Botanischer Name: Strychnos ignatia, Strychnos multiflora
Familie: Loganiaceae (vgl. Gelsemium, Nux vomica)
Vorkommen: Philippinen
Wirkstoffe: Alkaloide (Brucin, Strychnin)

Ignatia amara, besser bekannt als Ignatiusbohne, ist ein wichtiges homöopathisches Mittel bei emotionalen Traumata, insbesondere bei akutem Kummer und Enttäuschungen. Die Wirkstoffe der Ignatiusbohne wirken stark auf das Nervensystem und beeinflussen sowohl sensorische Überreizungen als auch muskuläre Krämpfe. Diese duale Wirkung macht Ignatia zu einem bedeutenden Mittel bei psychosomatischen Beschwerden, die durch emotionale Belastungen ausgelöst werden.

Miasmatischer Bezug

  • Psorisch

Mittelkern

Ignatia ist das Mittel der Wahl bei inneren Konflikten – insbesondere, wenn ein romantisch-idealistisches Weltbild auf die harte Realität trifft. Es ist besonders indiziert nach emotionalen Erschütterungen, wie dem Verlust eines geliebten Menschen, einer Trennung oder Zurückweisung. Der Kummer wird oft still ertragen, während sich widersprüchliche und paradox erscheinende Symptome manifestieren. Ignatia-Patienten zeigen eine starke Neigung zu Krämpfen und emotionalen Ausbrüchen, die sich körperlich verkrampft ausdrücken.

Leitsymptome:

  • Folgen von Kummer, Enttäuschung und emotionalem Stress
  • Widersprüchliche, wechselhafte Symptome
  • Krampfartige Beschwerden
  • Deutliche Abneigung gegen Tabak und Obst
  • Schwitzen im Gesicht

Organo- und Funktiotropie

  • Nervensystem: Zentrales Nervensystem, vegetatives Nervensystem (Hyperästhesie, Krämpfe, Lähmungen)
  • Magen-Darm-Trakt: Atonie, Leeregefühl, Analprolaps
  • Weibliche Geschlechtsorgane: Hypermenorrhoe
  • Nieren: Vermehrte Diurese aufgrund nervöser Überreizung
  • Augen: Sehschwäche durch Überreizung
  • Hals: Globus hystericus
  • Psyche: Hysterie, nervöse Überreizung

Causa

Ignatia wird vor allem bei Patienten eingesetzt, die unter den akuten Folgen von tiefem Kummer, Verlust oder emotionaler Ablehnung leiden. Typische Auslöser sind der Tod eines Kindes oder Partners, das Verlassenwerden oder Beziehungsabbrüche. Diese Patienten ziehen sich oft zurück und wollen allein sein, reagieren jedoch gleichzeitig mit Zorn, Rachsucht und Widerspruch auf die erlittenen Verletzungen.

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Persönlichkeitsmerkmale

Ignatia wird seltener verschrieben und ist oft ein Mittel für Frauen. Die Patienten leiden unter starkem Kummer und Trauer, können ihre Gefühle jedoch nicht angemessen ausdrücken, was zu paradoxem Verhalten führt. Sie stellen hohe Erwartungen an ihre Umgebung und neigen zu hysterischen Reaktionen. Es besteht ein widersprüchliches Verlangen nach Gesellschaft, das von einer Abneigung ihr gegenüber begleitet wird.

Es lassen sich zwei Konstitutionstypen unterscheiden:

  1. Ein zarter, schlanker Typ mit langen Gliedern, oft kultiviert und feingliedrig.
  2. Ein schwerer, maskuliner Typ, der leicht zunimmt und stärker behaart ist.

Beide Typen zeigen eine hohe Schmerzempfindlichkeit und haben oft einen dunklen Teint, dickes, lockiges Haar und ein Gesicht mit markanten Wangenknochen.

Krankheitsverlauf:

Die Beschwerden können schnell wandern und ihren Ort wechseln. Typisch sind stündlich wiederkehrende Symptome.

Körperliche Symptomatik

Kopf / Schwindel / Kopfschmerzen:

Ignatia-Patienten leiden häufig unter Kopfschmerzen, die sich wie ein Nagel anfühlen, der durch den Kopf getrieben wird. Diese Migräneanfälle treten periodisch auf, meist während der Menstruation. Die Symptome verschlechtern sich durch Bücken, Kälte und Perimenstruation, bessern sich jedoch durch Urinieren, Hitze und Lagewechsel.

Gesicht / Kiefer:

Muskelzuckungen im Gesicht, besonders um den Mund, sind häufig. Ignatia-Patienten neigen außerdem zum Zähnebeißen und haben neuralgische Gesichtsschmerzen, die oft durch emotionale Belastungen hervorgerufen werden.

Hals:

Ein typisches Symptom von Ignatia ist das „Globus hystericus“ – ein Gefühl, als ob ein Kloß im Hals steckt, das durch Schlucken besser wird. Dieses Symptom tritt oft bei emotionaler Belastung auf und kann von Halsschmerzen begleitet werden, die sich durch Trinken oder flüssige Nahrung verschlechtern, aber durch feste Speisen verbessern.

Brust / Lunge:

Ignatia wird bei trockenem, krampfartigem Husten verschrieben, der besonders abends beim Hinlegen auftritt. Warme Getränke und tiefes Einatmen lindern die Beschwerden.

