.

Falls Sie selbst nicht sicher sind, welcher Art das Erstgespräch sein wird, wird dies Ihr Homöopath entscheiden in dem Moment, wenn Sie mit ihm einen Termin ausmachen.

Was der Homöopath beim „akuten Erstgespräch“ wissen muss

Als typisches Beispiel dafür, wie so eine Erstkonsultation beim Homöopathen bei akuten Beschwerden aussieht, nehmen wir mal den Kopfschmerz. Bevor eine homöopathische Behandlung beginnen kann, werden die folgenden Eckpunkte abgefragt:

  • Wo liegt das Problem?

Befindet sich das Zentrum der Schmerzen eher auf der rechten oder linken Seite, im Stirnbereich, an den Schläfen, oben im Kopf oder eher an der Schädelbasis?

  • Wie fühlt es sich an?

Pochend, schmerzend, brennend, stechend, bohrend oder ziehend?

  • Was könnte der Auslöser sein?

Treten die Schmerzen eher bei Fieber, durch Erschrecken, durch Wind (Zug), bei Hitze, bei Ärger oder Sorgen, bei Angst oder durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst auf?

  • Was beeinflusst die Schmerzen zum Besseren oder Schlechteren?

Hitze, Kälte, Bewegung, Liegen, Sitzen, Gehen und Laufen, Essen, Trinken, Schlucken, Licht oder Geräusche?

  • Begleiterscheinungen

Werden die Kopfschmerzen stets noch von anderen Symptomen begleitet zum Beispiel von einem bestimmten Heißhunger, Durst, Hautjucken, Krämpfe, brennenden Augen oder ein Kältegefühl?

Wie Sie daran sehen, gibt es in der Tat ganz unterschiedliche Arten von Kopfschmerzen, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sind. Erst wenn all diese Punkte geklärt sind, kann der Homöopath ein wirklich hilfreiches Heilmittel verschreiben.

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Was Homöopathen im Zuge einer konstitutionellen Konsultation abfragen

Zunächst einmal unterscheidet sich der Fragenkatalog von dem vorangegangenen Beispiel nicht allzu sehr. Doch jetzt ist es wichtig, den Fokus nicht nur auf die akuten Beschwerden zu richten, die vielleicht zu dem Anruf der homöopathischen Praxis geführt haben, sondern es müssen nun alle Beschwerden in ihrer Gesamtheit auf den Tisch gelegt werden, um so dem Homöopathen überhaupt erst die Möglichkeit zu eröffnen, ein in die Tiefe gehendes Heilmittel zu finden, das an die Wurzel allen Übels geht.

Physische Beschwerden

Ein guter Homöopath fragt immer wieder hartnäckig nach, denn er will alles wissen. Das betrifft nicht nur die aktuellen Beschwerden, sondern die ganze Entwicklung bis heute, also auch längst vergessene Beschwerden. Dabei ist es ziemlich normal, dass man vergisst, dass man vor 17 Jahren eine Phase mit häufiger Gastritis hatte. Aber es gibt eine kleine Hilfestellung dafür, sich an die vergangenen Zipperlein zu erinnern. Gehen Sie am besten schon vor dem ersten Besuch des Homöopathen diese Fragenliste durch:

  • Welche Ärzte oder Heilpraktiker habe ich in der Vergangenheit aufgesucht?
  • Welche Medikamente wurden mir verschrieben, egal ob konventionell oder alternativ?
  • War eine Kur, Krankenhausaufenthalt oder Operation nötig gewesen?

Vielleicht liegen Ihnen ja auch noch ältere Krankenhausberichte oder Bemerkungen zu Röntgenaufnahmen vor, die oftmals eine Liste der Medikation beinhalten.

Jeder hat andere individuelle Empfindlichkeiten

Während Ihr Homöopath all Ihre Krankheitssymptome aufspürt, um sich ein Bild von Ihrem ganz speziellen Ungleichgewicht machen zu können, wird er Ihnen noch die folgenden Fragen stellen:

  • Ist Ihr Appetit normal und trinken Sie genug?
  • Wie sieht ihre tägliche Ernährungsweise normalerweise aus?
  • Gibt es besondere Vorlieben oder Aversionen gegen bestimmte Nahrungsmittel?
  • Reagieren Sie auf bestimmte Lebensmittel allergisch?
  • Schlafen Sie ausreichend oder wird Ihr Schlaf häufig unterbrochen?
  • Leiden Sie manchmal unter Albträumen?
  • Nehmen Sie stets eine bevorzugte Schlafposition ein?
  • Gibt es Wetterlagen, die Ihnen besonders zu schaffen machen?
  • Reagieren Sie manchmal gereizt auf eine bestimmte Umgebung, Tiere, Musik oder Mitmenschen?

Wenn Kinder die Patienten sind

In diesem Fall interessiert sich der Homöopath auch für den Gesundheitszustand (physisch und emotional) der Mutter vor und während ihrer Schwangerschaft, den Verlauf der Geburt beziehungsweise die Geburtserfahrung, erfolgte Impfungen und mögliche Reaktionen darauf. Ebenfalls von Interesse ist das Erreichen bestimmter Entwicklungsstufen des Kleinkindes wie Zahnen, Laufen oder Sprechen.

Temperament und Persönlichkeit dürfen nicht außen vor bleiben

Extreme Charaktereigenschaften können sehr wohl wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand geben. Zum Beispiel ist ein vorsichtiger, sparsamer Umgang mit Geld völlig in Ordnung, aber wenn das Geldausgeben Ängste hervorruft, die zu sinnlosem Geldhorten und extremem Geiz führen, liegt ein Problem vor, das man besser zu lösen versucht.

Ein anderes Beispiel betrifft den Sinn für Ordnung und Sauberkeit, der ja sehr gut ist. Doch wenn dieser einen obsessiven Charakter und extremes Kontrollverhalten annimmt, darf man dies im wahrsten Sinne des Wortes als krankhaft bezeichnen.

Ebenfalls zu den Krankheitssymptomen gehören deutliche Verhaltensänderungen, die durch die Erkrankung ausgelöst werden. Wer beispielsweise normalerweise eher ruhig und entspannt durch den Tag geht, während einer Erkrankung aber nachhaltig nervös und pingelig wird, sollte dies seinem Homöopathen unbedingt mitteilen.

Auch dies ist so eine erfreuliche Leistung der Homöopathie: Jede richtige Behandlung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie den Patienten behutsam zu seinem ursprünglichen Gemütszustand und Verhalten zurückführt und Stimmungsschwankungen, die ihn möglicherweise schon beherrscht haben, beendet. 

Irrationalität, Angst und Phobie

Ängste und Phobien, die zum Beispiel Dunkelheit, Tiere (Schlangen), Höhe, Armut, Unfälle, Krebs, Gewitter oder das Überqueren von Brücken betreffen, sind alles andere als normal und bedürfen einer Behandlung. Auch hinter diesen Dingen verbirgt sich ein Ungleichgewicht, für das es in der Homöopathie ein Heilmittel gibt.

Sonstiges

Ihr Homöopath wird auch auf die Krankengeschichten der Familienmitglieder zu sprechen kommen. Herzkrankheiten, Krebs, Lungenprobleme, Schlaganfall oder Geisteskrankheiten können auf eine genetische Disposition hinweisen, die dem Homöopathen die Entscheidung für das richtige Heilmittel erleichtern mag.

Menschen mit Lungenproblemen beispielsweise haben in einem feuchten, mit Schimmel befrachteten Haus kaum eine Chance auf Heilung. Und häufiger Kontakt zu reaktionsfreudigen Chemikalien schadet so nachhaltig der Haut, dass auch das beste Heilmittel nicht mehr viel ausrichten kann. Weder Medikamente noch homöopathische Heilmittel machen einen Sinn, wenn der Patient die offensichtlichen Ursachen seiner Erkrankung nicht abstellt.

Schlussendlich wird ein seriöser Homöopath seinen Patienten einer weiterführenden Diagnose überstellen, sollten die Symptome eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung indizieren, die möglicherweise ein sofortiges Einschreiten erfordert.

Fazit

Ein guter Homöopath behandelt seine Patienten anhand ihrer Symptome und fragt nicht unbedingt nach dem Namen der Krankheit. Im Fokus steht daher das individuelle Sammelsurium an Symptomen des Patienten, nicht die in der Literatur krankheitstypischen Symptome, wie es in der Schulmedizin gang und gäbe ist.

Alle Symptome des Patienten werden dann in eine Art Prioritätenliste eingetragen, die die Grundlage der Entscheidung für ein bestimmtes, darauf zugeschnittenes Heilmittel bildet, das den Körper dazu anregt beziehungsweise veranlasst, selbst Impulse der Heilung zu generieren.

Natürlich braucht die gesamte Prozedur etwas Zeit. Daher ist auch die erste Unterredung mit dem Homöopathen deutlich länger als alle folgenden Sitzungen oder der Besuch bei einem konventionellen Arzt. Aber egal, wie lange etwas tatsächlich dauert, für unsere Gesundheit ist uns keine Zeit der Welt zu schade.

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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt.

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, aber es gibt ein paar Kriterien, die einen guten Homöopathen erkennen lassen.

Grundsätzlich gilt, dass die Homöopathie ein medizinisches System mit äußerst geringem Risiko ist. Das ist aber noch lange kein Grund dafür, die Homöopathie deshalb zu befürworten, ganz im Gegenteil, der hohe Verdünnungsgrad ihrer Heilmittel wird oft genug als unwirksam belächelt. Obwohl die Homöopathie „keiner Fliege etwas zuleide tut“, tun sich die Regierungen schwer damit, gesetzlich eindeutig festzulegen, wer sie praktizieren kann und wer nicht.

Im Ergebnis darf das jeder. Ärzte und Zahnärzte, Berater, Psychologen, Kinesiologisten, Kräuter- und Naturheilkundler und durchaus auch noch Omas Katze haben Zugriff auf homöopathische Heilmittel und können ihre entsprechenden Dienste anbieten, obwohl nun wirklich nicht jeder davon qualifiziert dafür ist.

Da sich also fast jeder als Homöopath bezeichnen kann, ist es gewiss nicht so ganz einfach, einen richtig Guten zu finden. Zunächst einmal kann man versuchen, ob der avisierte Homöopath in irgendeiner mit Homöopathie in Verbindung stehenden Organisation registriert ist, möglichst eine, die von offiziellen Regierungsstellen akzeptiert wird in dem Sinne, dass die dort registrierten Homöopathen Repräsentanten anerkannter homöopathischer Standards sind. Derartige Organisationen gibt es in den meisten Ländern.

Um auch diesbezüglich noch mal auf das Beispiel Australien zurückzukommen: Das AROH (Australien Register of Homeopaths) stellt genau einen solchen Service bereit. Dort werden überhaupt nur Homöopathen registriert, die eine von Regierungsstellen zertifizierte Ausbildung genossen haben und einen gesetzten Mindeststandard erfüllen können.

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Doch der Blick auf die Ausbildung ist natürlich nur einer von vielen Hinweisen darauf, ob ein Homöopath empfehlenswert ist. Wichtig ist ja, dass ein Arzt das, was er gelernt hat, auch „gewinnbringend“ auf seine Patienten übertragen kann. In der folgenden Tabelle werden ein paar Gedanken dazu übersichtlich gegenübergestellt. Dabei geht es allerdings in der Hauptsache um die Betrachtung und Behandlung chronischer Erkrankungen. Wer hier eher mit einem Fokus auf akute Beschwerden unterwegs ist, muss wissen, dass die Art der Behandlung dann jeweils etwas abweichen kann.

gutes homöopathisches Wissen eher wenig Erfahrung in Homöopathie
Der Homöopath nimmt sich bei der ersten Konsultation ausreichend Zeit für die Anamnese. Die Rede ist hier von 60 bis 90 Minuten. Bei Babys reichen aber meistens schon 30 bis 60 Minuten aus. Die folgenden Termine müssen natürlich nicht mehr so lange dauern und gelten mit circa einer halben Stunde als ausreichend. Auffallend kurze Konsultationen eignen sich nicht dazu, all die nötigen Informationen vom Patienten an den behandelnden Arzt zu übermitteln. Das Herausfinden des exakt passenden homöopathischen Heilmittels oder das Verständnis, warum der Körper in bestimmter Weise darauf reagierte, braucht nun mal seine Zeit. 
Sämtliche Behandlungen sollten im Wesentlichen auf den Konzepten der Homöopathie oder der Naturheilkunde basieren. Homöopathen wissen, dass eine gute Gesundheit unter anderem auf nahrhaften Lebensmitteln, Sonne, sportlicher Betätigung, harmonischen Beziehungen zu anderen Menschen, frischer Luft und sauberem Wasser basiert.

Menschen, die das alles beachten und trotzdem krank werden, werden homöopathische Heilmittel verabreicht, um deren inneres Ungleichgewicht zu beheben. Dazu zielt der Homöopath darauf ab, den Körper so zu stimulieren, dass er in die Lage versetzt wird, sich selbst zu heilen. Der Homöopath ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass sein Patient sehr wahrscheinlich noch andere Therapien nutzt, die zuweilen richtig kontraproduktiv sein können, da dadurch die Symptome oftmals nur unterdrückt werden.

Wer die Homöopathie lediglich als eine neben mehreren anderen Therapien anwendet, zeigt damit, dass er den wichtigen Unterschied zwischen echter Heilung und Symptomunterdrückung (noch) nicht so richtig verstanden hat. Diese „Heiler“ kombinieren frisch, fromm, fröhlich, frei alles Mögliche, was irgendwie nach Naturheilverfahren anmutet, mit homöopathischen Behandlungen. Hauptsache der Patient kann sich kurzfristig (und vorübergehend) einer auch noch so geringen Besserung erfreuen. Ganz schlecht ist es, wenn homöopathische Heilmittel zusammen mit schulmedizinischen Pharmazeutika verabreicht werden, weil dem Körper dadurch ein ganzes Bündel konfuser, widersprüchlicher Botschaften zugeleitet wird. Diese Art Heilpraktiker mag von allem ein bisschen etwas verstehen, aber nichts davon wurde wirklich belastbar verstanden.
Der Homöopath hört sich Ihre Geschichte aufmerksam und geduldig an, ohne über Ihr Verhalten zu richten. Ein guter Homöopath liebt seine Arbeit und ist ehrlich daran interessiert, dass Sie bald gesundwerden. Zudem beantwortet er gern all Ihre Fragen und nimmt ganz offen Anteil an Ihrem Wohlergehen. Von plötzlichen, neuen Symptomen lässt sich der Homöopath nicht beirren, sondern er ordnet diese ein in den Gesamtprozess der Korrektur des Ungleichgewichts. Der behandelnde Arzt wirkt arrogant, verurteilt Ihr Verhalten und kommt zudem auch noch ziemlich gelangweilt oder gehetzt rüber. Offenbar macht er den falschen Job. Solche Leute täten besser daran, Ihnen einen anderen Homöopathen zu empfehlen und selbst eine andere Tätigkeit aufzunehmen, die besser zu ihren Interessen und zu ihrer Persönlichkeit passt.
Der Homöopath bewertet die Symptome des Patienten sehr gezielt und zieht auch andere, weiterführende Untersuchungen, falls erforderlich, in Erwägung. Dazu gehören auf jeden Fall Blutdruckmessungen, Bestimmung der Körpertemperatur, Pulsmessungen, Abhören der Lunge sowie Hals- und Ohrenuntersuchungen. Falls Ihre Symptome bereits auf eine besonders ernste Erkrankung hinweisen, wird er Sie zu einer umfassenden Diagnostik, auch unter Einsatz konventioneller Mehoden, überweisen. Physische und gegebenenfalls andere Untersuchungen spielen kaum eine Rolle. Entweder fehlen diesem Heilkundler die Kenntnisse, derartige Basis-Untersuchungen durchzuführen, oder er weiß mit den so gewonnenen Informationen nichts anzufangen mit Blick auf homöopathische Verschreibungen. Wenn so wichtige Informationen gar nicht erst erhoben werden, hat dies natürlich einen gravierenden Einfluss auf die Qualität Ihrer weitergehenden Behandlung.
Die Wahl des Heilmittels orientiert sich stets an der Gesamtheit aller Symptome, also neben den physischen wird auch Ihrer mentalen und emotionalen Verfassung Beachtung geschenkt. Erst diese Gesamtschau aller früheren und gegenwärtigen Symptome offenbart Ihren wahren gesundheitlichen Status. Es werden nur ein oder zwei ganz offensichtliche Symptome als wichtig erachtet und weiter betrachtet. Das mag dem behandelnden Arzt Zeit sparen, doch auf diese Weise fehlen ihm notwendige Informationen, um das optimale Heilmittel herausfinden zu können. Manchen Heilpraktikern geht es zum Beispiel ausschließlich um mentale oder emotionale Symptome, weil sie glauben, dass alle Krankheiten ihren Ausgangspunkt im Kopf haben.  
Im Vordergrund stehen immer die Symptome, nicht die Identifizierung und Bezeichnung der Krankheit. Behandelt wird der kranke Mensch und nicht eine bestimmte Krankheit. Es geht also nicht darum, Masern zu bekämpfen, sondern die Gründe herauszufinden, warum sich Ihr Körper nicht ausreichend gegen die Erkrankung wehren konnte. Die Homöopathie schaut immer auf die ganzheitliche Antwort des Körpers des Patienten. So ist es auch zu erklären, dass Patienten mit der gleichen Krankheit von einem Homöopathen ganz unterschiedliche Heilmittel erhalten.   Die Medikamente werden entsprechend der Krankheit verschrieben, wobei die Symptome nicht mehr weiter betrachtet werden. Wenn Sie also ein Medikament gegen Ihre Lungenentzündung oder gegen Ihre Arthritis erhalten, können Sie davon ausgehen, dass der Arzt das Wesen der Homöopathie nicht verstanden hat. Dieser Arzt stochert nur im Dunkel herum, Ihre Heilungschancen sind in seiner Praxis sehr weit unten angesiedelt.
Die Verschreibungen basieren nicht ausschließlich auf der Funktionsweise von Energie- oder Bioresonanzgeräten. Im Vordergrund stehen immer die menschlichen Fähigkeiten von Arzt und Patient, alle Symptome zu identifizieren und keines davon als unwichtig abzutun. Nur so lässt sich das passende Heilmittel finden und gegebenenfalls auch nachjustieren. Durch irgendwelche Messgeräte lassen sich die Kenntnisse und Fähigkeiten eines guten Homöopathen nicht ersetzen. Gleichwohl wird ein Homöopath für seine Notizen oder Analysen einen Computer verwenden. Wenn ein Heilpraktiker seine gesamte Behandlung ausschließlich auf Messwerte von physikalischen Geräten stützt, sollten bei Ihnen sofort die Alarmglocken schrillen. Auf einer solchen Grundlage dürfen keine homöopathischen Heilmittel verschrieben werden. Das passt einfach nicht zusammen. Solche Geräte registrieren irrelevante, transiente Änderungen des bioelektrischen Energieflusses, was ein völlig normaler Vorgang ist. Die Interpretation solcher Daten kann bestenfalls zufällig mal zu einer Verschreibung führen, die zu einer kurzfristigen Besserung führt.
Es sollte stets nur ein Heilmittel verschrieben werden. Es heißt oft, dass es für den Homöopathen am einfachsten ist, das erste Mittel herauszufinden und zu verschreiben, und dass man den guten Homöopathen daran messen kann, wie er danach weitermacht. Tatsächlich sollte er sich in erster Linie an den Symptomen orientieren, sich daraufhin nur für dasjenige Heilmittel entscheiden, das am besten passt und bei der nächsten Sitzung die sich daraus ergebenden Änderungen der Symptome besprechen. Nur wenn es unbedingt erforderlich ist, sollte auf ein besser passendes Mittel gewechselt werden. Diese rückbezügliche Methode der Fallstudie und Reaktion ist die beste Herangehensweise für die Heilung. Sensibel darauf zu achten, wie der Körper auf ein Heilmittel reagiert, um daran orientiert die Behandlung nachzujustieren, führt ganz systematisch zu nachhaltiger Gesundheit. Kombinierte Heilmittel (Komplexe) und/oder mehrere Medikamente gleichzeitig an einem Tag einnehmen, das verschreibt ganz gewiss kein guter Homöopath. Es zeigt ganz klar, dass der Arzt nicht in der Lage ist, ein zu Ihren Symptomen passendes Heilmittel zu finden. Mehrere Medikamente, auch wenn sie lediglich abwechselnd eingenommen werden, bringen das Symptombild völlig durcheinander, was die Weiterbehandlung nur umso komplizierter gestaltet. ­­
Flüssige Heilmittel werden gegenüber Tabletten oder Globuli bevorzugt verschrieben. Auf diese Weise kann die Dosierung besonders gut an das individuelle Krankheitsbild angepasst werden. Über den Grad der Verdünnung kann die erforderliche Stärke des Mittels genau eingeregelt werden. Und über die Anzahl der Schüttelbewegungen kann der Energie-Inhalt jeder einzelnen Dosis bewusst gesteuert werden. Das ist so mit Tabletten und Globuli nicht machbar. Im Übrigen kann bei Bedarf die Frequenz der Einnahme bei flüssigen Heilmitteln höher gedreht oder reduziert werden. Dadurch lässt sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der (gefürchteten) kurzzeitigen Verschlimmerung der Symptome vermeiden und die Heilung beschleunigen. Wenn ausschließlich Globuli oder Tabletten verschrieben werden, besteht keine Möglichkeit, am Energie-Inhalt der Heilmittel zu drehen. Besonders sensible Patienten laufen so Gefahr, eine Verschlimmerung ihrer Symptome zu erfahren, wenngleich dies in aller Regel schnell wieder vorbeigeht. Das gilt insbesondere dann, wenn die Medikamente in schneller Folge wiederholt eingenommen werden sollen. Auf der anderen Seite bedeutet eine kleine Einnahmefrequenz eine deutlich langsamere Heilung, gerade wenn es sich um eine chronische Erkrankung handelt. In bestimmten Fällen mag aber die Verschreibung von Globuli oder Tabletten durchaus eine gute homöopathische Behandlung sein.   
Meistens wird erst einmal eine Test-Dosis angewendet, um die Reaktion auf das Mittel zu prüfen. Der Homöopath weiß, dass seine Patienten stets sehr unterschiedlich sensibel reagieren. Überdies neigen die sensitiven Patienten stärker dazu, erst einmal eine Symptom-Verschlimmerung durchzumachen. Erst nach dem Test wird der Homöopath die Entscheidung darüber treffen, wie oft das Mittel eingenommen werden soll. Es wird sofort eine vorbestimmte Anzahl von (beispielsweise) Tabletten verschrieben, ohne einen Gedanken an Ihre Sensitivität gegenüber dem Mittel zu verschwenden. Routine-Dosierungen, die bei jedem Patienten gleichartig angewendet werden, scheinen bei diesem Arzt die beste Wahl der Mittel zu sein mit der Folge, dass eine Symptom­verschlechterung ziemlich wahrscheinlich ist. Heilpraktiker, die üblicherweise Einheitsdosierungen verschreiben, verfügen entweder über eine nur mangelhafte Ausbildung oder ihre Patienten sind ihnen total egal.
Ein guter Homöopath versucht zumindest, Symptomintensivierungen zu vermeiden. Er weiß, dass so etwas immer dann passiert, wenn zu hoch dosiert beziehungsweise das Heilmittel zu oft eingenommen wird. Es ist ihm auch bekannt, dass die Anregung des Selbstheilungsprozesses durch die Symptomverschlimmerung kurzzeitig blockiert wird, was den Heilungsprozess nur unnötig in die Länge zieht. Einige Heilpraktiker gehen a priori davon aus, dass Symptomverschlechterungen grundsätzlich eine gute Sache sind und provozieren diese deshalb gezielt. Insofern fordern sie geradezu in einer aggressiven Weise die ständig wiederholte Einnahme des Mittels, um in allwissender Manier über die Heilungskrise fabulieren zu können. Abgesehen von der eher kurzen Unannehmlichkeit für seinen Patienten ignoriert dieser Arzt fundamentale homöopathische Prinzipien. Es ist richtig, dass die sogenannten Aggravationen manchmal leider unvermeidbar sind, aber sie extra zu provozieren ist kein Zeichen von Professionalität.
Vermieden werden sollen gerade zu Beginn der Behandlung Änderungen in der Lebensweise des Patienten. Das betrifft vor allem die Ernährung, Ergänzungsmittel und den Lebensstil im Allgemeinen. Der Grund ist einfach zu verstehen: Der Homöopath möchte allein die Reaktionen auf das Heilmittel ermitteln und nicht jene wegen eines plötzlichen Lauftrainings. Erst wenn das geklärt ist, wird zum Beispiel auch die Ernährungsweise thematisiert, falls dies als nötig erachtet wird. Ärzte, die gleich am Anfang der Behandlung die Ernährung des Patienten umstellen, dessen Lebensweise kritisieren oder zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln raten, können kaum eine fundierte Aussage darüber machen, welche körperlichen Reaktionen auf die verschriebenen Medikamente zurückzuführen sind. Jegliche Veränderung im Lebensstil kann einen gravierenden Einfluss auf das Symptombild haben und erschwert die Bewertung der Verschreibung.
Jeder Homöopath bevorzugt es, dass der Patient ihn aufsucht, bevor er bereits konventionelle Medikamente von einem Arzt verschrieben bekommt, denn diese Medizin stellt eine enorme Erschwernis für eine homöopathische Behandlung dar. Dennoch ist ein guter Homöopath in der Lage, eine adäquate Therapie zu starten. Wer zum Beispiel unter zu hohem Blutdruck oder Diabetes leidet, kann davon ausgehen, dass auch der Homöopath die zugehörigen Messwerte akribisch beobachtet, um gegebenenfalls die zum Einsatz kommenden Heilmittel daran zu orientieren. Erst bei sichtbarer, voran-schreitender Besserung wird der Homöopath die Empfehlung aussprechen, die bisherigen Medikamente in Abstimmung mit dem Arzt langsam zu reduzieren beziehungsweise ganz auszuschleichen, wenn das möglich ist. Wenn zu den ersten Aussagen des Heilpraktikers gehört, dass Sie die bisherigen schulmedizinischen Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt sofort absetzen sollen, spricht dies ganz und gar nicht für eine Kompetenz des Heilpraktikers. Gleiches gilt, wenn dieser eine homöopathische Behandlung so lange verweigert, bis alle anderen bisherigen Medikamente abgesetzt sind.
Sie haben jederzeit die Möglichkeit, auch zwischen den regelmäßigen Konsultationen Ihren Homöopathen zu kontaktieren. Das ist deshalb wichtig, weil manchmal eine Behandlung unmittelbar nachjustiert werden muss, falls ein Patient außergewöhnlich heftig auf ein Heilmittel reagiert. Der Heilpraktiker steht für Anrufe zwischen den verabredeten Terminen nicht zur Verfügung. Falls Sie unverhoffte Beschwerden kriegen, müssen Sie eben warten, bis Sie wieder dran sind.
Der Homöopath stimmt sich in allen Fragen bereitwillig mit Ihrem Arzt ab. Informationen werden offen ausgetauscht, um Ihren Heilungsprozess gemeinsam zu optimieren. Nur sehr widerwillig würde der Heilpraktiker mit einem Schulmediziner in einen Austausch treten. Ohnehin macht er ständig abfällige Bemerkungen über die konventionelle Medizin und auch über Heilpraktikerkollegen, die andere Behandlungsmethoden bevorzugen.

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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt

Wie in den vorangegangenen Lektionen erläutert, ist die Homöopathie ein in sich geschlossenes medizinisches Heilverfahren, das im Wesentlichen auf dem Ähnlichkeitsprinzip nach Hahnemann basiert. In dieser Lektion möchten wir einen vergleichenden Blick auf andere, heute gängige Therapien werfen.

Die konventionelle Medizin – Allopathie

Hier befinden wir uns im aktuellen medizinischen Mainstream, der unter anderem dadurch gekennzeichnet ist, dass den Patienten Chemikalien in unverantwortlicher Dosierung verabreicht werden. Ein ganz typisches Beispiel allopathischer Medizin ist Paracetamol, ein Schmerzmittel, das auch gerne zur sogenannten Fiebersenkung genommen wird.

Der chemisch erzwungene Effekt setzt nach ungefähr 30 Minuten ein. Selbstverständlich kommt das Fieber regelmäßig zurück, sobald die Stoffe aus dem Körper ausgeschwemmt wurden. Die meisten Medikamente der Schulmedizin folgen genau diesem Schema, indem sie Symptome für kurze Zeit unterdrücken.

Gibt es hierbei auch ähnliche Ansätze wie in der Homöopathie?

Gewiss, denn beide Therapieformen bemühen sich darum, das Leiden des Patienten und die Krankheit zu beenden.

Worin liegen die Unterschiede?

Das war aber auch schon alles an Gemeinsamkeiten. Während die Homöopathie auf dem Ähnlichkeitsprinzip basiert, werden allopathische Medikamente danach ausgewählt, dass sie den vorhandenen Symptomen gerade genau entgegenwirken.

Nehmen wir zum Beispiel den chronischen Durchfall. Die Schulmedizin greift in diesem Fall zu einem Medikament, das bei einer gesunden Testperson unmittelbar zu Verstopfung führt. Im Ergebnis wird also das Symptom nur kurzfristig unterdrückt, aber auf keinen Fall wirklich geheilt. Sobald das Medikament wieder abgesetzt wird, ist der Durchfall wieder da, manchmal noch schlimmer als zuvor, was auch damit zusammenhängt, dass sich der Körper an Medikamente gewöhnt und diese daher immer mehr an Wirksamkeit verlieren.

Im Gegensatz dazu setzt die Homöopathie bei ihren Heilmitteln auf die Ähnlichkeit beziehungsweise Gleichartigkeit der Symptome, um so den Körper anzuregen, selbst genau gegen diese Symptome vorzugehen. Es werden daher stets Heilmittel ausgewählt, die die vorhandenen Krankheitssymptome gewissermaßen „nachahmen“. Um auf das Beispiel chronischer Durchfall zurückzukommen, verabreicht der Homöopath ein Heilmittel, das bei gesunden Testpersonen Durchfall auslöst. Durch diesen Kunstgriff wird der Körper geradezu dazu gezwungen, selbst eine Gegenreaktion einzuleiten, die schließlich in eine nachhaltige Heilung der Erkrankung einmündet.

Ein weiterer wichtiger Unterschied beider medizinischer Verfahren besteht darin, dass der Schulmediziner stets darum bemüht ist, unterschiedliche Symptome auf verschiedene Krankheiten zurückzuführen, obwohl beide oder noch mehr Symptome in der einen Person des Patienten vereint sind. Zum Beispiel werden wiederkehrende Migräneanfälle, die mit Durchfall einhergehen, selbstverständlich mit zwei ganz unterschiedlichen allopathischen Medikamenten behandelt. Die Homöopathie begreift beide Symptome als gemeinsamen Ausdruck eines bestimmten körperlichen Ungleichgewichts und sucht daher nach einem exakt dazu passenden Heilmittel.

Und schließlich sind die meisten allopathischen Medikamente geradezu gesundheitsgefährdend, da sie auf hoch konzentrierten chemischen Stoffen basieren. Daher kommt es immer wieder zu unangenehmen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und toxischen Nebenwirkungen. In der Homöopathie werden dagegen rein energetische Heilmittel eingesetzt, die prinzipiell keine chemischen Nebenwirkungen entfalten können und daher hinsichtlich Wechselwirkungen mit anderen Stoffen völlig unbedenklich sind.

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Bach-Blütentherapie und andere Blumen basierte Heilmittel

Der Arzt Edward Bach war davon überzeugt, dass negative Emotionen unsere physische Gesundheit stark in Mitleidenschaft ziehen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte er 38 verschiedene Heilmittel, die auf Blüten basierten und die Balance der Gefühle wiederherstellen sollten. Auf diese Weise wurde dem Körper die Möglichkeit eröffnet, seine Gesundheit zurückzuerlangen.

Bestehen hier möglicherweise Schnittstellen zur Homöopathie?

Ja durchaus, denn bei den Heilmitteln auf der Grundlage von Bachs Blüten handelt es sich auch um eine energetische Medizin, deren Wirkung nicht auf chemischen Verbindungen basiert. Die Heilmittel sind völlig ungiftig und absolut sicher für Jung und Alt sowie für Schwangere oder Haustiere. Übrigens schmecken sie ganz ähnlich wie flüssige homöopathische Heilmittel. Sie sind also insgesamt sehr einfach in der Anwendung.

Und worin bestehen Unterschiede?

Ihre Wirkung ist etwas schwächer beziehungsweise sanfter als jene homöopathischer Heilmittel und sie beeinflussen ganz direkt die Emotionen. Im Gegensatz dazu arbeitet die Homöopathie gleichzeitig auf physischer und emotionaler Ebene. Da die Blüten nicht nach dem homöopathischen Standard geprüft werden, lässt sich schwerlich unterscheiden, ob die Blüten-Heilmittel gemäß dem Prinzip des Gegensatzes eher Symptome unterdrücken oder ob sie auf der Grundlage des Ähnlichkeitsprinzips heilen.

Schüßlersalze

Es war der deutsche Homöopath Wilhelm Heinrich Schüßler, der sich im 19. Jahrhundert mit jenen Salzen beschäftigte. Sie werden auch als biochemische Heilmittel, Celloide oder Zellsalze bezeichnet. Schüßler war davon überzeugt, dass ein Mangel an einem dieser zwölf Salze zu verschiedenen Krankheiten führt. Er ging davon aus, dass die Salze viel besser vom Körper aufgenommen werden, wenn man sie in schwachen homöopathischen Potenzen verabreicht.

Was ist hier ähnlich zur Homöopathie?