Magen-Darm-Trakt:

Ignatia-Patienten haben oft ein Leeregefühl im Magen und neigen zu Magenkrämpfen, die durch leichten Druck verschlimmert werden. Paradoxerweise vertragen sie schwere Kost besser als leichte Nahrung, und ihre Beschwerden bessern sich durch Essen. Häufig auftretende Symptome sind Blähungen, saures Aufstoßen und spastische Krämpfe im Rektum, die von vergeblichem Stuhldrang begleitet werden.

Weibliche Geschlechtsorgane:

Ignatia ist indiziert bei Dysmenorrhoe mit intensiven Krämpfen und dunkler, starker Blutung. Ein weiteres häufiges Symptom ist der Uterusprolaps, der mit Schmerz und einer starken Abwärtsdrängung einhergeht.

Nerven- und Bewegungssystem:

Ignatia zeigt eine Neigung zu spastischen Krämpfen und Muskelzuckungen. Patienten haben oft zitternde Hände, besonders wenn sie beobachtet werden, und reagieren mit Krämpfen auf emotionale Belastungen.

Haut:

Häufiges Schwitzen im Gesicht und eine allgemeine Frostigkeit sind typisch für Ignatia. Die Patienten frieren leicht und fühlen sich in warmen Räumen besser.

Psychische Symptomatik

Stimmungslage:

Die psychischen Symptome von Ignatia sind oft widersprüchlich. Patienten wechseln schnell von Lachen zu Weinen und zeigen eine starke Neigung zu dramatischen Rückzügen. Sie sind launisch, unentschlossen und können Widerspruch nur schwer ertragen. Gleichzeitig neigen sie zu stiller Verbitterung und können emotional kalt erscheinen, während sie innerlich an Kummer und Trauer leiden.

Reizbarkeit und Zorn:

Ignatia-Patienten sind leicht reizbar und reagieren oft mit Zorn auf unbedeutende Ereignisse. Dieser Zorn geht häufig mit einem Blutandrang zum Kopf einher, gefolgt von schluchzenden Tränenausbrüchen.

Widersprüchlichkeit:

Die Symptome von Ignatia sind oft paradox. Ein typisches Beispiel ist die Besserung von Kopfschmerzen durch Bücken oder das Paradoxon, dass schwere Nahrung besser vertragen wird als leichte Kost.

Ängste:

Ignatia-Patienten haben oft spezifische Ängste, wie die Angst vor Annäherung fremder Personen oder vor Tieren wie Vögeln und Hühnern. Ihre Ängste sind oft mit emotionalen Traumata verknüpft.

Allgemeinsymptome

Ignatia zeigt eine deutliche Abneigung gegen Tabak und Obst. Viele Patienten leiden unter Essstörungen, ihre Symptome bessern sich jedoch durch Essen. Sie haben häufig wechselnde Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Speisen und Getränken.

Modalitäten

Verschlimmerung durch:

  • < Morgens, abends
  • < Kälte, frische Luft
  • < Emotionale Belastungen, Kummer, Schreck
  • < Kaffee, Nikotin, Tabakrauch

Besserung durch:

  • Essen
  • Ruhe
  • Lagewechsel
  • Feste Berührung, Druck
  • Bewegung, schnelles Gehen, Reisen

Wichtige Indikationen

Ignatia amara ist ein Mittel, das besonders bei den Folgen von emotionalem Stress und Kummer angezeigt ist. Typische Anwendungsgebiete sind:

  • Kopfschmerzen: Migräne, die sich anfühlt, als würde ein Nagel durch den Kopf getrieben.
  • Dysmenorrhoe: Mit intensiven Krämpfen und dunkler, starker Blutung.
  • Psychische Beschwerden: Folgen von Liebeskummer, Enttäuschungen und emotionalem Stress.
  • Husten: Trockener, krampfartiger Kitzelhusten, der durch warme Getränke und tiefes Einatmen gebessert wird.

Differentialdiagnose

Wichtige Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Natrium muriaticum: Bei tiefem, stillen Kummer.
  • Pulsatilla: Bei weinerlichen Symptomen und Zuwendungsbedürftigkeit.
  • Nux vomica: Bei Reizbarkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Reizen.

Fazit

Ignatia amara ist ein unverzichtbares Mittel in der homöopathischen Behandlung von emotionalem Trauma, besonders nach Kummer und Enttäuschung. Es deckt ein breites Spektrum an psychosomatischen Beschwerden ab und wirkt sowohl auf die körperliche als auch auf die emotionale Ebene. Ignatia-Patienten leiden unter widersprüchlichen, wechselhaften Symptomen, die oft mit Krampfanfällen und emotionalen Ausbrüchen einhergehen.

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Familie: Hypericaceae (Guttiferae)
Vorkommen: Europa, Amerika, Asien
Verwendete Teile: Ganze blühende Pflanze
Wirkstoffe: Hypericin (photosensibilisierende Wirkung)

Johanniskraut ist in der Homöopathie als Hypericum perforatum bekannt und wird traditionell bei Verletzungen von nervenreichem Gewebe eingesetzt. Die allopathische Anwendung reicht bis ins Mittelalter zurück, wo es bei Stich- und Schnittverletzungen zum Einsatz kam. Heute wird Hypericum in der Naturheilkunde vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen und bei Brandwunden (z.B. als Hypericumöl) verwendet.