Schüßlersalze werden gern für Nahrungsergänzungsmittel gehalten. Viele Menschen sind darüber verwundert, wenn man ihnen erklärt, dass es sich dabei um schwache homöopathische Heilmittel handelt. Der Anteil an Salz, der in jedem dieser Heilmittel enthalten ist, ist viel zu gering, um in irgendeiner Weise die Ernährung zu bereichern. Schüßlersalze werden als Potenzen von 6X oder 12X auf der dezimalen Potenzierungsskala hergestellt. Wie alle anderen homöopathischen Heilmittel sind sie völlig ungiftig und sicher, sollten aber auch nur dann eingenommen werden, wenn bestimmte Krankheitssymptome vorhanden sind. Sobald diese abgeklungen sind, sollte die Anwendung beendet und auf keinen Fall endlos fortgesetzt werden, wie es oft bei Ergänzungsmitteln der Fall ist.

Unterschied zur originären Homöopathie

Der Wirkungsgrad der Schüßlersalze ist sehr begrenzt im Vergleich mit anderen homöopathischen Heilmitteln. Da sie nur in kleinen Potenzen hergestellt werden, gehen sie nicht tief genug, um auch chronische Erkrankungen positiv beeinflussen zu können. Echte homöopathische Heilmittel werden in vielen sehr unterschiedlichen Potenzierungen hergestellt, sodass eben auch tief reichende chronische Krankheiten kuriert werden können. Einfach gesagt: Die klassische Homöopathie bietet deutlich mehr Möglichkeiten.

Ernährungstherapie unter Einbeziehung von Vitamin- und Mineral-Ergänzungspräparaten

Die Ernährung ist und bleibt die tragende Säule unserer Gesundheit. Eine schlecht gewählte Diät, Unterversorgung mit bestimmten Lebensmitteln und fehlende Stoffe aufgrund eines durch Stress ausgelösten Mehrbedarfs können uns für Infektionen anfällig machen, Heilungsprozesse schwächen, chronische Erkrankungen befördern sowie Stimmungsschwankungen und sogar Depressionen auslösen.

In solchen Situationen können künstliche Nahrungszusätze eine wertvolle Hilfe sein, aber die zu Grunde liegenden Probleme nicht wirklich lösen. Die Wahl der optimalen Ernährungsweise, die Reduzierung von Stressfaktoren und die richtige Behandlung einer verminderten Aufnahme von Vitalstoffen bilden die Basis einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit. Eine übertriebene Einnahme von Vitaminen und Mineralen maskiert lediglich die Ursachen einer Erkrankung und führt zu einer Verzerrung der biochemischen Abläufe im Körper.

Gibt es Ähnlichkeiten zur Homöopathie?

Das Ziel der Ernährungstherapie mit Ergänzungsmitteln ist ebenfalls die Wiederherstellung des körperlichen Gleichgewichtszustandes. Daher beinhaltet eine homöopathische Therapie oftmals Ratschläge zur Änderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Unterschiede zur Homöopathie

Ergänzungsmittel stellen eine sehr oberflächliche Behandlung von Krankheiten dar. Demgegenüber wirkt die Homöopathie auf einem viel tiefer liegenden energetischen Niveau. In den meisten Fällen steht aber eine energetische Störung hinter Ernährungsproblemen wie eine verminderte Aufnahme wichtiger Vitalstoffe, Heißhunger oder Aversionen gegen bestimmte Nahrungsmittel. Dies erklärt auch, warum manche Menschen trotz einer guten, ausgewogenen Ernährung Krankheiten entwickeln, die eigentlich auf eine falsche Ernährungsweise hindeuten. In all diesen Fällen können Ergänzungsmittel gar nicht helfen, die Homöopathie aber sehr wohl.

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Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde ist im Prinzip so alt wie die Menschheit selbst. Ausgenutzt werden dabei die medizinisch wirksamen Stoffe in den originären Pflanzenteilen oder in den daraus bereiteten Tees und Tinkturen.

Parallelitäten zur Homöopathie

Einige Pflanzen heilen gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip, andere unterdrücken Symptome nur. Erstere verabreicht man besser in homöopathischen Verdünnungsgraden. Dazu gleich zwei Beispiele: Urtica urens (Brennnessel) wird als Heilpflanze gegen allergische Ekzeme und verminderten Milchfluss eingesetzt. Cineraria maritima (Aschenpflanze) ist eine Heilpflanze gegen Augenprobleme wie Konjunktivitis. Beide Pflanzen wirken besser und schneller, wenn sie in homöopathischen Potenzierungen verabreicht werden. Viele Heilkundler kennen diese Tatsache aber nicht, obwohl man noch viele derartige Beispiele anführen könnte.

Unterschiede zur Homöopathie

Obwohl Heilkräuter in der Regel schonender auf das Körpersystem einwirken als konventionelle Medizin, enthalten sie doch komplexe biochemische Stoffe, die wie Gifte wirken oder mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten können. Nur dann, wenn sie in homöopathischen Potenzen verabreicht werden, sind sie von ihren chemischen Eigenschaften befreit.

Ein anderer bemerkenswerter Unterschied besteht darin, dass Heilpflanzen oftmals ziemlich grauenhaft schmecken, was es schwer macht, insbesondere Kinder dazu zu bewegen, regelmäßig ihre Medizin einzunehmen. Im Gegensatz dazu werden homöopathische Heilmittel in aller Regel als recht angenehm empfunden, handelt es sich doch oft um süßlich schmeckende Globuli.

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Die Naturheilkunde

Die Frage nach dem Unterschied zwischen Naturheilkunde und Homöopathie wird sehr oft gestellt. Man kann es vielleicht so ausdrücken: Homöopathen sind Spezialisten, wohingegen Naturheilkundler eher Generalisten sind. Die Naturheilkunde ist tatsächlich besonders vielseitig ausgerichtet und bezieht ihre Erkenntnisse aus einem ganzen Bündel der verschiedensten Therapien.

Ursprünglich rekrutierte sich die Naturheilkunde aus einem Lebensstil, der eher auf Medikamente verzichtete und stattdessen auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung, auf bestimmte Diäten, Leibesübungen, frische Luft, sauberes Wasser, Sonnenschein und Massagen setzte. Heute stellt sich die Naturheilkunde um Heilpflanzen, Homöopathie, Nahrungsergänzungsmittel, Blütenheilmittel, energetische Übungen, Aromatherapie und vieles mehr erweitert dar. Insofern nimmt es nicht wunder, dass jeder Naturheilkundler so seine eigenen Präferenzen in der Behandlung seiner Patienten verfolgt.

Wo liegen nun hierbei die Ähnlichkeiten zur Homöopathie?

Im Zuge seiner Ausbildung hat der Naturheilkundler eine umfängliche Einführung in die Homöopathie genossen und sollte daher in der Lage sein, homöopathische Heilmittel bei einfacheren, akuten Beschwerden beziehungsweise für eine „erste Hilfe“ einzusetzen. Wenn sich der Heilpraktiker nicht noch eingehender mit der Homöopathie beschäftigt hat, reicht seine Qualifikation im Allgemeinen nicht aus, um langfristig auch chronische Erkrankungen homöopathisch behandeln zu können.

Im Unterschied zur Homöopathie

In Australien zum Beispiel enthält die naturheilkundliche Ausbildung so ein bisschen was von allem. Sie dauert dort in Vollzeit drei Jahre lang, hängt man noch ein weiteres Jahr dran, erhält man die Qualifikation des Bachelors. Ähnlich lang ist auch die Ausbildung zum Homöopathen, allerdings beschäftigt dieser sich die ganze Zeit vornehmlich mit Homöopathie und angrenzende Themen. Daraus ergibt sich seine Qualifikation, das ganze Spektrum der Krankheiten von akuten Beschwerden bis hin zu chronischen Leiden erfolgreich homöopathisch behandeln zu können.

In die Australische Homöopathische Gesellschaft (AHA = Australian Homeopathic Association) und in das Australische Homöopathen-Register (AROH = Australian Register of Homeopaths) werden überhaupt nur diejenigen Homöopathen eingetragen, die einen von der Regierung zertifizierten Standard bei ihrer homöopathischen Ausbildung beziehungsweise Kompetenz nachweisen können. Diese Institutionen weisen die dort eingetragenen Homöopathen auch öffentlich aus.

Kurze Zusammenfassung

Alle oben erwähnten Therapien haben ihre Berechtigung, doch keine ist so breit angelegt und geht am Ende so in die Tiefe wie die Homöopathie. Manche fokussieren eher auf die mentalen beziehungsweise emotionalen Aspekte einer Erkrankung, während andere ausschließlich auf die physischen Symptome abzielen. Meistens geht es dabei um eine Linderung oder gar um Unterdrückung und bei der Pflanzenheilkunde erfolgt eine Heilung gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip hin und wieder mal per Zufall.

Im Gegensatz dazu wird die Homöopathie systematisch angewendet und zielt auf die tief liegenden energetischen Schichten des Körpers ab, um sowohl mentale, emotionale und physische Symptome im Sinne eines ganzheitlichen Systems heilen zu können. Ihre Heilmittel sind absolut ungiftig und es besteht keinerlei Gefahr der Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, wobei ihr Geschmack auch noch angenehm ist. Jeder Mensch kann homöopathische Heilmittel gut vertragen. Insofern ist die Homöopathie wirklich ein ganz bemerkenswertes medizinisches System.

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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt.

Sie werden mit Homöopathie behandelt. Es geht Ihnen besser. Doch dann kommen die alten Symptome zurück oder teilweise?

Was ist zu tun?

Anhand eines Fall-Beispiels von Marie soll dies einmal dargesetllt werden. Marie, die sich gerade mitten in ihrer Midlife-Crisis befand und im wahrsten Sinne des Wortes dabei war, ihr Leben vollständig umzukrempeln.

Sie gibt ein ganz hervorragendes Beispiel dafür ab, wie bei einem Menschen Symptome wieder verschwinden können, die diese fast das ganzes Leben lang begleitet haben, und zwar exakt in der umgekehrten zeitlichen Reihenfolge, wie sie sich einst entwickelt hatten, vorausgesetzt, es wird die richtige homöopathische Behandlung angesetzt.

Das Fallbeispiel: Marie und die Menopause

Marie befand sich gerade in jenem gewissen Alter, wenn die Menopause einsetzt. Verschiedene Krankheitssymptome machten ihr Leben ziemlich miserabel. Bis zu 20 Hitzewallungen pro Tag durchnässten ihre Kleidung mit Schweiß und machten diese ständig klamm und kühl.

Da war dieses Brennen in den Handflächen und an den Fußsohlen, das sich anfühlte, als wären ihre Extremitäten in kochendes Wasser getaucht worden. Jedes Mal zum Höhepunkt ihrer Hitzewallungen war Marie begierig nach einem eiskalten Getränk. Seitdem diese Hitzewallungen begonnen hatten, hatte sie nicht eine einzige Nacht vernünftig durchschlafen können.

Marie kam es so vor, als würde sie ständig immer mehr an Energie verlieren, und kam kaum noch richtig auf die Beine. Es fühlte sich für sie so an, als würde sie beim Laufen durch Haferbrei waten. Zudem hatte sie ein hoffnungslos schlechtes Gedächtnis bekommen. Überdies war sie furchtbar reizbar und launisch geworden. Ihr Mann trug tatsächlich eine schwere Last durch diese Veränderungen, sodass sich ihre Ehe inzwischen unter einer Zerreißprobe befand.

Nach weiteren Symptomen befragt, stellte sich heraus, dass Marie auch an Asthma litt, eine chronische Erkrankung, mit der sie sich schon seit ihren späten Zwanzigerjahren herumplagte. Sie musste deshalb regelmäßig bestimmte Medikamente inhalieren, um Anfälle zu verhindern und die Symptome unter Kontrolle zu halten. Dennoch musste Sie zum Beispiel Blumen aus dem Wege gehen, weil deren Duft immer wieder die Bronchien verengte und zu pfeifenden Atemgeräuschen führte.

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Nicht zu vergessen die regelmäßig wiederkehrende pulsierende Migräne auf der rechten Seite ihres Kopfes, die ihren Anfang stets im Bereich des Genicks nahm, dann weiter hoch wanderte, um sich schließlich nahe dem rechten Auge festzusetzen. Oftmals wurde ihr sogar übel vor Schmerzen. Durch häufiges Aufstoßen oder sogar Brechen wurden die Schmerzen ein wenig erträglicher, aber auch nur für kurze Zeit.

In diesen Phasen verspürte sie starken Appetit auf etwas Saures und zog sich stets in einen abgedunkelten Raum zurück. Nachdem sie dann eingeschlafen war, zog sich die Migräne endlich zurück. Es war noch gar nicht so lange her, dass Marie jede Woche einmal unter einem solchen Migräneanfall litt. Erst mit Beginn ihrer Menopause gingen die Häufigkeit der Anfälle und deren Intensität deutlich zurück.

Ein ganz klassischer Verlauf

Maries Menopause-Symptome ähneln jenen, die gesunde Testpersonen durch das homöopathische Heilmittel Sanquinaria canadensis erfahren. Daher kam es bei ihr schon innerhalb einer Woche der Einnahme zu erstaunlich guten Verbesserungen. Die Anzahl und Intensität ihrer Hitzewallungen halbierten sich in etwa und Marie erfreute sich eines ganz klaren Zuwachses an Energie. Selbstverständlich sollte die Behandlung genau so fortgesetzt werden.

Nur wenige Wochen später konnte Marie ihrem Homöopathen den folgenden interessanten Statusbericht geben: Marie bekam täglich nur noch eine oder zwei recht erträgliche Hitzewallungen, wobei die brennenden Handflächen und Fußsohlen überhaupt kein Thema mehr waren. Natürlich wirkte sich das alles auch sehr positiv auf ihren Schlaf aus. Ihr Asthma war längst nicht mehr so schwer, sie konnte wieder einfacher und tiefer durchatmen. Aber ihre große Freude über diese Erfolge wurde von einer gewissen Sorge überschattet, denn es gab noch Folgendes zu berichten.

Vor Kurzem war Marie erneut von einer besonders heftigen Migräne übermannt worden, obwohl ihre letzten Anfälle davor erfreulicherweise recht mild ausgefallen waren. Sie fühlte sich an jene Zeit erinnert, bevor es damals mit den Hitzewallungen losging. Außerdem tat ihr ein paar Tage lang die rechte Schulter ziemlich weh.

Genau solche Schmerzen hatte sie jahrelang, bevor sie von ihrem Arzt die Kortisonspritzen dagegen bekommen hatte. Marie war darüber sehr beunruhigt und wertete dies als schlechtes Omen mit Blick auf das, was da nun noch kommen möge. Sie konnte sich sehr gut daran erinnern, wie schmerzhaft das damals war und wollte auf jeden Fall verhindern, dass sie das noch einmal durchmachen muss.

Da war eine weitere merkwürdige Sache. Obwohl sich Maries Asthma deutlich verbessert hat, ist es scheinbar durch Heuschnupfen ersetzt worden. Dies war schon ungefähr seit ihrem 25. Lebensjahr nicht mehr aufgetreten. Als Kind hatte sie darunter sehr gelitten. Um irgendwie die Schule durchstehen zu können, ist sie damals „tonnenweise“ mit Medikamenten vollgestopft worden.

Schließlich hatten sich bei ihr Nasenpolypen entwickelt, die im Alter von 26 Jahren operativ entfernt wurden. Dankenswerterweise verschwand bald danach der Heuschnupfen und damit war sie endlich von diesem ständigen Brennen und Jucken in den Augen und dem lästigen starken Niesen befreit – bis zu diesem unseligen Zeitpunkt!

Weitere gesundheitliche Probleme, die aus dem Nebel der Vergangenheit auftauchten, waren dieser unangenehme Schwindel, der immer sofort eintrat, wenn Marie mal relativ schnell ihren Kopf wendete, und das heftige Sodbrennen nach dem Abendessen. Zwar waren diese Symptome nur an einem einzigen Tag aufgetreten, dennoch machte sich Marie große Sorgen darüber, dass das alles wieder in voller Ausprägung zurückkommt. Was lief da nur in ihr ab?

Berechtigte Frage – Wie ist das alles zu deuten?

Wenn einem Homöopathen darüber berichtet wird, dass sich wieder frühere, längst vergessene Symptome eingestellt haben, ist dieser jedes Mal hochgradig entzückt, denn dann befindet sich sein Patient mit hoher Wahrscheinlichkeit auf seinem ganz persönlichen Weg zur Heilung. Jegliche Form der Rückkehr alter Symptome zeigt klar an, dass das homöopathische Heilmittel die Selbstheilungskräfte effektiv stimuliert hat. Dadurch bessert sich nicht nur die aktuelle Erkrankung, sondern der Körper arbeitet sich durch alle bislang unterdrückten Schichten der gesamten Krankheitsgeschichte, die über die Jahre entstanden sind.

Ich hatte bereits mehrfach berichtet, wie wir uns oftmals völlig kontraproduktiv den Bemühungen unseres Körpers, sich selbst zu heilen, entgegenstellen, indem wir Medikamente einnehmen, die die Symptome nicht fördern, sondern nur unterdrücken. Zwar führt Symptom-Unterdrückung in der Tat dazu, dass wir uns eine kurze Zeit lang besser fühlen, aber tief liegende energetische Ungleichgewichte lassen sich damit nicht bereinigen. Stattdessen passiert genau das, was wir gerade nicht wollen: Unser Gesundheitszustand verschlechtert sich insgesamt immer weiter. Dabei wird unsere Lebenskraft über die Maßen geschwächt, sodass wir auch andere Krankheiten kaum noch abwehren können.