Miasmatischer Bezug

Hypericum zeigt eine breite miasmatische Wirkung und ist sowohl psorisch, sykotisch, syphilitisch als auch cancerinisch einsetzbar.

Organo- und Funktiotropie:

  • Nervensystem
  • Haut

Mittelkern

Hypericum perforatum ist das Mittel der Wahl bei frischen Traumata des Nervengewebes. Typische Anwendungsgebiete sind Verletzungen nervenreicher Areale wie der Finger, Zehen, des Kopfes und der Wirbelsäule. Die Schmerzen sind meist einschießend und neuralgisch, und eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Berührung und Witterungswechseln ist charakteristisch.

Leitsymptome:

  • Einschießende, neuralgische Schmerzen
  • Verletzungen des Nervengewebes (z.B. Kopf- und Rückenmarksverletzungen)
  • Schwindel und Konvulsionen
  • < Kalte Luft, Wetterwechsel

Körperliche Symptomatik

Kopf / Schwindel / Kopfschmerzen:

Hypericum wird oft bei Kopfverletzungen (z.B. Commotio cerebri) eingesetzt. Typisch sind reißende, klopfende Kopfschmerzen, begleitet von einem pulsierenden Gefühl im Scheitelbereich und Schwindel. Patienten berichten oft von dem Gefühl, als ob der Kopf von einer eiskalten Hand berührt würde.

Gesicht / Kiefer:

  • Kiefersperre (Trismus)
  • Krämpfe der Kaumuskeln, besonders nach zahnärztlichen Eingriffen

Atmung:

Hypericum kann asthmatische Beschwerden lindern, insbesondere nach Verletzungen der Wirbelsäule oder bei feuchtem, nebligem Wetter. Das Aushusten verbessert die Symptomatik.

Herz / Kreislauf:

Herzklopfen, oft als Folge einer Anämie, ist ein weiteres Symptom von Hypericum. Es kann auch bei zerebraler Arteriosklerose eingesetzt werden.

Verdauung:

Schmerzhafte, blutende Hämorrhoiden und Durchfall sind häufige Symptome. Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls auftreten.

Bewegungsapparat:

Druckgefühl im Bereich des Kreuzbeins, Quetschungsgefühle in den Gelenken sowie Phantomschmerzen nach Amputationen sind typische Indikationen. Verletzungen des Steißbeins oder der Fingerspitzen reagieren besonders gut auf Hypericum. Interessanterweise kann Hypericum in diesen Fällen sogar vor Arnica gegeben werden.

Haut / Wunden:

Hypericum ist besonders wirksam bei Verletzungen nervenreicher Gewebe, wie tiefen, klaffenden Wunden, Nagelverletzungen oder Splitterwunden. Patienten klagen oft über stechende, einschießende Schmerzen und eine außergewöhnliche Berührungsempfindlichkeit. Das Mittel wird auch bei chronischen Narbenschmerzen und alten, schmerzhaften Narben eingesetzt.

Nervensystem:

Verletzungen des Nervensystems, wie Gehirnerschütterungen, Rückenmarksverletzungen oder Parästhesien, sind typische Einsatzgebiete für Hypericum. Patienten beschreiben oft ein Kribbeln in den Händen und das Gefühl von Kälte und Taubheit.

Motorik:

Hypericum kann bei Tetanie und Spasmen, insbesondere nach Verletzungen des Kopfes, sehr wirksam sein.

Immunsystem:

In manchen Fällen wird Hypericum auch als Prophylaxe gegen Tetanus verwendet.

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Psychische Symptomatik

Stimmungslage:

Hypericum wird bei nervöser Depression, besonders nach Verletzungen des Nervensystems, eingesetzt. Patienten leiden oft unter Melancholie, Weinerlichkeit und Gedächtnisstörungen, insbesondere nach Schädel-Hirn-Traumata oder arteriosklerotischen Veränderungen.

Wahrnehmungsfähigkeit:

Vergesslichkeit und Verwirrung sind häufige Symptome. Patienten machen Fehler beim Schreiben oder vergessen, was sie sagen wollten.

Ängste und Träume:

Angst vor dem Fallen aus großer Höhe sowie angstvolle Träume sind charakteristisch.

Allgemeinsymptome

  • Großer Durst, aber geringer Appetit
  • Schlaflosigkeit oder übermäßige Schläfrigkeit

Modalitäten

Verschlimmerung durch:

  • < Feuchte Kälte, Nebel, Wetterwechsel
  • < Heißes, stickiges Raumklima
  • < Berührung, Druck, Bewegung, Erschütterung

Besserung durch:

  • Rückwärtsbeugen des Kopfes
  • Ruhiges Liegen, insbesondere auf dem Bauch
  • Trockenes Wetter

Wichtige Indikationen

Hypericum ist vor allem ein Notfallmittel bei Verletzungen von nervenreichem Gewebe, wie Prellungen, Verstauchungen und Verletzungen der Wirbelsäule oder des Steißbeins. Es wird oft in Kombination mit Arnica oder im Wechsel gegeben, insbesondere bei Zahnschmerzen nach Zahnextraktionen, Phantomschmerzen oder Gesichtsneuralgien.

Weitere Indikationen:

  • Verletzungen nervenreicher Gewebe (z.B. Finger, Zehen, Wirbelsäule)
  • Zahnschmerzen nach Zahnbehandlungen
  • Phantomschmerzen nach Amputationen
  • Klaffende Wunden mit Nervenverletzungen
  • Alte Narben mit chronischem Narbenschmerz
  • Depressive Verstimmung nach Nervenverletzungen
  • Tetanusprophylaxe

Differentialdiagnose

Wichtige Differentialmittel bei Verletzungen sind:

  • Arnica: Bei Verletzungsfolgen
  • Bellis perennis: Bei tieferliegenden Verletzungen
  • Calendula: Bei oberflächlichen Wunden
  • Ledum: Bei Stichwunden
  • Ruta: Bei Verletzungen von Sehnen und Bändern
  • Staphisagria: Bei Verletzungen durch Schnitte oder Punktionen

Fazit

Hypericum perforatum ist ein unverzichtbares Mittel in der homöopathischen Notfallmedizin, insbesondere bei Verletzungen des Nervensystems. Es deckt ein breites Spektrum an Beschwerden ab, die von neuralgischen Schmerzen bis hin zu psychischen Symptomen wie Depression und Gedächtnisstörungen reichen. Seine Fähigkeit, sowohl akute als auch chronische Verletzungsfolgen zu behandeln, macht es zu einem wichtigen Bestandteil jeder homöopathischen Hausapotheke.

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Beitragsbild: pixabay.com – Didgeman

Herkunft und Herstellung

Hepar sulfuris calcareum, kurz Hepar sulfuris oder Hep genannt, wird aus den inneren Bestandteilen von Austernschalen und Schwefelblumen zu gleichen Teilen hergestellt. Diese Mischung wird erhitzt, um die charakteristische Verbindung zu erzeugen. Zum ersten Mal wurde Hepar sulfuris 1768 vom Chemiker Courton synthetisiert. Die in Hepar sulfuris enthaltenen Schwefelverbindungen sind besonders auf eitrige Hautprozesse ausgerichtet und machen das Mittel zu einem der wichtigsten homöopathischen Arzneien gegen lokale eitrige Entzündungen. Diese Prozesse werden durch Hepar sulfuris in ihrer Reifung beschleunigt, was zu einer schnelleren Ausheilung beiträgt.

Hauptmerkmale des Mittels

Kernsymptomatik: Überempfindlichkeit auf allen Ebenen

1. Überempfindlichkeit gegen sensorische Reize:

  • Starkes Schmerzempfinden, besonders bei Berührung und Kälte.
  • Selbst geringfügige Ursachen führen zu intensiven, heftigen Reaktionen.

2. Überempfindlichkeit gegen emotionale Belastungen:

  • Patienten reagieren emotional empfindlich, was sich in Reizbarkeit, Jähzorn und Zornesausbrüchen äußern kann.

3. Überempfindlichkeit der Haut und Schleimhäute:

  • Die Haut ist extrem schmerzempfindlich. Berührungen, selbst leichte, werden als schmerzhaft empfunden. Haut und Schleimhäute neigen stark zur Eiterung.

Weitere charakteristische Symptome:

  • Stechende, splitterartige Schmerzen.
  • Starke Frostigkeit – es ist eines der kältesten homöopathischen Mittel.
  • Verlangen nach scharfen und sauren Speisen.

Miasmatischer Bezug:

Hepar sulfuris calcareum steht in Bezug zu drei Miasmen:

  • Psorisch (Tendenz zu Juckreiz und Hauterkrankungen).
  • Syphilitisch (Neigung zu Zerstörung und Eiterung).
  • Sykotisch (Verstärkung und chronische Entzündung der Schleimhäute).

Organo- und Funktiotropie

1. Haut und Schleimhäute:

  • Hepar sulfuris wirkt besonders stark auf die Atemwegsschleimhäute und die Haut. Typisch sind eitrige Absonderungen, häufig begleitet von einem unangenehmen, fötiden Geruch.
  • Streptokokkeninfektionen wie Bläschen, Pusteln und Furunkel reifen unter Hepar sulfuris zügig aus. Jede Verletzung droht, zu eitern, und der Juckreiz ist oft intensiv.

2. Drüsen:

  • Neigung zu Drüsenvereiterungen, insbesondere Tonsillenabszesse.

3. Verdauungssystem:

  • Auffallend sind übel riechende Absonderungen, stark riechende Durchfälle, oft sauer, insbesondere bei Kindern.
  • Verlangen nach scharfem und saurem Essen sowie Alkohol.

4. Atemwege:

  • Verschleppte Katarrhe der Nase und Bronchien mit gelbschleimiger Absonderung.
  • Stridoröse Atmung, besonders bei sich schlecht lösender Lungenentzündung.
  • Ein wichtiges Mittel bei Krupp und Diphtherie.

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Psychische Symptomatik

Auch auf der psychischen Ebene ist Hepar sulfuris durch eine ausgeprägte Überempfindlichkeit gekennzeichnet. Die Patienten sind leicht reizbar, mit nichts zufrieden und neigen zu heftigem Jähzorn. In ruhiger Umgebung beruhigen sie sich jedoch schnell wieder. Typisch ist eine Unzufriedenheit und eine ständige Suche nach Abwechslung.