Genau das war Marie passiert

Ihr Heuschnupfen war niemals wirklich geheilt worden, sehr wohl aber teilweise unterdrückt. Dieser Möglichkeit der Ausleitung ihrer Krankheit beraubt, musste Maries Lebenskraft einen anderen Weg finden, um irgendwie das energetische Ungleichgewicht in Ordnung bringen zu können. Dazu boten sich Nasenpolypen ganz gut an. Doch der Chirurg kam geschwind mit dem Messer, also musste eine noch tiefer liegende Ventilfunktion gesucht werden und gefunden wurde das Asthma.

Ihre Krankheitsgeschichte setzte sich weiter fort mit den Schulterschmerzen, Schwindel, Migräneanfällen und den verschiedenen Symptomen der Menopause wie Verwirrtheit, Gedächtnisprobleme, Stimmungsschwankungen und so weiter. Diese ständigen, jahrelangen Symptom-Unterdrückungen schwächten ihre Lebenskraft ganz enorm, sodass schließlich auch noch ihr Gehirn und ihr hormonelles System in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Das optimal gewählte homöopathische Heilmittel kehrte Maries gesundheitliche Abwärtsspirale einfach um. Heute dürfen wir mit großer Freude feststellen, dass Marie glücklich verheiratet und weitestgehend gesund ist. Sie hält sich weiterhin an die ganz ursprüngliche Ausprägung der homöopathischen Behandlungsweise, sobald sie einen Anlass dazu verspürt, diese für sich und ihren Mann anzuwenden.

Sanguinaria canadensis – ein wirklich tolles Heilmittel bei vielen Symptomen

Dieses homöopathische Heilmittel wird aus einer Pflanze hergestellt, die vornehmlich in den USA, Kanada und Indien vorkommt. Allgemein bekannt ist die Pflanze unter der Bezeichnung Blutwurz. Es handelt sich in der Tat um ein etwas ungewöhnliches Heilmittel, denn es erzeugt meistens Symptome in der rechten Körperhälfte. Die gesunden Testpersonen klagen zum Beispiel über Kopfschmerzen und Migräne, Heuschnupfen, Asthma, Sodbrennen, Husten, Bronchitis und Lungenentzündung, Schleimbeutelentzündung und Schulterschmerzen, Nasenpolypen, Tuberkulose und typische Symptome der Menopause.

Mit Sanquinaria behandelt werden Menschen, die über Energiemangel klagen, oft stark gereizt sind und sich nur sehr schlecht konzentrieren können. Sie haben meistens große Lust auf eiskalte Getränke und saure oder gut gewürzte Nahrungsmittel. Sehr verbreitet sind das Gefühl einer inneren Hitze, insbesondere Hitzewallungen, brennende Handflächen und Fußsohlen, Sodbrennen und Heuschnupfen sowie Ausfluss bei Penis oder Vagina. Oftmals wird das brennende Gefühl so beschrieben, als hätte man sich mit heißem Wasser oder Dampf verbrüht. Heuschnupfen und Asthma werden durch starke Gerüche oder Gräser- und Baumpollen ausgelöst, was meistens noch von Durchfall begleitet ist.

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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt. Der Fall wurde vorgestellt von Joette Calabrese auf: https://joettecalabrese.com

Ein Fall-Beispiel:

Der kleine Joshua hatte schon bald nach seiner Geburt Ekzeme entwickelt. Innerhalb weniger Wochen breiteten sich diese ausgehend von den Armbeugen und Kniekehlen bis zum gesamten Halsbereich aus. Jedes Mal, wenn er Brot oder Früchte aß, sprießten weitere Ekzeme rund um seinen Mund bis weit auf die Wangen. Das war alles ganz offenbar mit einem extremen Juckreiz verbunden, sodass sich Joshua selbst blutig kratzte.

In ihrer Verzweiflung ließ sich seine Mutter vom Arzt eine Kortisoncreme verschreiben. Schon Stunden nach Anwendung der Creme verschwanden die Ekzeme zusehends. Verständlicherweise war die Mutter darüber hoch erfreut, doch ein Homöopath kann ihre Begeisterung überhaupt nicht teilen, weiß er doch, dass dieser vermeintliche Erfolg Joshua in Zukunft erhebliche gesundheitliche Probleme einbringen wird.

Und tatsächlich, schon zwei Monate nach Verschwinden der Hautausschläge entwickelte das Baby einen trockenen, keuchenden Husten, der einfach nicht weggehen wollte. Der erneute Besuch beim Arzt erbrachte die Diagnose Asthma, das sogleich mit einem ganzen Set kostspieliger Medikamente therapiert werden sollte.

Joshuas Geschichte ist absolut nicht ungewöhnlich. Aber was können wir daraus lernen? Waren die Ekzeme wirklich geheilt worden? Hätte es vielleicht einen Weg gegeben, das Asthma zu verhindern?

In der vorangegangenen Lektion ging es ja um Linderung, Unterdrückung und Heilung und darum, wie wir Krankheitssymptome intelligent behandeln. In dieser Lektion liegt der Schwerpunkt eher auf dem Weg zur Heilung und auch darauf, woran Sie es merken können, dass Sie sich auf dem richtigen Pfad befinden.

Was ist der richtige Weg zur Heilung?

In den Anfängen der Homöopathie wurden Beobachtungen notiert, die darüber Auskunft gaben, ob eine Heilung tatsächlich stattgefunden hat oder lediglich Symptome abgemildert oder gar unterdrückt wurden, was dann meistens mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes einherging. All diese Beobachtungen wurden in dem Traktat „Die Richtung der Heilung“ (The Direction of Cure) zusammengefasst, auf die sich alle Homöopathen seit Anbeginn beziehen. Dessen Verständnis über Heilung lässt sich im Wesentlichen so komprimieren:

  • Sie erfolgt von oben nach unten,
  • von innen nach außen,
  • von lebenswichtigen Organen hin zu den etwas weniger wichtigen Organen,
  • mit Symptomen, die in umgekehrter Reihenfolge in Erscheinung treten, wie sie sich einst entwickelt haben.

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Immer dann, wenn man beobachten kann, dass sich die Symptome so verhalten, findet gerade Heilung statt. Wenn die Richtung der Symptome entgegengesetzt verläuft, können Sie sicher sein, dass eine Symptomunterdrückung erfolgt ist und sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtern wird. Aber gehen wir doch die obigen Punkte noch mal im Einzelnen kurz durch:

  •  von oben nach unten

Ein Heilungsprozess ist beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass Hautausschläge oder Gelenkschmerzen am/im Körper von oben nach unten wandern, während sie sich durch die Behandlung nach und nach bessern. Wenn sich Symptome eher von unten nach oben ausweiten und sich dabei auch noch verstärken, dann erfolgt ziemlich offensichtlich eine gefährliche Symptome unterdrückende Behandlung.

  • von innen nach außen

Wenn zunächst tiefer liegende Organe Symptome zeigen, Letztere aber durch die Behandlung in äußere Bereiche ausweichen, wie es zum Beispiel bei einer Leberentzündung passieren kann, die durch Muskelschmerzen abgelöst wird, um sich schließlich als juckende Hautstellen bemerkbar zu machen, dann können sich sowohl der Patient als auch sein Arzt über den Heilungsfortschritt freuen. Läuft der Prozess aber in umgekehrter Richtung ab, dann sollten bei beiden die Alarmglocken läuten.

  • von lebenswichtigen Organen hin zu den etwas weniger wichtigen Organen

Wenn zu hoher Blutdruck oder Schmerzen in der Brust im Zuge einer Behandlung durch Erkältungssymptome ersetzt werden, findet gerade ein echter Heilungsprozess statt. In einem solchen Fall sind die Symptome von lebenswichtigen inneren Organen in Bereiche gedriftet, die natürlich nicht unwichtig sind, deren Erkrankung aber nicht mehr lebensbedrohlich ist. Wird die offenbar richtige Behandlung fortgeführt, werden schließlich auch die Erkältungssymptome verschwinden. Ganz anders stellt sich die Situation bei Patienten dar, deren laufende Nase mit Antihistaminika oder Antibiotika behandelt wird. Sie haben gute Chancen, massive Herzprobleme zu bekommen, indem die Symptome in die falsche Richtung gedrängt werden.

  • Symptomen, die in umgekehrter Reihenfolge in Erscheinung treten, wie sie sich einst entwickelt haben

Es ist ganz typisch, dass aus Hautproblemen später eine Lungenkrankheit wird, die auch das Herz in Mitleidenschaft zieht. Wenn dieser Patient aber gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip mit Heilmitteln behandelt wird, die exakt solche Lungenprobleme auslösen, anstatt diese mit Kortisonspray wegzudrücken, wird dessen Lebenskraft in die Lage versetzt, das eigentliche gesundheitliche Ungleichgewicht zu reparieren. Was dann passiert, ist, dass der Patient bei wiederhergestellter Lungenfunktion erst mal wieder seine Hautausschläge zurückbekommt, bis sich diese schließlich auch in Wohlgefallen auflösen.

Haben alle Beobachtungen den gleichen Stellenwert?

Die „Richtung der Heilung“ stellt zunächst einmal eine Richtschnur dar, an der sich Patienten und Ärzte grob orientieren können. In der Tat ist hierbei nicht jede beobachtete Entwicklung von gleicher Wertigkeit. Überdies treten die ersten Drei der oben genannten Punkte weniger häufig in Erscheinung, während der vierte Aspekt fast der Normalfall ist.

In vielen Fällen erfolgt während einer homöopathischen Behandlung eine ganz kontinuierliche Verbesserung bei allen Symptomen, ohne das überhaupt eine Beobachtung zu machen ist, die obigem Schema folgt. Dessen Wert besteht vielmehr darin, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eindeutig identifiziert werden kann, wenn sich die Symptome in der entgegengesetzten Richtung entwickeln, wie oben beschrieben. Dann ist klar, dass die begonnene Therapie eine falsche Wahl war.

Aber wie ging es eigentlich mit Joshua weiter?

Wie wir inzwischen gelernt haben, versucht die Lebenskraft stets, die Krankheit in die äußeren Bereiche des Körpers zu drängen, um die tieferen Bereiche, insbesondere die lebenswichtigen Organe zu schützen. Dieses Phänomen ist schon lange allgemein bekannt geworden durch die bedauernswerte Situation eines Erfrierenden. In diesem Fall entzieht der Körper gezielt sämtliche Wärme aus den Gliedmaßen und gibt diese der Erfrierung preis, um den Kern des Körpers doch noch so lange wie möglich warmhalten zu können.

Aus diesem Grunde kriegen viele Babys wie Joshua Hautprobleme, typischerweise Ausschläge oder Ekzeme eben gerade während ihrer ersten Lebensphase, wenn der kleine Körper noch um seine energetische Balance ringt beziehungsweise diese erst aufbaut.

Wenn derartige Hautreaktionen durch Cremes oder Steroide unterdrückt werden oder die Vitalität eines Menschen im Allgemeinen nachlässt, ist die Lebenskraft möglicherweise nicht mehr in der Lage, die eigentliche Krankheit durch die Haut nach außen zu drängen und muss sich sozusagen auf ein tiefer liegendes Organ stürzen, das gleich einem „Blitzableiter“ geradezu geopfert wird, um das Leben an sich noch erhalten zu können. Genau dies war bei Joshua abgelaufen, denn erst wegen der Unterdrückung seines Hautproblems mittels einer Kortisoncreme musste sich ein Asthma, das die Lebensqualität noch wesentlich stärker einschränkt, gleichsam folgerichtig entwickeln.

Wenn die Lebenskraft dadurch weiter in Mitleidenschaft gezogen wird oder auch die neuen Symptome wieder nach altbekanntem Muster unterdrückt werden, driftet die Krankheit in noch tiefer gelegene Bereiche ab und erreicht schließlich den Darm, die Nieren, das Herz oder sogar das Gehirn. Manchmal passiert dies sehr schnell, doch im Normalfall handelt es sich hierbei um einen langsamen, kontinuierlichen Prozess, ausgelöst durch mehrere hintereinander geschaltete Symptomunterdrückungen, die eine ständige Verschlechterung des Gesundheitszustandes und sehr seriöse chronische Erkrankungen zur Folge haben.

Zum Glück hatte Joshuas Mutter, noch bevor dies alles passieren konnte, doch einen Homöopathen zurate gezogen, der die gesundheitliche Katastrophe für das Baby abwendete. Eingesetzt wurde dazu ein homöopathisches Heilmittel, das in seiner Auswirkung auf gesunde Probanden exakt den physischen, mentalen und emotionalen Symptomen entsprach, die das Ungleichgewicht bei dem Baby hervorgerufen hatte.

Innerhalb von nur zwei Wochen hatte sich dadurch das Asthma ganz wesentlich verbessert, aber die Hautekzeme kamen zurück. Überaus besorgt wandte sich die Mutter nochmals an ihren Homöopathen, der ihr erklärte, dass es sich hierbei mitnichten um einen Rückschlag handele, sondern um ein sehr positives Zeichen der tiefen und nachhaltigen Heilung. In der Gewissheit, dass das Asthma nun bald gänzlich verschwindet und bald danach auch die Haut des Babys gesund sein wird, erhielt sie den guten Rat, geduldig abzuwarten und die Behandlung einfach nur konsequent fortzusetzen.

Genau so kam es dann auch, allerdings begleitet von einem kleinen Zwischenfall. Joshuas Vater hatte das Baby eines späten Abends gebadet, als die Mutter gerade nicht zu Hause war. Um Joshua dabei etwas zu belustigen, verwendete er eine ordentliche Portion einer Seifenlösung, die viele Blasen erzeugte. Doch innerhalb weniger Minuten breiteten sich Flechten und Ekzeme über den gesamten Körper des Babys aus. Da wusste sich der Vater nicht anders zu helfen, als ganz schnell wieder die Kortisoncreme aus dem Schrank zu holen. Wie erhofft verschwanden die Ausschläge nach wenigen Stunden. Aber am nächsten Tag war das Asthma mit voller Wucht zurückgekehrt.

Joshuas Mutter rief daraufhin sofort ihren Homöopathen an, der ihr erläuterte, dass das Seifenwasser die Haut des Babys sehr irritiert hatte. Die Anwendung der Kortisonsalbe war aber hochgradig kontraproduktiv, weil sie die Ausleitung über die Haut verhindert und die Krankheit wieder in Joshuas Lunge zurück dirigiert hat. Was der Vater in seiner Not gemacht hat, hätte wahrscheinlich genau dem Handeln entsprochen, wie jeder normale Hausarzt reagiert hätte. Insofern wurde die Mutter angehalten, weiterhin nur das richtige homöopathische Heilmittel einzusetzen, um Joshuas Lebenskraft zu stärken und so das Asthma zurückzudrängen, was aber zwingend mit der Rückkehr der Ekzeme verbunden sei. Letzteres müsse man unbedingt zulassen.

Genau so verlief die gesamte folgende Woche. Die homöopathische Behandlung wurde bei Joshua ganze zwei Monate lang konsequent fortgesetzt, woraufhin schließlich auch die Hautekzeme vollständig verschwanden. Heute ist Asthma bei Joshua überhaupt kein Thema mehr und das Kind sprüht vor Energie, sodass seine Eltern kaum noch hinter ihm herkommen.

Faktisch können auch potenzierte Heilmittel Symptome „unterdrücken“

In den letzten zwei Lektionen haben wir uns viel mit der Unterdrückung von Symptomen beschäftigt. Hoffentlich haben Sie daraus die Lehre gezogen, genau dies nicht mit Ihren Krankheitssymptomen zu machen. Doch bedenken Sie dabei auch, dass die Unterdrückung von Symptomen nicht nur ein Nachteil der Schulmedizin ist.

Da potenzierte Heilmittel völlig frei von chemischen Verbindungen und somit ohne toxische Nebenwirkungen sind, wie wir es von der konventionellen Medizin kennen, sind diese dennoch und sehr wohl in der Lage, Symptome zu unterdrücken, vorausgesetzt, sie erfüllen das Ähnlichkeitsprinzip. Genau darum wird es in der nächsten Lektion gehen, in der wir besprechen, worauf bei der Richtung der Heilung unbedingt zu achten ist. Denn es ist sehr wichtig, immer zu prüfen, ob das gewählte potenzierte Heilmittel tatsächlich den richtigen Weg zur Heilung eingeschlagen hat.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter dazu an:

Vor allem wenn Sie für den Erhalt der Homöopathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die “Politik” und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Homöopathie zu verbieten und / oder abzuschaffen!

Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt.