Stimmung und Verhalten:

  • Reizbarkeit, Jähzorn, Unzufriedenheit.
  • Hast und Eile in allen Handlungen.
  • Suizidale Gedanken oder Impulse, Wahnideen, die Welt stünde in Flammen.
  • Ausgeprägte Ängste, beispielsweise vor Insektenstichen oder Spritzen.

Modalitäten

Verschlimmerung durch:

  • Kälte, insbesondere trockene, kalte Luft.
  • Berührung, selbst die geringste.
  • Morgens und nachts.

Besserung durch:

  • Wärme, besonders feuchte Wärme.
  • Ruhen im Bett, warmes Einhüllen des Kopfes.

Wichtige Indikationen

1. Haut und Schleimhäute:

  • Eitrige Abszesse, Furunkel, Akne und Nagelbettentzündungen.
  • Juckende Hautausschläge, Hautrisse und Wundheilungsstörungen.
  • Typisch sind dicke, gelbe, übel riechende Absonderungen.

2. Atemwegserkrankungen:

  • Husten, der durch Kälte ausgelöst wird, oft bellend und würgend.
  • Vernarbende Pneumonien, Pseudokrupp und Asthma bronchiale.

3. Verdauungstrakt:

  • Übel riechender Durchfall, oft sauer, besonders bei Kindern.
  • Übelkeit und Erbrechen am Morgen.

4. Drüsenerkrankungen:

  • Tonsillenabszesse und andere eitrige Drüsenentzündungen.

Differentialdiagnose

Die Unterscheidung zu anderen Mitteln erfolgt oft über die charakteristische Schmerzsymptomatik (stechende, splitterartige Schmerzen) und die starke Verschlechterung durch Kälte. Hepar sulfuris ähnelt in bestimmten Aspekten anderen Mitteln, wie:

  • Acidum nitricum (Splittergefühle im Hals).
  • Mercurius solubilis (bakterielle Hautinfektionen).
  • Silicea (tiefe Abszesse und Wundheilungsstörungen).

Praktische Hinweise zur Anwendung

Potenzwahl:

  • Zur Reifung eitriger Prozesse werden niedrigere Potenzen (D/C3) bevorzugt.
  • Höhere Potenzen (ab D/C10) werden angewendet, um den Eiterungsprozess aufzuhalten.

Fazit

Hepar sulfuris calcareum ist ein unverzichtbares homöopathisches Mittel bei eitrigen Prozessen, die durch Kälteeinfluss verschlimmert werden. Ob bei Hautabszessen, katarrhalischen Zuständen oder Empfindlichkeiten des Nervensystems – Hepar sulfuris zeigt seine Wirksamkeit besonders bei Patienten, die sowohl physisch als auch emotional äußerst empfindlich reagieren.

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Beitragsbild: pixabay.com – Hans

Graphites (auch als Reißblei, Carbo mineralis oder Plumbago mineralis bekannt) ist ein homöopathisches Mittel, das aus natürlichem Graphit gewonnen wird, einem Mineral, das oft mit Eisen, Mangan und anderen Verunreinigungen vorkommt. In der Allopathie findet Graphit vor allem als Bestandteil von Bleistiften, Schmiermitteln und Elektroden Anwendung.

In der Homöopathie wird Graphites zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, vor allem bei Hautproblemen, Stoffwechselstörungen und emotionalen Belastungen. Das Mittel ist sowohl psorisch als auch sykotisch veranlagt und wird besonders bei Menschen angewendet, die auf geistiger wie körperlicher Ebene eine „Dickhäutigkeit“ aufweisen.

Charakteristische Merkmale des Mittels

Menschen, die Graphites benötigen, sind oft von einem Mangel an Lebenswärme betroffen. Sie wirken entschlusslos und neigen zu geistiger Trägheit. Ihre Denkweise ist einfach, und sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen. Eine markante Eigenschaft ist ihre Empfindlichkeit gegenüber Kleinigkeiten, die sie leicht aus der Fassung bringen.

Physisch manifestiert sich der Zustand häufig in Hautbeschwerden – von schuppigen Ekzemen bis hin zu feucht-klebrigen Ausschlägen. Diese Menschen sind oft verfroren, träge und leiden unter einem trägen Stoffwechsel, was sich durch Verstopfung, Blähungen und einer allgemeinen Schwäche zeigt.

Typische körperliche Symptome

Graphites zeichnet sich durch eine starke Wirkung auf die Haut und Schleimhäute aus. Die Haut ist häufig trocken, rissig und schuppig. Es kommt zu nässenden und inkrustierenden Ausschlägen, die vor allem an den Gelenkbeugen, hinter den Ohren und am Kopf auftreten. Typisch sind auch schuppige Kopfhaut, Juckreiz und Haarausfall.

Haut und Schleimhäute:

  • Feuchte, klebrige Ausschläge
  • Rissige, spröde Haut (v.a. an Händen und Füßen)
  • Hautverdickungen, Hornhautbildung und Schwielen
  • Nässende, inkrustierende Ekzeme
  • Wundheilungsstörungen
  • Schuppenflechte, Milchschorf und Neurodermitis

Verdauungstrakt:

  • Verstopfung, oft ohne Stuhldrang
  • Klumpiger, hartnäckiger Stuhl, bedeckt mit Schleim
  • Blähungen und Völlegefühl
  • Ranziges Aufstoßen
  • Magenkrämpfe, die sich nach dem Essen bessern

Geschlechtsorgane:

  • Bei Frauen zeigen sich oft hormonelle Störungen wie Hypomenorrhoe oder Amenorrhoe. Ein scharfer, irritierender Fluor ist ebenfalls typisch.
  • Männer leiden häufig unter Libidoverlust, Erektionsstörungen oder feuchten Ausschlägen am Skrotum.

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Psychische Symptomatik

Auf der emotionalen Ebene sind Graphites-Typen sehr sensibel und neigen dazu, sich über Kleinigkeiten aufzuregen. Sie wirken oft schüchtern und unentschlossen, haben ein geringes Selbstbewusstsein und sind leicht ängstlich. Diese Menschen fühlen sich häufig überfordert und haben Schwierigkeiten, mit Stresssituationen umzugehen. Erwartungsängste sind ein zentrales Thema, und sie fürchten ständig, dass etwas Schlimmes passieren könnte.

Besonders auffällig ist ihre Neigung, bei Musik zu weinen, was ihnen paradoxerweise Erleichterung verschafft. Sie sind freundliche, sanfte und einfache Persönlichkeiten, die oft als handwerklich begabt beschrieben werden und gern im Freien arbeiten.

Charaktereigenschaften:

  • Schlichtheit, Freundlichkeit, Anhänglichkeit
  • Trägheit im Denken, schlechtes Gedächtnis, Konzentrationsschwäche
  • Sensibilität gegenüber Musik (Weinen bei Musik)
  • Erwartungsängste und Angst vor Auseinandersetzungen
  • Schüchternheit und Mangel an Selbstvertrauen

Modalitäten

Graphites-Patienten erleben eine deutliche Verschlechterung ihrer Symptome am Morgen, beim Erwachen sowie während der Periode. Kälte, Abkühlung und Nässe verschlimmern ihre Beschwerden, während Wärme, Bewegung an frischer Luft und das Einhüllen in warme Decken Linderung bringen.

Verschlimmerung durch:

  • Morgens, beim Erwachen
  • Kälte, Nässe, Zugluft
  • Nahrungsmittel wie Süßigkeiten und Fleisch
  • Perimenstruelle Phasen

Besserung durch:

  • Wärme, warme Räume
  • Frische Luft und Bewegung
  • Essen, besonders warme Getränke wie Milch

Wichtige Indikationen

Graphites ist ein tief wirkendes Antipsorikum, das vor allem bei chronischen Hauterkrankungen und Stoffwechselstörungen eingesetzt wird. Zu den wichtigsten Indikationen gehören:

  • Chronische Ekzeme mit nässenden, inkrustierenden Ausschlägen
  • Trockene, rissige Haut (v.a. an Händen und Füßen)
  • Verstopfung ohne Stuhldrang
  • Hautverdickungen und Hornhautbildung
  • Klimakterische Beschwerden und hormonelle Dysbalancen
  • Rheumatische Beschwerden, besonders in der linken Schulter

Potenzwahl und Therapie

Graphites wirkt langsam, aber intensiv. Höhere Potenzen werden vor allem bei Hauterkrankungen empfohlen. Da das Mittel oft eine Erstverschlimmerung hervorruft, insbesondere bei Hautprozessen, sollte es nicht zu häufig wiederholt werden. Die Reaktionsdauer beträgt in der Regel 40 bis 50 Tage.

Potenzwahl:

  • Bei Hauterkrankungen eher höhere Potenzen (z.B. C30, C200)
  • Seltene Wiederholung des Mittels

Fazit

Graphites ist ein tief wirkendes Mittel, das besonders bei Menschen Anwendung findet, die sowohl körperlich als auch emotional „dickhäutig“ sind. Es adressiert eine Vielzahl von Hauterkrankungen, Stoffwechselstörungen und psychischen Belastungen, wobei es vor allem dann hilft, wenn Wärme, Ruhe und emotionale Entlastung das Wohlbefinden steigern.

Graphites kann den Heilungsprozess von chronischen und hartnäckigen Beschwerden unterstützen und sollte mit Bedacht und in geeigneter Potenz verabreicht werden.

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Beitragsbild: pixabay.com – Gadini

Synonyme: Glycerolnitrat, C3H5(NO2)O3
Verwendeter Wirkstoff: Nitroglyzerin

Herkunft und allopathische Bedeutung

Glonoinum, auch als Nitroglyzerin bekannt, ist ein Medikament mit gefäßerweiternden Eigenschaften, das in der Schulmedizin unter dem Namen Glycerolnitrat vor allem bei Angina pectoris, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz eingesetzt wird. Es wird verwendet, um den Blutdruck zu senken und die Herzmuskulatur zu entlasten. In der Homöopathie wird Glonoinum vor allem bei akuten Zuständen wie pulsierenden Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Herzbeschwerden verwendet.