Unser Körper ist darauf ausgerichtet, sich selbst heilen zu können. Dazu braucht es im Wesentlichen eine gute Ernährung, sauberes Wasser und eine gesunde Umwelt. Aber viel zu oft versuchen wir Heilungsprozesse durch Behandlungen und Medizin zu beschleunigen. Sobald wir Krankheitssymptome behandeln, werden wir sie lindern, unterdrücken oder hoffentlich heilen.

Die Linderung

Hierbei geht es um das schnelle Nachlassen der Symptome, wenngleich dadurch nicht wirklich das zugrunde liegende Problem behoben wird. Das englische Wort „palliation“ ist von dem lateinischen Wort für „verbergen“ abgeleitet. Die Symptome werden also nur versteckt. Erreicht wird dies unter anderem durch Medikamente, Therapien oder Behandlungen. Die folgenden Beispiele sollen die Situation plausibel machen:

  • Der heftige Schmerz aufgrund eines verdrehten Fußgelenks lässt sich erst mal mithilfe eines Schmerzmittels eindämmen.
  • Eine träge Verdauung kann durch Kerzenstrauch (Senna) oder Früchte auf Trab gebracht werden.
  • Hautekzeme werden oft mit kortisonhaltigen Salben behandelt.
  • Chronisch kalte Füße können mit warmen Fußbädern verdrängt werden.

Das alles schafft zwar schnelle Linderung, aber die Symptome sind sofort wieder da, wenn die Behandlung ausgesetzt wird oder die Medizin zu Ende geht.

Die Unterdrückung

Wie bei der Linderung wird dadurch eine Abmilderung der Symptome, aber nicht das Ausmerzen des ursprünglichen Problems erreicht. Im Unterschied zur Linderung kann durch die Unterdrückung die Wiederkehr der Symptome gänzlich ausgeschaltet werden. Aber wohlgemerkt: Die Symptome sind dadurch nicht wirklich verschwunden. Stattdessen wurden sie noch viel weiter nach innen verfrachtet, wo sie sehr wahrscheinlich eine ganze Serie anderer Symptome auf einem noch seriöseren Niveau auslösen.

Dieser Punkt verlangt eine genauere Erklärung:

Im Grunde genommen ist es so, dass die Symptome für uns im Krankheitsfall geradezu überlebenswichtig sind, denn sie agieren wie ein Ventil, das den Überdruck durch das tief liegende Ungleichgewicht portionsweise, also kontrolliert entlässt. Würde es dieses Ventil nicht geben, würde sich das innere Ungleichgewicht immer weiter aufblähen.

Erzwungene oder häufige Unterdrückungen von Krankheitssymptomen fungieren wie ein fester Stöpsel in jenem Ventil. Das Ergebnis daraus können nur tief reichende Langzeitschäden der Gesundheit sein.

Jedes Mal, wenn sich der menschliche Körper in einem Ungleichgewicht befindet, versucht dessen Lebenskraft die Symptome in der am wenigsten belastenden Weise abzubauen. Was damit konkret gemeint ist, kennen die meisten Leser gut. Es ist in erster Linie unser größtes Organ (Oberfläche), die Haut, durch die hindurch der Körper Entgiftungen vorzunehmen versucht.

Die dabei entstehenden Flecken mit Kortisonsalbe zu unterdrücken, ist so ziemlich die kontraproduktivste Aktion, die man machen kann, weil dadurch vorprogrammiert ist, dass tiefer liegende Organe wie die Lunge oder Gelenke die Ventilfunktion übernehmen müssen. Im Ergebnis führt ein immer wieder unterdrücktes Hautekzem schließlich zu Arthritis oder Asthma.

Folgerichtig neigen dann viele Patienten und eben leider auch Ärzte dazu, das Asthma oder die Arthritis mit weiteren Medikamenten zu unterdrücken, wodurch die Symptome in noch tiefere Regionen vordringen müssen, das bedeutet, dass nun das Herz oder das Gehirn betroffen ist, weil die Lebenskraft natürlich weiter versucht, die Störung zu beheben und nun mal irgendein Ventil dazu braucht. Am Ende wird die ursprüngliche Erkrankung, also das Ungleichgewicht, nur in die Tiefe gedrängt, um dort als noch viel seriösere Erkrankung in Erscheinung zu treten.

Als passendes Beispiel dazu mag am Ende des Kapitels die Geschichte von Cassie dienen, die während ihrer Schwangerschaft stark unter Verdauungsstörungen litt.

Wer erkrankt ist, glaubt während der ersten Phase der Symptomunterdrückung meistens, dass es ihm schon wieder besser geht. Irgendwann ist es dann auch soweit: Das Ekzem, das so viel Sorge bereitet hat, ist endlich weg. Da weder die betroffene Person noch ihr Arzt versteht, wie Krankheit und Heilung wirklich funktionieren, ist zu diesem Zeitpunkt niemandem klar, dass sich der Gesundheitszustand nun immer weiter verschlechtert, denn mit der Zeit wird das ursprüngliche,  eher geringfügige Problem durch eine wirklich seriöse Erkrankung ersetzt.

Es tauchen nun ganz neue gesundheitliche Probleme auf, aber niemand kommt auf den Gedanken, dass diese in einem direkten Zusammenhang mit der vorangegangenen Erkrankung stehen. Stattdessen werden auch die neuen Symptome wieder künstlich weggedrückt mit der Folge, dass die Gesundheit des Patienten aktiv von seinem Arzt immer nachhaltiger zerstört wird.

Die Unterdrückung von Krankheitssymptomen schwächt und zerstört unsere Vitalität beziehungsweise Lebenskraft. Wir arbeiten damit genau dagegen an, was unsere Lebenskraft zu bewirken versucht. Es ist ja schlimm genug, dass unsere Vitalität mit zunehmendem Alter an Kraft verliert, aber mit der ständigen Unterdrückung von Symptomen gehen wir ihr zusätzlich ans Leder. Bald haben wir es auf diese Weise geschafft, dass die Lebenskraft gar nicht mehr dazu im Stande ist, unsere Gesundheit zu erhalten. Spätestens dann entwickeln sich chronische Krankheiten, die im Übrigen ebenfalls einen letzten Versuch der Lebenskraft darstellen, unser Leben zu erhalten.

Was uns unsere Krankheitsindustrie beschert, ist daher genau diese Situation: Unser Leben endet mit immer mehr Pillen bei gleichzeitiger Verschlechterung unserer Gesundheit und Lebensqualität, was aber auch etwas Gutes hat: So fällt uns der Abschied nicht so schwer!

Symptome als Wegweiser für die Heilung

Die Heilung muss also immer vom Körper selbst ausgehen. Medikamente, Behandlungen und Therapien sollten lediglich die Hürden bei der Heilung niederreißen helfen und den Körper zugleich zur Selbstheilung stimulieren und befähigen. Krankheitssymptome müssen wir als eine Art „Nebenwirkung“ des energetischen Kampfes auffassen, aber nicht zur Definition der Erkrankung heranziehen. Sie sind gewissermaßen die Wegweiser für die Heilung, die Auskunft darüber geben, wie der Körper bei seinen eigenen Heilungsanstrengungen unterstützt werden kann.

Symptom-Linderung beziehungsweise Unterdrückung ist also grundsätzlich der falsche Weg. Die wesentlich effektivere Methode, die Heilung zu unterstützen, liegt in einer Medizin oder Behandlung, die ausgerechnet solche Symptome hervorruft, die wir eigentlich beseitigen wollen. Das ist die Quintessenz dessen, was Hahnemann vor so vielen Jahren schon entdeckt hatte. Daher ist noch heute das Ähnlichkeitsprinzip das feste Fundament der Praxis in der Homöopathie, die darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte des Menschen zu stärken, damit dieser jegliche energetische Ungleichgewichte zum Wohle seiner Gesundheit und Lebenskraft schwungvoll beiseite räumen kann.

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den “5 Wundermitteln” ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Cassies Geschichte

Ich war im siebten Monat schwanger. Zuletzt litt ich unter starken Verdauungsproblemen und Gastritis in Kombination mit lautem Aufstoßen, wie es bei reichhaltigem, fettem Essen oder zu viel Eiscreme typisch ist. Um die damit verbundenen Magenschmerzen zu dämpfen, nahm ich Paracetamol ein, meistens vor dem Schlafengehen. Zwar konnte ich so einigermaßen schlafen, aber am nächsten Morgen waren meine Probleme wieder da.

Ich kaufte mir auch Natrontabletten, um die überschüssige Magensäure zu neutralisieren, die ich ebenfalls am Abend einnahm. Doch am nächsten Morgen war alles sogar noch viel schlimmer. Die Magenverstimmung ging in Durchfall über und schließlich übermannte mich eine totale Erschöpfung. Die säurebindenden Mittel nahm ich noch ein paar Tage ein. Zwar halfen sie tatsächlich etwas gegen die Magenprobleme, aber ich merkte, dass ich immer mehr davon brauchte und einnehmen musste. Es schien mir, als würden sie immer weniger wirken, weil meine Magenprobleme nur noch kurzzeitig verschwanden.

Nachdem sich die Symptome eine ganze Woche lang immer weiter verschlechtert haben, schaute ich in meinem homöopathischen Ratgeber unter den Stichworten Schwangerschaft und Verdauung nach und fand dort den Hinweis auf Pulsatilla (Küchen- oder Kuhschelle). Leider verschlechterte dies erst einmal all meine Symptome enorm. Mein Darm brannte geradezu zehn Minuten lang und ich musste dringend zur Toilette. Aber dann war glücklicherweise alles vorbei und kam auch nicht wieder. Ich glaube, ich habe mich selbst kuriert!

Unser Kommentar dazu:

Cassies Geschichte ist ein Paradebeispiel dafür, wie Magen-Darm-Probleme zunächst gelindert, dann unterdrückt und schlussendlich geheilt werden konnten, weil sie ein Heilmittel angewendet hat, das genau nachmachte beziehungsweise verstärkte, was ihr Körper die ganze Zeit versuchte zu tun.

Als Cassies Magenschmerzen am Anfang einsetzten, tat sie das, was die meisten in einer solchen Situation machen, wenn sie es nicht besser wissen: Cassie nahm Paracetamol-Tabletten gegen die Schmerzen, um besser schlafen zu können. Wir wissen, dass ein solches Schmerzmittel natürlich nicht dazu in der Lage ist, jene Symptome zu imitieren, unter denen Cassie gerade litt. Insofern konnte dieses Mittel prinzipiell keine Heilung herbeiführen, sondern lediglich eine chemische Kontrolle in der Art über ihren Körper ausüben, dass die Schmerzen für kurze Zeit unterdrückt wurden.

Zwar konnte Cassie dadurch nachts besser schlafen, aber am nächsten Tag kamen die Magenschmerzen wieder in vollem Umfang zurück, was sie dazu veranlasste, sich in der Apotheke ein säurebindendes Mittel (Antacid) zu besorgen. Auch dies führte zunächst dazu, dass Cassie in der Nacht einigermaßen schlafen konnte, aber was sie damit erreichte, war nur ein Zustand der Unterdrückung ihrer Symptome. Ihre Verdauungsprobleme wurden auf diese Weise ersetzt durch den seriöseren Durchfall im Verein mit totaler Erschöpfung.

Zum Glück verfügte Cassie über eine starke Lebenskraft, die in der Lage war, gegen diese Unterdrückung der Symptome anzukämpfen, denn noch immer versuchte die Lebenskraft gegen das Ungleichgewicht mit den harmloseren Symptomen der Verdauungsstörung vorzugehen. Doch Cassie machte es ihrer Lebenskraft nicht leicht, indem sie die Säure unterdrückenden Natrontabletten immer häufiger einnahm. Hätte sie in dieser Art und Weise weiter fortgefahren, wäre eines der folgenden Szenarien eingetreten:

Entweder wären ihre Verdauungsprobleme nachhaltig gegen eine viel schlimmere Erkrankung ausgetauscht worden oder, im Falle einer sehr starken Lebenskraft, das Ungleichgewicht hätte sich weiterhin durch Symptome von Verdauungsstörungen ausgedrückt, das heißt, die Medikamente hätten sich irgendwann als völlig wirkungslos erwiesen.

Allerdings wäre auch Cassies Baby Leidtragender des sich entwickelnden Dramas geworden, denn das, was auf Energie-Ebene mit Cassie passiert wäre, hätte ihr Baby sehr wohl massiv tangiert. Hätte Cassie ihre Verdauungsprobleme weiterhin „erfolgreich“ unterdrückt, wäre ihr Kind sogleich mit einem eigenen Ungleichgewicht geboren worden und hätte damit schon als Säugling lange zu kämpfen gehabt. Dies kommt übrigens leider sehr häufig so vor und wird unglücklicherweise nur in den seltensten Fällen erkannt.

Viele Eltern akzeptieren irgendwann die mehr oder weniger großen gesundheitlichen Probleme ihrer Babys beziehungsweise Kleinkinder als Schicksal. Doch in Wahrheit müsste das alles nicht sein. Cassie hatte großes Glück damit, dass sie sich in Homöopathie etwas auskannte. Zugleich wuchs sie und ihre Erkenntnis an und mit diesem Scheidepunkt, an dem sie sich so beherzt und konsequent entschied, das homöopathische Heilmittel Pulsatilla, das exakt zu ihren Symptomen passte, anzuwenden, gab sie ihrer Gesundheit wieder eine Chance.

Wenn Pulsatilla durch gesunde Probanden getestet wird, spüren diese exakt die bekannten Symptome, die man nach reichhaltigem, fettem Essen bekommt, wozu man auch große Portionen von Eiscreme rechnen kann. Daher wird das Heilmittel tatsächlich sehr häufig bei Verdauungsstörungen in Verbindung mit starkem Aufstoßen, insbesondere bei schwangeren Frauen, eingesetzt. Pulsatilla passte tatsächlich zu Cassies Symptomen wie die Faust aufs Auge. Gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip war Pulsatilla in der Lage, erstaunlicherweise schon nach einmaliger Einnahme das zu Grunde liegende Ungleichgewicht abzubauen und schließlich vollständig und nachhaltig ins Lot zu bringen.

Dadurch, dass das ursprüngliche energetische Ungleichgewicht durch ein ähnliches von Pulsatilla initiiertes Ungleichgewicht ersetzt wurde, konnte sich Cassies Lebenskraft sehr schnell erholen und die Gesundheit in dem Moment zurückgewinnen, als die Wirkung von Pulsatilla verschwand.

Aber warum haben sich Cassies Symptome sogar noch intensiviert, bevor die Heilung einsetzte? Es lag daran, dass sie eine zu hohe Dosis des Heilmittels eingenommen hatte. Wenn ein energiereiches Heilmittel die Symptome eines Ungleichgewichts mit seinen eigenen Merkmalen ersetzt, tangiert dies normalerweise lediglich die Energie-Ebene unseres Körpers, nicht aber unser physisches Empfinden. Insofern spürt der Patient in erster Linie, dass es ihm besser geht. Doch manche Menschen sind hier besonders sensibel und spüren es tatsächlich, wie die ursprünglichen Symptome durch die Auswirkung des Heilmittels verdrängt werden, bevor Letztere vollständig aus dem Körper verschwinden.

Das ist ein bekanntes Phänomen, das als homöopathische Verschlechterung beziehungsweise „Heilungskrise“ bezeichnet wird. Genau dies passierte im Fall von Cassie. Dieser Effekt ist aber eher etwas lästig als gefährlich und darf als positives Zeichen darüber gewertet werden, dass tatsächlich gerade das richtige Heilmittel zum Einsatz kommt und sehr bald eine Verbesserung eintreten wird. Um dieser Situation aus dem Weg zu gehen, kann man die Dosierung verringern oder auf eine Potenzierung mit höherem Verdünnungsgrad zurückgreifen.

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Dieser Beitrag wurde am 18.06.2022 erstellt.

Das Ungleichgewicht korrigieren

In der vorangegangenen Lektion haben wir erörtert, wie sich physische Symptome aus einem Ungleichgewicht der Bio-Energie des Körpers entwickeln können. In dieser Lektion geht es nun darum, wie ein solches Ungleichgewicht mit homöopathischen Heilmitteln wieder gerade gerichtet werden kann.

Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, stellte uns den Gesamtrahmen zum Verständnis der Sache bereit:

  • Krankheitssymptome werden grundsätzlich durch die Interaktion zwischen einem bioenergetischen Ungleichgewicht und der Lebenskraft des Körpers, die dagegen ankämpft, verursacht.
  • Das Ungleichgewicht kann ausschließlich durch ein energetisches Korrektiv zurückgedrängt werden. Medikamente auf chemischer Basis können sehr wohl Symptome unterdrücken, aber sie können nicht tief genug wirken, um das energetische Ungleichgewicht anzutasten.
  • Um die wahre Ursache der Erkrankung beseitigen zu können, muss ein Heilmittel zum Einsatz kommen, dessen Symptombild, das es bei einem gesunden Menschen auslöst, in möglichst guter Übereinstimmung mit den Symptomen des Erkrankten steht. Versucht man lediglich die Symptome des Ungleichgewichts zu unterdrücken, verschlimmert sich das energetische Problem des Betroffenen immer mehr, was schließlich zu einer sehr seriösen Erkrankung führen wird.
  • Gebraucht wird nun ein Heilmittel, das energetisch stärker ist als das zu behandelnde Ungleichgewicht, wobei wir wissen, dass das Potenzieren den Heilmitteln ihre nötige Energie verleiht.
  • Wenn ein Heilmittel, das zu den Symptomen passt, in ausreichender Potenzierung gefunden ist, wird es die ihm unterlegenen Symptome aus dem Ungleichgewicht abschwächen und zugleich ersetzen durch seine eigenen stärkeren Symptome, die aber nur sehr kurze Zeit Bestand haben. Dieser Prozess wird im Allgemeinen vom Patienten gar nicht wahrgenommen.
  • Die Lebenskraft ist nicht in der Lage, zwischen den Symptomen des Ungleichgewichts und jenen neuen Symptomen, die durch das passende Heilmittel hervorgerufen werden und Erstere verdrängen, zu unterscheiden. Daher werden nun die neuen, dominanten Symptome nach und nach angenommen.
  • Mit der erfolgreichen Bekämpfung der überprägten, stärkeren Symptome verschwindet zugleich die verursachende Erkrankung.
  • Damit wird auch die Lebenskraft von den ursprünglichen Symptomen aus dem Ungleichgewicht herrührend befreit. Mit dem Verschwinden der Symptome des Heilmittels kann sie sich endlich wieder erholen, was mit dem Freilassen einer zusammengepressten Feder vergleichbar ist. Damit erlangt die Person ihre Gesundheit zurück.

Im Grunde passieren zwei Dinge: Die Symptome aus dem Ungleichgewicht werden immer weiter ausgedünnt und gleichzeitig durch die Symptome aufgrund des richtigen Heilmittels ersetzt. Parallel dazu erholt sich die Lebenskraft und das gesundheitliche Gleichgewicht wird wieder voll hergestellt.

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Doch mit zunehmendem Alter schwächt sich unsere Vitalität ab. Die Ungleichgewichte werden stärker und es entwickeln sich chronische Erkrankungen, die unsere ohnehin vorhandenen akuten Erkrankungen noch ergänzen. In dieser Situation reicht natürlich eine einmalige Anwendung eines Heilmittels nicht mehr aus, wenngleich dies die Symptome eines Ungleichgewichts in manchen Fällen kurzfristig abmildern kann, was auf eine inzwischen schon etwas schwerfällige Antwort der Lebenskraft zurückgeführt werden kann.

In der Folge kehrt das Ungleichgewicht mit voller Wucht zurück, sobald die Wirkung des Heilmittels abgeklungen ist. In dieser durchaus normalen Situation sind logischerweise wiederholte Gaben nötig, um die Person über einen längeren Zeitraum erneut dazu anzuregen, in einen gesunden Zustand zurückzufinden, in etwa in der Weise, wie es später beim zweiten Fall von Alex beschrieben wird.

„Lass die Muskeln spielen“

An dieser Stelle sind wir endlich so weit, dass wir die Lebenskraft wie einen Muskel auffassen können. Jeder schwache Muskel wird bekanntlich durch Training stark. In gleicher Weise lässt sich auch eine erschlaffte Lebenskraft durch wiederholte Einnahmen von Heilmitteln wieder stärken. Jedes Mal, wenn sie sich mit einem Heilmittel auseinandersetzen muss, wird sie daraus etwas gestärkt hervorgehen. Und jedes Mal, wenn die Lebenskraft einen solchen Schub nach vorne erfährt, hält die Gesundheit etwas länger an.

Mit etwas Glück erreicht sie dadurch einen Grad der Stärke, um eine permanente Verbesserung der Gesundheit erhalten zu können. Dann sind weitere Dosen des Heilmittels nicht mehr erforderlich, denn die Person ist quasi auf Dauer gegen ihr vormaliges Gesundheitsproblem gewappnet. Wie schnell das am Ende wirklich realisiert werden kann, hängt von drei Dingen ab:

  • ursprüngliche Stärke der Lebenskraft
  • Grad des gesundheitlichen Ungleichgewichts
  • Ähnlichkeit zwischen Krankheitssymptomen und den Auswirkungen des Heilmittels

Wie oben bereits erwähnt, kann die Gesundheit zuweilen schon durch eine einmalige Einnahme des richtigen Heilmittels in vollem Umfang wiederhergestellt werden, vorausgesetzt, die Kombination obiger Punkte lässt dies zu. Im Allgemeinen sind aber längere Serien der Anwendung des Heilmittels erforderlich.

In manchen Fällen können sich die durch das energetische Ungleichgewicht verursachten Symptome während der Behandlung verändern, weil ja das Heilmittel das Ungleichgewicht positiv beeinflusst. In diesen Fällen stimmen dann die Symptome des verschobenen Ungleichgewichts mit jenen des Heilmittels nicht mehr überein, wodurch keine weitere Verbesserung mehr erzielt werden kann.

Das bedeutet, dass ein anderes Heilmittel gesucht und gefunden werden muss, dass besser zu den aktuellen Symptomen passt, um die Gesundheit vollends herstellen zu können. Da bleibt es nicht aus, dass manchmal mehrere Mittel über einen längeren Zeitraum ausprobiert werden müssen. In der Geschichte von Renae (Fall 3) wird dies zum Beispiel recht deutlich.

Aber wie funktioniert Homöopathie wirklich?

Kurz gesagt: Eigentlich weiß das niemand. Obwohl wir in der Praxis die bisher erläuterten Phänomene immer wieder und in einem wissenschaftlichen Sinne reproduzierbar beobachten und feststellen können, sind die dahinterstehenden Mechanismen gänzlich ungeklärt. Zwar beschäftigen sich mit dieser Frage viele Wissenschaftler mit Hochdruck, aber es gibt in der Tat noch keine Messinstrumente, die empfindlich genug sind, um homöopathische Potenzierungen und die hier relevanten Energie-Niveaus überhaupt aufzeichnen zu können.

Was wir wissen, ist, dass bestimmte „Informationen“ oftmals von einer Substanz auf die andere übertragen werden können. Vielleicht ist das ein bisschen vergleichbar mit einem elektrischen Strom, der in einem ganz anderen Leiter eine Spannung induzieren kann (Induktionsgesetz), oder mit einem Magneten, der Magnetismus auf eine Büroklammer überträgt, wenn sie eine Zeit lang an ihm haftete.

Durch das Potenzieren wird die Fähigkeit einer Substanz, bestimmte Symptome auszulösen, auf eine Flüssigkeit beziehungsweise auf Globuli, die daraus produziert werden, übertragen. Am Ende verschreibt der Homöopath das Heilmittel gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip, um so bestimmte Informationen auf sichere Art und Weise in den lebenden Organismus zu übertragen und dort die Selbstheilungskräfte in Gang zu setzen. Nicht mehr und nicht weniger ist in den letzten 200 Jahren segensreich abgelaufen und wir dürfen sehr wohl davon ausgehen, dass die Homöopathie auch in Zukunft unzähligen Menschen Heilung bringen wird.

Fall 1 – Krank um Mitternacht

Der dreijährige Kade wachte plötzlich kurz nach Mitternacht schreiend auf. Er war sehr erregt, ängstlich und total unruhig. Gleich beim ersten Anblick wusste seine Mutter, dass Kade krank ist. Eine Wange war stark gerötet, seine Haut fühlte sich trocken und heiß an und seine Mandeln waren rot angeschwollen. Das Fieberthermometer zeigte sogleich 39,6 Grad an.

Die Mutter nahm ihren Leitfaden für häusliche Krankheitsbehandlungen zur Hand und gab ihrem Kind eine empfohlene Dosis des homöopathischen Heilmittels Aconitum. Sogleich innerhalb von zehn Minuten ging Kades Fieber etwas zurück, wobei er aber schweißgebadet war. Seine Mutter trocknete ihn behutsam ab und setzte sich zu ihm, während er sich unter seiner Bettdecke einkuschelte. Nach circa 20 Minuten fand Kade wieder in seinen tiefen Schlaf zurück. Am nächsten Morgen stand er ganz normal auf und spielte mit seinen Sachen, als sei nie etwas gewesen.

Unser Kommentar dazu:

Kades Mutter hat alles richtig gemacht. Aconitum ist immer sehr nützlich in den Anfängen einer Krankheit, insbesondere dann, wenn es um die sehr schnelle Entwicklung von Symptomen geht, die mit Ruhelosigkeit und Angst einhergehen. Alle Symptome, die Kade zeigte, ähneln jenen der gesunden Probanden, die Aconitum verabreicht bekommen. Seine schnelle Genesung schon nach der ersten Einnahme des Mittels zeigt, dass das Kind eine starke Lebenskraft hat und dass das Heilmittel gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip genau richtig gewählt war.

Fall 2 – heiß, juckend und quälend

Bei dem 36 Jahre alten Alex lag ein ganzes Konglomerat von Symptomen vor. Da waren diese elenden Schlafstörungen, sein schlechter Atem und das Sodbrennen im Verein mit den störenden Blähungen und dann auch noch diese brennenden Hämorrhoiden. Husten und Schnupfen waren bei ihm allgegenwärtig und im Frühjahr bis in den Sommer hinein wurde er immer wieder von intensivem Heuschnupfen gequält, der sich oft bis zum Asthma steigerte.

Seine Haut war viel zu trocken und es plagte ihn ein ständiger starker Juckreiz. Sogar seine Mundwinkel rissen immer wieder auf. Ohne die Kälte jemals zu spüren, schob Alex seine Füße nachts stets aus seiner Bettdecke heraus, um sie zu kühlen, sogar im Winter. Er liebte scharfe Speisen und alle Süßigkeiten. Auf der mental-psychologischen Ebene lag bei ihm eine geradezu lähmende Angst vor der Höhe und vor dem Tod vor. Die meisten dieser Symptome begleiteten ihn schon seit seiner Kindheit.

So ein ganzes Bündel an langjährigen Symptomen erfordert meistens mehrere Gaben homöopathischer Heilmittel. In diesem Fall war es Schwefel (Sulphur) in gestaffelten Potenzierungen, die ihm drei Monate lang verabreicht wurden, um alle seine Symptome schließlich vollständig zu beseitigen.

Unser Kommentar dazu:

Es war gleichsam eine glückliche Fügung für Alex, dass all seine Symptome jenen sehr ähnlich sind, die die Prüfer beim Testen von Sulphur erfahren. Insofern war es relativ leicht, das passende Mittel zu verschreiben und Alex „antwortete“ wirklich schnell auf die Behandlung, indem manche Symptome schon nach der ersten Dosis zurückgingen. Jedes Mal, wenn die Besserung stagnierte oder sogar eine erneute Verschlechterung zu verzeichnen war, wurde auf eine andere Potenz umgestellt.

Daher waren am Ende vier verschiedene Potenzierungen und eine Behandlungsdauer von drei Monaten erforderlich. Andererseits entwickelten sich während der Behandlung auch keine weiteren Symptome, das heißt, es waren neben Schwefel keine zusätzlichen Heilmittel erforderlich. Heute ist Alex symptomfrei und muss auch keinen Schwefel mehr einnehmen.

Fall 3 – Gleich ein ganzer Blumenstrauß hartnäckiger Symptome

Renae suchte wegen ihres chronischen Erschöpfungssyndroms (chronic fatigue syndrome) und ständiger Panik-Attacken Rat in einer homöopathischen Praxis. Die extreme Müdigkeit war offenbar die Folge einer Speicheldrüsen-Infektion (cytomegalovirus infection), die sie schon vor zehn Jahren durchgemacht hatte. Ihre aktuellen Symptome waren Schmerzen im Bereich der Leber, starke Blähungen, Hautprobleme, Sehstörungen, Nasenbluten, Zittern, hohe Empfindlichkeit gegen bestimmte chemische Stoffe und sie litt häufig unter trockenem Husten.

Ihr permanent trockener Mund erschwerte zudem das Sprechen und Schlucken. Zwar hatten sich im Laufe der Zeit schon einige dieser Symptome verbessert, aber in der Summe fühlte sich Renae nun so ausgebrannt, dass sie morgens gar keinen Antrieb mehr hatte, aus dem Bett aufzustehen.

Aktuell waren es vor allem Ängste, die sich immer wieder zu Panik-Attacken steigerten, und Depressionen, die Renae behelligten. Trotz der großen Müdigkeit war Renae innerlich extrem aufgewühlt und voller „nervöser Energie“. Dass intensives Arbeiten ihren Grad der Erschöpfung schnell ansteigen ließ, war unter diesen Umständen nicht verwunderlich.

Hinzu kam auch noch Morbus Bowen (Dermatosis praecancerosa Bowen), eine krustenbildende Vorstufe von Hautkrebs. Die damit verbundenen Ausbrüche konnte sie aber regelmäßig mit einer Creme unterdrücken.

Die ausführliche Schilderung ihrer vielen unterschiedlichen Symptome führte schließlich zu der Entscheidung, ihr das homöopathische Heilmittel Sepia zu verabreichen. Während der folgenden sechs Wochen nahm sie das Mittel regelmäßig und häufig ein. Dann fühlte sie sich endlich besser, indem sie wieder über mehr Energie verfügte. Zwar waren ihre Ängste noch nicht vollständig verschwunden, aber doch deutlich abgeflaut.

Ihre starken Blähungen waren weitestgehend zurückgegangen, so auch das Zittern und die unangenehme Trockenheit im Mund. Als negative Folge der Behandlung hatte sich eine deutliche Darmträgheit entwickelt und ihre Ängste haben sich verschoben in Richtung Flugangst und einer Phobie gegen Krankenhäuser. Auslöser hierfür waren offensichtlich die Planung einer Fernreise und die Tatsache, dass ein Freund von ihr gerade operiert werden musste.

Da Sepia mit diesen neuen Symptomen nicht in guter Übereinstimmung steht, erfolgte ein Wechsel auf Calcarea carbonica. Es sollte noch weitere neun Wochen dauern, bis sich auch Renaes neue Ängste verflüchtigten. Sie selbst drückte es trefflich so aus, dass sie nun „keine Nüsse mehr im Kopf“ hat. Ihren Urlaub fand sie jedenfalls fantastisch und selbst der lange Flug hatte sie nicht mehr weiter beunruhigt.

Ihre Abneigung gegen Krankenhäuser hatte sie überwunden, sodass es ihr gar nichts ausmachte, ihren Freund dort mehrfach zu besuchen, der im Falle späterer Komplikationen ebenfalls mal ihre Arztpraxis aufzusuchen gedachte. Außerdem hatte sich Renaes Verdauung deutlich verbessert und ihre ständig kalten Hände und Füße waren endlich besser durchblutet.

Doch noch erlebte sie ihre innere Ruhelosigkeit, was ihr nach wie vor hartnäckige Schlafstörungen bescherte. Ihr Hautproblem, das mit zum Teil großflächigem Verlust der äußeren Epidermis verbunden war (scaling skin), hatte sich sogar verschlechtert, indem es gleich zu mehreren Ausbrüchen gekommen war. Und zuletzt führte eine wässrige Flüssigkeit, die ihr aus der Nase lief, zu einem Abschälen der Haut im Bereich von Nase und Oberlippe.

Diese neuerliche Symptomlage machte nun die Einnahme von Arsenicum iodatum erforderlich. Aber schon nach einer Woche vermeldete Renae voller Begeisterung, dass sich die Krusten von der Haut gelöst haben und eine Heilung eingetreten ist, wie sie es noch nie erlebt hat. Seit dieser Zeit verbesserte sich ihre Situation kontinuierlich. Arsenicum iodatum musste sie nur noch sporadisch einnehmen, wenn die Besserung stagnierte oder leichte Symptome zurückkamen.

Unser Kommentar dazu:

Wie Renae im Laufe der Behandlung die Heilmittel wechseln musste, ist ein gutes Beispiel dafür, dass die verwendeten homöopathischen Mittel immer wieder sorgfältig und sensibel an die sich ändernden Symptome angepasst werden müssen. In Renaes Fall hätte das erste Heilmittel auch nicht in unterschiedlichen Potenzierungen das vorliegende Ungleichgewicht vollends ins Lot bringen können. Stattdessen war eine ganze Serie passgenauer Verschreibungen erforderlich, damit Renae nun endlich ein glückliches, produktives Leben führen kann.

 

Abschließend zum besseren Verständnis noch zwei einprägsame Analogien:

Wie eine Verstärkung, die einer kämpfenden Kavallerie zur Hilfe eilt, kann die Lebenskraft durch ein Heilmittel gestärkt werden, das selbst jene Symptome auslöst, die ein Patient gerade aufgrund eines gesundheitlichen Ungleichgewichts erfährt.

Das homöopathische Heilmittel ist gleich einem Spiegel, der der Lebenskraft zeigt, in welcher Zwangsjacke sie steckt. Geradezu schockiert darüber, was sie da zu sehen bekommt, nimmt sie ihre ganze Kraft zusammen, um sich davon zu befreien.

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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt.

Was ist die Lebenskraft und was bewirkt sie?