Charakteristik des Mittels

Glonoinum ist ein wichtiges Mittel bei akuten, plötzlichen Beschwerden, die durch Hitzewallungen, Sonnenexposition oder eine plötzliche Blutzirkulation im Kopf ausgelöst werden. Typisch sind heftige, pulsierende Schmerzen, die oft mit einem hochroten Kopf und einem Gefühl der Überfüllung einhergehen. Der Patient empfindet jeden Pulsschlag wie einen Schlag, und die Beschwerden werden durch Wärme, Sonne und Alkohol verschlimmert, aber durch frische Luft und Ruhe gelindert.

Leitsymptome:

  • Heftiger, pulsierender Kopfschmerz, oft verbunden mit hochrotem Gesicht
  • Hitzewallungen zum Kopf, besonders in den Wechseljahren
  • Angina pectoris mit ausstrahlendem Herzschmerz
  • Verschlimmerung durch Wärme, Sonne und Alkohol
  • Besserung durch frische Luft und Ruhe

Organo- und Funktiotropie

Glonoinum wirkt besonders stark auf das Herz-Kreislauf-System, die Gefäße und das zentrale Nervensystem. Es beeinflusst die Durchblutung des Kopfes und ist besonders wirksam bei plötzlichen, intensiven Blutzuflüssen zum Kopf, die zu Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Schwindel führen. Auch das Bewegungssystem kann bei Schlaganfällen (Apoplex) betroffen sein.

Wichtige Zielorgane:

  • Herz und Kreislauf
  • Gehirn und Gefäße
  • Zentrales Nervensystem (ZNS)
  • Bewegungsapparat (bei Apoplex)

Modalitäten

Verschlechterung durch:

  • Wärme, insbesondere Hitze und Sonne
  • Kopfschütteln oder jede Kopfbewegung
  • Bewegung und körperliche Anstrengung
  • Alkohol

Besserung durch:

  • Frische Luft
  • Zurückbeugen des Kopfes
  • Schlaf

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Psychische Symptomatik

Patienten, die Glonoinum benötigen, sind häufig unruhig und nervös. Sie können in akuten Zuständen zwischen nervöser Erregung und Apathie schwanken. Die plötzlichen Beschwerden, besonders Kopfschmerzen und Hitzewallungen, führen oft zu einer inneren Unruhe und Nervosität. Gleichzeitig kann es jedoch auch zu einem Zustand der Apathie kommen, besonders bei schwereren Fällen wie einem Sonnenstich oder einem Apoplex.

Typische psychische Symptome:

  • Nervöse Erregung, oft durch akute Beschwerden
  • Apathie, besonders nach einem Schlaganfall oder Sonnenstich
  • Unruhe, besonders bei Herz- oder Kreislaufbeschwerden

Körperliche Symptomatik

Glonoinum zeigt seine Hauptwirkung bei plötzlich auftretenden, heftigen Beschwerden, die auf eine gestörte Blutzirkulation zurückzuführen sind. Zu den wichtigsten Symptomen gehören pulsierende Kopfschmerzen, ein hochrotes Gesicht und Hitzewallungen. Typisch sind auch Herzbeschwerden, die von ausstrahlendem Schmerz und einem vollen, kräftigen Puls begleitet werden.

Kopf:

  • Heftiger, pulsierender Kopfschmerz, oft verbunden mit einem Gefühl, als ob der Kopf platzen würde
  • Jeder Pulsschlag wird wie ein Schlag empfunden
  • Kopfschmerzen nach Sonnenexposition oder intensiver Hitze
  • Besserung durch frische Luft, Schlaf und Zurückbeugen des Kopfes

Herz und Kreislauf:

  • Angina pectoris, mit ausstrahlendem Schmerz in alle Richtungen
  • Voller, kräftiger Puls, oft mit Unruhe und Nervosität
  • Herzbeschwerden, die durch Wärme und Anstrengung verschlimmert werden

Fieber und Hitzewallungen:

  • Hitzewallungen, besonders in den Wechseljahren, oft mit hochrotem Kopf
  • Blutwallungen zum Kopf, die zu Kopfschmerzen und Schwindel führen
  • Fieber mit pulsierenden Kopfschmerzen, besonders bei Sonnenstich oder Überhitzung

Tinnitus:

  • Ohrensausen, oft begleitet von einem pulsierenden Kopfschmerz
  • Ohrenschmerzen, oft durch intensive Hitze oder Sonneneinwirkung verschlimmert

Anwendungen und Indikationen

Glonoinum ist besonders angezeigt bei akuten, plötzlichen Beschwerden, die durch Hitze oder Blutzufuhr zum Kopf ausgelöst werden. Es ist ein wichtiges Mittel bei Angina pectoris, Herzinfarkt und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit einem vollen, starken Puls und Hitzewallungen einhergehen. Auch bei Migräne, Sonnenstich und Apoplex (Schlaganfall) zeigt Glonoinum eine starke Wirkung.