Bisher wurde klar:

  • Schon die Bezeichnung Homöopathie beschreibt gut, worum es geht. Sie setzt sich aus zwei griechischen Worten zusammen, die in etwa aussagen „gleichartiges Leiden“.
  • Durch das Testen von Substanzen an gesunden Personen werden bestimmte Symptome offenkundig.
  • Bei kranken Menschen, so auch Tieren, treten vergleichbare Symptome auf.
  • Wenn die Symptome, die eine Substanz bei gesunden Menschen auslöst, jenen bei einer erkrankten Person entsprechen, dann eignet sich diese Substanz gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip dafür, die Selbstheilungskräfte des kranken Menschen zu aktivieren.
  • Alle Substanzen, die in streng homöopathischer Weise hergestellt und verwendet werden, gelten als Heilmittel.
  • Manche Heilmittel werden direkt in ihrem ursprünglichen chemischen Aufbau verabreicht. Die meisten werden aber durch Potenzieren in eine submolekulare Form überführt, die absolut frei von Chemikalien und deren mögliche Nebenwirkungen ist.
  • Die potenzierten Heilmittel verfügen gegenüber ihren Basisstoffen über viele Vorteile. Sie können zum Beispiel niemanden vergiften und auch nicht mit anderen Medikamenten wechselwirken. Zudem sind sie einfach und kostengünstig zu produzieren und heilen den Menschen in der Tiefe.

Doch diese Zusammenfassung lässt natürlich eine Frage offen: Wenn es nicht chemische Stoffe sind, die die homöopathischen Mittel zu Heilmitteln machen, auf welcher Grundlage können diese dann überhaupt wirken? Um dies zu verstehen, müssen wir uns mit dem Begriff der Lebenskraft näher auseinandersetzen.

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Unsere Gesundheit im Blickwinkel der Lebenskraft

Alle Lebewesen sind mit einer integralen Kraft ausgestattet, die ihr Leben managet und bestimmt. Dies gilt gleichermaßen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Bei dieser Kraft handelt es sich um eine Energieform, auf der alle biophysikalischen und biochemischen Prozesse basieren. Diese Energie macht den großen Unterschied zwischen lebender und toter Materie aus.

In der Geschichte gab man dieser treibenden Kraft viele Namen und beschrieb sie auch in ganz unterschiedlichen Weisen. Im englischsprachigen Raum wird sie als „immanente Intelligenz“, „Lebensprinzip“, „Lebenskraft“, „Vitalität“, „Dynamis“ (Vermögen zur Herbeiführung von Veränderungen), „regulative Kraft“ oder „Lebensenergie“ umschrieben. In anderen Kulturen finden wir die Begriffe Qi, Chi, oder Prana. Der Begründer der Homöopathie, Hahnemann, hatte sich hierbei für die Lebenskraft entschieden.

Die Lebenskraft ist eine Energie, die die Lebewesen zur Selbstheilung und/oder zum Überleben durch Anpassung an die Veränderungen der Umwelt befähigt. Beim Menschen vereint und bündelt die Lebenskraft die verschiedenen körperlichen Systeme beziehungsweise Funktionen zu einem großen harmonischen Ganzen, vergleichbar mit einem Dirigenten, der die verschiedenen Akteure eines Orchesters so passgenau zusammenführt, dass erhabene Musik daraus ersteht.

Lebenskraft versus Krankheit

Wenn eine Pflanze oder ein Tier erkrankt, sich nicht wohlfühlt, schauen wir zunächst auf die äußeren, erkennbaren Symptome, um dadurch einen Hinweis auf die Ursache zu finden. Doch in Wirklichkeit sind ja die Symptome nur eine sekundäre Veränderung beziehungsweise das Produkt viel tiefer liegender Störungen. Einmal abgesehen von einer plötzlichen Verletzung entwickeln sich die Symptome einer Krankheit aus einer Störung oder Unterbrechung des Energieflusses der Lebenskraft.

Solche Unterbrechungen können durch mentale Schockzustände wie tiefe Trauer, extreme Sorge, Terror, große Enttäuschung, aber auch durch begeisterte Freude ausgelöst werden. Dagegen rühren physische Schockzustände von starken Infektionen, Kontakt zu giftigen Stoffen, Traumata, Unter- oder Fehlernährung oder körperlicher Überbeanspruchung her.

Wenn die Kontinuität der Lebensenergie durch einen dieser Schocks unterbrochen wird, kommt es zu einem Kampf, um die innere Balance wieder erstarken zu lassen, denn das oberste Gebot ist es, das Leben zu erhalten. Durch bestimmte Anzeichen und Symptome weist uns die Lebenskraft auf einen solchen bestehenden inneren Kampf hin. Wir sehen in diesen Momenten nicht die wirklichen Störungen, sondern lediglich die Folgen des Kampfes.

Bei akuten Gesundheitsproblemen wie Infektionen, Magen-Darm-Katarrh oder Kopfschmerzen schafft es unsere Lebenskraft in aller Regel, dass wir uns wieder erholen. Doch in manchen Fällen gelingt es ihr eben nicht, die Balance wiederherzustellen, was am Ende sogar den Tod bedeuten kann. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, dass sich akute Gesundheitsprobleme langsam aber sicher in eine chronische Erkrankung wandeln.

Chronische Krankheiten können sich also aus nicht ausgeheilten akuten Problemen ergeben oder eine direkte Folge mentaler, emotionaler oder physischer Verletzungen, die ja einen Teil unseres Lebens ausmachen, sein. Die Liste der chronischen Krankheiten ist unüberschaubar lang und wird vor allem angeführt von Lungenleiden, Verdauungsproblemen, Hautirritationen und den verschiedenen Ausprägungen der Arthritis.

Anders als akute Probleme bleiben chronische Erkrankungen immerzu bestehen und verschlimmern sich mit zunehmendem Alter des Betroffenen, bis schließlich aufgrund eines plötzlichen, zusätzlichen akuten Ereignisses der Tod eintritt. Das bedeutet ehrlicherweise, dass die meisten Menschen aufgrund einer langfristigen Zerstörung des Gewebes durch eine oder sogar gleich mehrere chronische Krankheiten sterben.

Während also das akute gesundheitliche Ungleichgewicht durch die Lebenskraft überwunden werden kann, wird die chronische Erkrankung von der Lebenskraft lediglich in Grenzen gehalten. Sie ist damit unter Umständen das ganze Leben lang schwer beschäftigt.

Daher an dieser Stelle noch einmal der Hinweis: Wir neigen ständig dazu, die Symptome und die eigentliche Krankheit zu verwechseln. In Wahrheit sind die Symptome aber eine Art Abfallprodukt eines tief liegenden energetischen Kampfes im Körper. Dennoch liefern sie uns sehr wichtige Informationen darüber, wie wir unserer Lebenskraft in optimaler Weise helfen können, um unseren „State of Health“ in vollem Umfang zu rehabilitieren. Wie wir das genau schaffen und welche Rolle die Homöopathie dabei spielt, das erfahren Sie in der nächsten Lektion.

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Dieser Beitrag wurde am 21.06.2022 erstellt,

Im Jahr 2015 gab es eine kleine Sensation. Denn die Medien konnten vermelden, dass jetzt in Australien definitiv bewiesen worden war, dass Homöopathie vollkommen wirkungslos sei. Die Nachrichtenseiten überschlugen sich förmlich, wie zum Beispiel CBS News [1].

Hier bekommen wir zu lesen, dass vor allem prominente Persönlichkeiten auf Homöopathie schwören, bei der Behandlung von verdächtig vielen Erkrankungen von Akne über Migräne bis zu Atemwegserkrankungen. Schon allein diese Vielfalt könnte ein Grund sein, hier etwas genauer hinzusehen.

Danach erfolgt der Paukenschlag: es gibt einen neuen Report von der „National Health and Medical Research Council (NHMRC) in Australia“ unter Einbeziehung eines links, der zu diesem neuen Report führt. Demzufolge sollen Hunderte von Studien zusammenfassend untersucht worden sein, die die Effektivität der Homöopathie untersucht hatten. Das Ergebnis war niederschmetternd: es gibt keinen zuverlässigen Hinweis auf eine Effektivität dieser Behandlungsform.

Diese kurze Zusammenfassung steht stellvertretend für viele derartige Berichte. Ebenso stellvertretend scheint es auch zu sein, dass die Form der Quellenangabe so zuverlässig ist wie der Bericht selber: Der eben zitierte Link zu diesem Report aus Australien führt ins Nirgendwo (toter Link). Da fragt man sich, ob diese Art von Berichte über die Homöopathie mit toten Links ein Zeichen dafür sein könnte, dass man hier mit hochverdünnten Wahrheiten laboriert, die die Verdünnung homöopathischer Präparate in den Schatten stellen?

Im Jahr 2014 hatte die NHMRC eine Webseite [2] erstellt, auf der sie ihren Review vorstellt und Leser auffordert, Arbeiten zur Effektivität der Homöopathie zu diesem Review beizutragen. Nach Ablauf der Eingabefrist schien dieser Beitrag erweitert worden zu sein, und zwar um die Ergebnisse dieses Reviews. Auch hier gibt es einen Link, der auf den Review führt beziehungsweise führen soll. Klickt man diesen Link, wird man wieder einmal ins Nirgendwo geführt.

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Warum fehlen Links zu einem überzeugenden Review?

Es gibt einen Hintergrund. Und der scheint politisch motiviert zu sein. Im Jahr 2012 initiierte der damalige Finanzminister eine Art Sparprogramm, in dem unter anderem vorgesehen war, Gelder einzusparen, indem Zuschüsse zu natürlichen Therapien (nicht nur die Homöopathie) gestrichen werden würden. Die Gesundheitsbehörden wurden daraufhin beauftragt, einen Review durchzuführen und zu beaufsichtigen, der natürliche Therapien unter diesem Aspekt beurteilt. Ziel war die Rechtfertigung der Einsparungen. Der Review selbst beinhaltete keine eigene Forschung. Es wurden auch keine Experten für natürliche Therapien mit einbezogen. Es wurden auch keine Originalarbeiten aufgenommen, keine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt und keine Sicherheits- und Qualitätsanalysen durchgeführt. Aber was wurde denn dann durchgeführt?

Die NHMRC hatte bemerkenswerterweise im Jahr 2012 bereits einen Homöopathie-Review durchgeführt, der angeblich in den zweiten Review jetzt mit aufgenommen wurde, um doppelte Arbeit zu vermeiden. Darüber hinaus waren noch 16 weitere, ähnlich gelagerte Reviews mit anderen alternativen Therapieformen in der Planung.

Inzwischen haben eine Reihe von australischen Organisationen eine offizielle Untersuchung [3] dieses Reviews initiiert: Complementary Medicines Australia (CMA), the Australian Homoeopathic Association (AHA), Australian Traditional Medicine Society (ATMS) und Homeopathy Research Institute (HRI).

Und diese Untersuchung entdeckte ein gediegenes Maß an Unregelmäßigkeiten.

Zu viele Gründe, der NHMRC zu misstrauen:

  1. Der Review, der 2015 veröffentlicht worden war, war bereits die zweite Version.Zu diesem Zeitpunkt hatte der NHMRC verheimlicht, dass es einen Review bereits gegeben hatte, der im Juli 2012 fertiggestellt, aber nie veröffentlicht wurde. Der erste Review war zwischen April und August 2012 durchgeführt worden. Inzwischen wurde bekannt, dass nur wenige Tage nach der Fertigstellung einer vorläufigen Fassung des Reports durch eine beauftragte Firma deren Kontrakt aufgelöst wurde. Die Existenz dieser ersten Fassung, die den australischen Steuerzahler 800.000 australische Dollar gekostet hat, wurde nie bekannt gegeben, ebenso die Verwendung der Steuergelder für diese Studie. Inzwischen gibt es eine Initiative, die über eine Petition weltweit die Herausgabe dieses ersten Reviews fordert. Die Webseite, unter der Sie sich an dieser Petition beteiligen können, ist: NHMRC Homeopathy – Release The First Report.Wie es aussieht, waren die Ergebnisse des ersten Reviews nicht das, was man sich in den Politiketagen des australischen Gesundheitsministeriums erhofft hatte.
  2.  Der erste Review war von einer angesehenen und erfahrenen Firma in Sachen Erstellung von Studien, Analysen und Reviews durchgeführt worden. Die Firma hatte bereits zuvor für den NHMRC gearbeitet und eine Reihe von anerkannten Arbeiten im Bereich der Beurteilung von gesundheitlich relevanten Zusammenhängen abgeliefert. Die rasche Kündigung steht dazu im vollkommenen Widerspruch. Hier drängt sich noch einmal der Verdacht auf, dass die zuverlässigen Ergebnisse dieser Firma nicht ins Konzept seiner Auftraggeber passte.
  3.  Die zweite Version des Reviews begann mit einer besonders fragwürdigen Aktion. Das Studienprotokoll dieses Reviews wurde im Dezember 2012 festgelegt. Es wurde jedoch nie veröffentlicht. Inzwischen war eine neue Firma mit der Erstellung des zweiten Reviews beauftragt worden. Diese Firma beendete ihre Literaturrecherche im März 2013 unter der Vorgabe dieses Studienprotokolls. Zwischen April und Juli 2013 jedoch bildete der NHMRC eine spezifische „Untergruppe“, deren Aufgabe es war, dass bereits erstellte Studienprotokoll Schritt für Schritt neu zu konzipieren. Die daraufhin erfolgten Veränderungen sind ebenfalls nie veröffentlicht worden, obwohl die beauftragte Firma diese in ihrem Übersichtsbericht mit aufgenommen hatte.
  4. Der Gebrauch von willkürlichen Kriterien, die zudem im Nachhinein aufgestellt und eingesetzt wurden.Der NHMRC benutzte eine Methode, die zuvor niemals in Anwendung gebracht worden war, weder von Wissenschaftlern oder Regierungsstellen. Sie hatte nämlich festgelegt, dass Studien, die als aussagekräftig angesehen werden können, mindestens 150 Teilnehmer aufzuweisen hätten und 100 Prozent auf der „Jadad-Skala“ aufzuweisen haben. Diese Skala ist ein Bewertungsschema, um die Qualität von Studien zu analysieren. Die Skala besteht aus fünf Punkten:A) Ist die Studie randomisiert?
    B) War die Randomisierung sachgerecht?
    C) Handelt es sich um eine doppelblinde Studie?
    D) War die Verblindung sachgerecht?
    E) Wurden Drop-outs begründet?Studien, die weniger als drei Punkte aufweisen, gelten gemeinhin von schlechter Qualität. Die NHMRC jedoch bestand als Auswahlkriterium auf einer Wertung von 100 Prozent (5/5).

    Diese neuen Kriterien sind im Juli 2013 eingeführt worden, also sieben Monate nach Verabschiedung des ursprünglichen Studienprotokolls. Diese Veränderungen sind nie protokolliert worden, obwohl dies ein unbedingtes Muss bei der Erstellung und Durchführung von Studien und Reviews ist, um willkürliche Einflüsse und Vorurteile/Voreingenommenheit zu vermeiden.

    Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind ebenfalls nicht protokolliert worden. Mit Einführung dieser neuen Kriterien „überlebten“ nur fünf Studien die ursprünglich analysierten 176 Arbeiten.

    Eine dieser fünf Arbeiten zeigte ein positives Ergebnis, wurde aber aus dem Bericht ausgeschlossen, sodass jetzt nur noch vier Arbeiten das bewiesen, was bewiesen werden sollte. Um diesen „Verlust“ auszugleichen, wurde kurzerhand eine fünfte Studie mit negativen Ausgang hinzugefügt, die aber nicht zum Fundus der 176 ursprünglichen Studien gehörte.

    Es ist auch nur schwer nachzuvollziehen, warum eine Teilnehmerzahl von 150 Patienten in einer Studie notwendigerweise den Aussagewert bestimmt. Es gibt eine Unzahl an Studien mit weitaus weniger Teilnehmern, die in renommierten Journalen veröffentlicht worden sind. Und selbst der NHMRC veröffentlicht regelmäßig Studien mit weitaus weniger Teilnehmern als die geforderten 150. Dieses Ausschlusskriterium ist eine willkürliche Erfindung zum Zweck dieses Reviews.

    Im Jahr 2018 musste dann der NHMRC bei der Überprüfung durch den Senat [4] eingestehen, dass sie keine anerkannten wissenschaftlichen Methode zur Überprüfung ihrer Fragestellung zum Einsatz gebracht hatte. Dies galt sowohl für die Untersuchungen zur Homöopathie, als auch für Untersuchungen für natürliche Heilmethoden.

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  5. Die Auftragsfirma scheint keine Originalstudien als Grundlage für ihre Beurteilung genommen zu haben – eine absolut neue Vorgehensweise. Anstelle dessen wurden Sekundärquellen (Metaanalysen, systematische Reviews etc.) zur Hilfe genommen, die zum überwiegenden Teil (88 Prozent) von geringer Qualität waren. Grund dafür waren fehlende Daten, ungenaue Angaben von Studiendaten, zum Beispiel Größe der Teilnehmerzahl etc. Als Grund gab der NHMRC an, Zeit und Geld zu sparen.Und wo die Qualität einer Studie nicht ersichtlich war (was Sekundärquellen nicht immer explizit berichten), hatte der NHMRC die Lösung parat: Nicht etwa die Originalstudie aufzusuchen und die Antwort für die entsprechenden Fragen zu finden; sondern er schlug vor, in diesem Fall davon auszugehen, dass es sich bei dieser Arbeit um eine minderwertige Studie handeln muss. In der Tat kann man so viel Zeit sparen. Denn eine Suche und Sichtung der Originalarbeit bedeutet einiges an Mühe.Diese „Direktive“ hatte einen substantiellen Einfluss auf die ursprünglich 176 Arbeiten. Genaue Zahlen dazu sind auch nie veröffentlicht worden. Stattdessen wird im offiziellen NHMRC-Papier berichtet, dass es angeblich keine hochwertigen Studien gibt mit ausreichend vielen Teilnehmern.
  6.  Die Leitlinien/Richtlinien des NHMRC sehen es als zwingend an, dass bei Reviews und der Entwicklung von Leitlinien die entsprechenden Experten des jeweiligen Themas mit von der Partie zu sein haben. Es ist bekannt, dass die neue Auftragsfirma selbst keine Experten in Sachen Homöopathie aufweisen konnte und auch keine hinzuzog. Der NHMRC ignorierte Proteste gegen den Ausschluss von Homöopathie Experten, obwohl der Ausschluss eine Verletzung der eigenen Richtlinien bedeutete.
  7. Wenig bist gar nicht bekannt ist, dass der NHMRC im Jahr 2013 das Cochrane Institut von Australien kontaktierte, um eine wissenschaftliche Beurteilung der eigenen Methodologie des zweiten Reviews zu erhalten. Das Institut jedoch hatte eine Reihe von methodologischen Ungereimtheiten zu vermerken. Es gab daher den Rat, dass bei einer großen Menge von kleinen, aber gut durchgeführten Studien mit signifikanten Unterschieden (zwischen homöopathischer Behandlung und Placebo) die Schlussfolgerung „kein zuverlässiger Hinweis/Beweis“ nicht dem wirklichen Beweiswert dieser Studien gerecht wird.Die Untersuchung enthüllte weiterhin, dass ein weiterer wissenschaftlicher Experte im Jahr 2014 zurate gezogen worden ist. Auch dies ist nicht vom NHMRC veröffentlicht worden. Dieser kam zu dem Schluss, dass es sich bei diesem Review des NHMRC um etwas handelt, was positive systematische Reviews und unabhängige systematische Reviews von qualitativ hochwertigen randomisierten klinischen Studien ausklammert und er daher den Sinn der Schlussfolgerungen dieses Reports nicht nachvollziehen kann. Stattdessen empfiehlt er, dass qualitativ hoch stehende klinische Studien mit engem Konfidenzintervall eingeschlossen hätten werden sollen. Systematische Reviews, so bemerkt er, haben sichtbare Schwächen als zuverlässige Quellen von Belegen.Diese Aussagen dürfen Begründung genug sein, warum der NHMRC die Aussagen dieses Experten unterschlagen musste.
  8.  InteressenskonflikteIn Australien gibt es eine Lobbyistengruppe, die sich „Friends of Science in Medicine (FSM)“ nennt und eine strikte Linie gegen Alternativmedizin durchsetzt. Im Jahr 2012 hatte der NHMRC ein Mitglied dieser Gruppe als Vorsitzenden des Komitees eingesetzt, dass diesen Review durchführte beziehungsweise kontrollierte. Dieses Mitglied machte keine Angaben zu seiner Zugehörigkeit und zu seinem Interessenskonflikt. Auch nachdem dies bekannt wurde, gab es von Seiten des NHMRC keine Maßnahmen. Das Komitee selbst enthielt im Laufe der Zeit eine Reihe von Mitgliedern der FSM, ohne dass diese einen Interessenskonflikt angaben oder dass hier entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden. Im Jahr 2014 wurde sogar ein Mitglied der FSM damit beauftragt, zusätzliche Beweise zum Review beizutragen, was ebenfalls vom NHMRC verschwiegen wurde.
  9. Die Sache mit der BefangenheitIm Jahr 2011, bevor der Review begonnen hatte, erklärte der Vorsitzende des NHMRC öffentlich, dass er sicherlich kein Unterstützer der Homöopathie ist. Und dass er als Vorsitzender des NHMRC mit Fug und Recht behaupten darf, dass auch der NHMRC kein Unterstützer der Homöopathie ist.Im Jahr 2014 erklärte ein ehemaliger Vorsitzender des NHMRC öffentlich, dass es ihn ärgere, dass alternativmedizinische Behandlungsformen, die er als unethisch und Geldverschwendung ansieht, mit öffentlichen Geldern unterstützt werden. Zuvor hatte die FSM diesem CEO die Meldung zukommen lassen, dass er doch sicherstellen solle, dass in Australien kein Schlangenöl verkauft wird.

Der gegenwärtige Review zur Homöopathie war der erste von 17, die natürliche Therapieformen untersuchen wollen, alle von des NHMRC und alle mit der entsprechenden methodologischen Vorgehensweise durchgeführt. Das Ziel dieser Reviews ist, öffentliche Gelder zur Unterstützung dieser Therapieformen zu blockieren.

Fazit

Die Regierung in Australien ist sich nicht zu schade, Steuergelder für schwachsinnige Studien oder Reviews auszugeben, deren Methode so offensichtlich auf eine auf Betrug ausgerichtete Durchführung ausgerichtet ist, wenn es darum geht, alternativmedizinische Therapieformen zu verhindern. Hier sind es offensichtlich staatliche Organe, die gegen die eigenen Richtlinien verstoßen, offensichtlich in der Hoffnung, ihr fragwürdiges Ziel zu erreichen, ohne selbst aber bei zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Untersuchung durch den Senat und Ombudsmann hat dagegen diese Machenschaften aufdecken können. Wie es aber aussieht, bleibt noch einiges im Dunkeln, wie zum Beispiel die Veröffentlichung des ersten Reviews, der von des NHMRC immer noch unter Verschluss gehalten wird.

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Quellen: 

  1. Homeopathy, homeopathic remedies no better than placebo, study finds – CBS News
  2. NHMRC draft Information Paper: Evidence on the effectiveness of homeopathy for treating health conditions | NHMRC Public Consultations
  3. Ombudsman Exec summary – The National Health & Medical Research Council (NHMRC) and Research Integrity
  4. Science fact or fiction? Senate exposes NHMRC did not use accepted scientific methods

Beitragsbild: pixabay.com – ka_re

Dieser Beitrag wurde am 19.06.2022 erstellt.

Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie immer neu … Nach wie vor bemüht sich die Schulmedizin zu beweisen, dass die Homöopathie unwirksam ist und unwirksam sein muss. Die nie endende Gebetsmühle dazu besagt, dass homöopathische Substanzen kaum oder keine Wirkstoffe mehr aufweisen. Und was keinen Wirkstoff hat, das kann auch nicht wirken, so die Logik.

Trotz dieser logischen Erklärung scheint es in der Homöopathie zu viele Heilerfolge zu geben, die diese logische Erklärung ad absurdum führen. Warum also können Medikamente ohne Inhaltsstoffe so etwas bewirken? Die Gebetsmühle hat die Antwort: Placeboeffekt!

Der Nachteil dieses gedanklichen Setups ist, dass die Homöopathie mit diesen fehlenden oder extrem geringen Wirksubstanzen keine Nebenwirkungen produziert, schon gar keine Nebenwirkungen, wie wir es von der Schulmedizin her kennen. Mir ist zumindest kein Fall bekannt, der sich in der Homöopathie mit Medizinskandalen vergleichen lässt, wie Valproinsäure, Avandia, Vioxx, Lipobay, Koate und einige andere mehr. Jedenfalls gibt es keine Hinweise darauf, dass die Friedhöfe voller Homöopathie-Toten sind, ganz im Gegensatz zur Schulmedizin und ihren Praktiken.

In der Praxis, und im vollkommenen Widerspruch zur schulmedizinischen Hypothese der Wirkungslosigkeit, erfreut sich die Homöopathie evidenzbasiert großer Beliebtheit bei den Patienten. Warum also wird ein Therapiesystem von Patienten umarmt, welches wirkungslos ist und die Patienten mit ihren gesundheitlichen Problemen alleine lässt?

Es ist zu offensichtlich, dass die Homöopathie zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten der Schulmedizin geworden ist (Homöopathie – Das Vertrauen der Patienten steigt). Und hier ist es jetzt an der Zeit, diese Konkurrenz mit allen Mitteln zu bekämpfen. Ein Mittel hierfür ist die Behauptung, dass homöopathische Arzneien nicht wirksam sein können. Andere Mittel habe ich hier beschrieben:

Hier noch mal ein „Rückblick“ auf eine Reihe von Beiträgen, die ich zur Homöopathie und seiner (Un)Wirksamkeit veröffentlicht hatte:

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Alte Mittel für neue Beweise

Ein weiteres und sehr beliebtes Mittel der Schulmedizin und ihrer maroden Wissenschaft ist das Erstellen von Studien, die so modifiziert werden, dass sie beweisen, was bewiesen werden muss. Aus der jüngsten Vergangenheit gibt es ein erbärmliches Beispiel, die deStefano-Studie von der CDC (MMR-Impfung und Autismus – Also doch!). Diese Studie galt als Aushängeschild und ultimativer Beweis dafür, dass die MMR-Impfung und das Auftreten von Autismus keinen Zusammenhang bieten. Heute weiß man, dass 40 Prozent des Datenmaterials unterschlagen wurde, und dass die Einbeziehung aller Daten diesen Zusammenhang „beweist“.

Jetzt scheint es einen neuen, ähnlich gelagerten Fall für die Homöopathie zu geben. Denn laut „Release The First Report | Show us the first review“ hat das Forschungsinstitut der Regierung von Australien (NHMRC) im Jahr 2015 einen Report veröffentlicht, der zweifellos gezeigt hatte, dass die Homöopathie vollkommen wirkungslos ist. Der Haken an diesem Report ist, dass sich jetzt herausgestellt hat, dass dieser Report die Nummer 2 ist, also ein Nachfolgereport auf einen bislang nicht veröffentlichten Report. Die australischen Regierungsforscher haben dies nie verlauten und den ersten Report in geheimen Schubladen verschwinden lassen. Offensichtlich waren die Ergebnisse des ersten Report nicht das, was man sich erhofft und gewünscht hatte. Die Lösung des Problems war dann, einen Report zu erstellen, der unter gezielt veränderten Bedingungen das hat zeigen können, was gezeigt werden sollte.

Der zuletzt gezeigte Link ist eine Petition, die darauf abzielt, dass der erste Report lückenlos und im Original veröffentlicht wird. Eine Maßnahme, die ich nur unterstützen kann.

Es ist kaum zu fassen, welche wissenschaftliche Todsünde die australischen Wissenschaftler begangen haben. Diese besteht darin, zwei Reports zu verfassen und nur einen Report zu veröffentlichen, nämlich den, der ihnen am besten gefällt. Solche Praktiken sind in der Welt der Wissenschaft ein absolutes „No-Go“ und haben einen massiv negativen Einfluss auf die Glaubwürdigkeit der daran beteiligten Wissenschaftler (und Institut/Organisation).

Diese begründeten, nachdem die Sache publik geworden war, die Nicht-Veröffentlichung damit, dass dieser erste Report eine „schlechte Qualität“ aufwies. Auch hier zeigen die Lügner ihr wahres Gesicht. Denn der Report wurde von angesehenen Wissenschaftlern durchgeführt, und das noch nach den Leitlinien und Vorgaben der NHMRC.

Ein beteiligter Wissenschaftler am ersten Report, Professor Mendelsohn, bestätigte, dass dieser Report allen wissenschaftlichen Standards entspricht, und dass die Ergebnisse vorurteilsfrei und wissenschaftlich korrekt erarbeitet worden sind.

Report 1 gegen Report 2

Report 1 wurde von einer angesehenen australischen Universität in Zusammenarbeit mit der NHMRC erstellt. Dieser Report wurde von den australischen Steuerzahlern finanziert, aber dann nie veröffentlicht. Die NHMRC wurde mehrmals aufgefordert, den Report zu veröffentlichen, was diese aber verweigerte. Erst mit gesetzlichen Maßnahmen, dem „Freedom of Information Act“, war die NHMRC gezwungen, den Report freizugeben.

Nach Erstellung des ersten Reports wurde das Vertragsverhältnis mit der Universität gekündigt und ein neuer, zweiter Partner ins Boot geholt, der den Report Nummer 2 in die Welt setzen sollte. Es handelt sich hier um die Firma „ OptumInsight“. Laut Bloomberg handelt es sich bei dieser Firma um einen Software-Entwickler im medizinischen Bereich, der darüber hinaus Beraterfunktionen im Medizingeschäft wahrnimmt. Kurz: Ein optimaler Partner zur Erstellung von Reporten, die ökonomisch korrekte Ergebnisse liefern.

Zur Erstellung des neuen Reports wurden die Vorgaben zur Analyse der Daten vollkommen neu erstellt. Diese Vorgaben sind noch nie von einem anderen wissenschaftlichen Team in der Welt benutzt worden. Aber wenn es um das Geschäft geht, muss man innovativ sein, nicht wahr?

Man entschloss sich, dass nur Studien mit mindestens 150 Teilnehmern das Gütesiegel „qualifiziert“ erhalten sollen. Dies ist umso merkwürdiger, da jeder weiß, dass schulmedizinische Studien in der Regel weit unter 100 Teilnehmer aufweisen, aber dennoch von Signifikanz reden. Die NHMRC macht hier auch keine Ausnahme.

Mit diesem Trick sind auf einen Schlag 171 Studien ausgeschlossen worden, die allesamt zu positiven Ergebnissen in Bezug auf homöopathischer Wirksamkeit gekommen sind. Übrig blieben nur fünf Studien, die in die Auswertung eingeschlossen wurden. Und diese fünf Studien zeigten mit Einschränkungen die erwünschten negativen Ergebnisse. Warum Einschränkungen?

Weil auch bei diesen fünf Studien herum getrickst wurde.

Eine Studie von Stam et al. (2001), die Homöopathie bei akuten Rückenschmerzen im Lendenbereich studiert hatte, kam zu positiven Ergebnissen.

Die Studie von Grecho (1989) durfte eigentlich nach eigenen Vorgaben nicht mit in die Auswertung aufgenommen werden, da die Veröffentlichung in Französisch durchgeführt worden war. Laut Vorgaben der NHMRC waren nur englischsprachige Veröffentlichungen zugelassen. Sehr wahrscheinlich war der Grund für diese Vorgabe, dass anderssprachige Veröffentlichungen möglicherweise mit unliebsamen Überraschungen aufwarten können, die man in Ermangelung der Sprachkenntnisse nicht vorab hat erkennen können. Aber in diesem Fall sah man negative Ergebnisse, was die Arbeit „qualifizierte“.

Die dritte Studie, die die eigenen Vorgaben missachtet, ist die Studie von Steinsbekk et al. (2005), eine Präventionsstudie, die zu wünschenswert negativen Ergebnissen gekommen war. Laut Vorgabeprotokoll aber waren Präventionsstudien ebenfalls ein Ausschlusskriterium für die Auswertung.

Mein Fazit: Ich gehe davon aus, dass die Vorgaben für die Auswertung nur drei Studien hätte zulassen dürfen, von denen eine zu positiven Ergebnissen gekommen ist. Somit besteht die begründete Möglichkeit, dass das Gesamtergebnis nicht das schlagend negative Ergebnis mit sich gebracht hat, wie es von der Medizinfirma und der NHMRC gewünscht war. Also hat man schnell seine eigenen Vorgaben missachtet, und zwei weitere Studien mit mehr als 150 Teilnehmern eingegliedert, auch wenn diese den Ausschlusskriterien widersprachen. Erst jetzt kam man zu dem Ergebnis, was man sich als Ziel gewünscht hatte: die Wirkungslosigkeit der Homöopathie.

Fazit

Diesmal sind es die Australier, die einen enormen Aufwand betreiben, um zu beweisen, dass die Homöopathie zu nichts taugt. Allein dieser enorme Aufwand mit Täuschungen, Missachtung der eigenen Vorgaben, Erstellung von neuen Reports, wenn die Vorgänger keine angenehmen Ergebnisse liefern, Änderungen von Zulassungskriterien vor und während der Auswertungsphase und vieles mehr zeigen mehr als deutlich, dass es offensichtlich sehr schwer sein muss, der Homöopathie eine Wirkungslosigkeit nachzuweisen.

Fazit vom Fazit: Ich freue mich über diesen neuen Report. Denn seine Erstellung und die Umstände dazu zeigen wie hilflos die Schulmedizin ist, wenn es darum geht, wissenschaftlich den Nutzen einer Therapieform wie der Homöopathie zu beurteilen. Und es zeigt, wie skrupellos Wissenschaft korrumpiert wird, um das Geschäft zu schützen.

Ich hoffe, es ist bald Schluss mit dieser Aasgeier-Mentalität.

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Beitragsbild: pixabay.com – Monfocus

Dieser Beitrag wurde am 18.06.2022 erstellt.