Wichtige Indikationen:

  • Angina pectoris und Herzinfarkt, mit ausstrahlenden Schmerzen und vollem Puls
  • Kopfschmerzen und Migräne, besonders durch Hitze, Sonne oder Alkohol
  • Tinnitus, oft durch Bluthochdruck oder hitzebedingte Beschwerden
  • Hitzewallungen, besonders in den Wechseljahren oder bei Fieber
  • Apoplex (Schlaganfall), mit plötzlicher Schwäche und Lähmungen

Differentialdiagnose

Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Belladonna: Plötzlicher Beginn von Fieber oder Kopfschmerzen, mit hochrotem Gesicht und Empfindlichkeit gegenüber Licht und Berührung
  • Natrium muriaticum: Kopfschmerzen durch Sonne oder emotionale Belastung, oft mit Sehstörungen
  • Sanguinaria: Migräne und Kopfschmerzen, die vom Nacken nach oben ausstrahlen, oft durch Sonne oder Hitze ausgelöst
  • Lachesis: Hitzewallungen, die von einem Gefühl der Enge im Hals begleitet werden, besonders in den Wechseljahren

Potenzwahl und Mittelgabe

Glonoinum wird häufig in niedrigen bis mittleren Potenzen (D6 bis D30) verabreicht, besonders bei akuten Herz- und Kreislaufbeschwerden oder starken Kopfschmerzen. In höheren Potenzen kann es bei schwereren Fällen wie Migräne oder Schlaganfall eingesetzt werden.

Fazit

Glonoinum ist ein unverzichtbares Mittel bei akuten, plötzlichen Beschwerden, die durch Hitze, Blutzufuhr zum Kopf oder Kreislaufstörungen ausgelöst werden. Es zeigt eine besondere Wirksamkeit bei Angina pectoris, Migräne und Hitzewallungen, die durch Sonne oder Wärme verschlimmert werden. Die typischen Symptome, wie pulsierende Kopfschmerzen, hochrotes Gesicht und ein voller, kräftiger Puls, machen es zu einem wichtigen Mittel in der Behandlung von Kreislauf- und Herzbeschwerden.

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Vor allem wenn Sie für den Erhalt der Homöopathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die „Politik“ und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Homöopathie zu verbieten und / oder abzuschaffen!

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Synonyme: Gelsemium sempervirens, Gelsemium nitidum
Familie: Loganiaceae (Brechnussgewächse)
Verwendeter Pflanzenteil: Wurzelstock

Herkunft und allopathische Bedeutung

Gelsemium sempervirens, auch bekannt als Gelber Jasmin, ist eine Schlingpflanze, die hauptsächlich in Mittelamerika (Mexiko und Guatemala) sowie in Asien vorkommt. Die Pflanze hat einen schweren Geruch, und ihre Wirkstoffe – Gelsemin und Sempervivin – wirken sedierend auf das vegetative Nervensystem. In der Allopathie wird Gelsemium bei funktionellen kardiovaskulären Beschwerden, vasomotorischen Kopfschmerzen und Extrasystolie eingesetzt. Eine Überdosierung kann zu motorischen Lähmungen und Atemstillstand führen.

In der Homöopathie ist Gelsemium besonders bekannt für seine Wirkung bei Zuständen von Schwäche, Zittern und Benommenheit, die durch Angst, Schock oder Erwartungsspannung ausgelöst werden.

Charakteristik des Mittels

Gelsemium ist das Mittel der Wahl bei Zuständen, die mit geistiger und körperlicher Schwäche, Zittern und Benommenheit einhergehen. Diese Schwäche kann so ausgeprägt sein, dass der Patient unter Lähmungserscheinungen leidet, sei es durch Angst oder durch körperliche Erschöpfung. Typisch ist auch die Erwartungsangst, die den Patienten „lähmt“. Gelsemium-Patienten neigen zu Mutlosigkeit, zittern vor Schwäche und sind oft emotional erschüttert.

Leitsymptome:

  • Zittern vor Schwäche, sowohl körperlich als auch geistig
  • Benommenheit, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl
  • Erwartungsängste, Lampenfieber, lähmende Angst vor Prüfungen oder öffentlichen Auftritten
  • Dunkelrotes Gesicht, besonders bei Fieber
  • Besserung durch reichliches Urinieren

Organo- und Funktiotropie

Gelsemium wirkt hauptsächlich auf das Zentrale Nervensystem (ZNS), insbesondere auf das Gehirn, Rückenmark und die motorischen Nerven. Es zeigt auch eine starke Affinität zu den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts und der Atemwege sowie zu den weiblichen Geschlechtsorganen und dem Herz-Kreislauf-System.

Wichtige Zielorgane:

  • Zentrales Nervensystem (ZNS)
  • Bewegungssystem (Muskeln)
  • Schleimhäute (Magen-Darm-Trakt, Atemwege)
  • Herz und Kreislauf
  • Weibliche Geschlechtsorgane

Modalitäten

Verschlechterung durch:

  • Wärme, insbesondere Sonne und feucht-warmes Wetter
  • Bewegung, besonders Abwärtsbewegung
  • Angst, Erwartungssituationen, Prüfungen
  • Denken an die Beschwerden
  • Tabakrauch
  • Morgens, besonders zwischen 9:00 und 10:00 Uhr

Besserung durch:

  • Reichliches Urinieren
  • Liegen mit hochgelagertem Kopf
  • Weinen
  • Alkohol und Stimulanzien

Psychische Symptomatik

Gelsemium-Patienten neigen zu großer Schüchternheit und Zurückhaltung. Sie haben oft Angst vor öffentlichen Auftritten oder Prüfungssituationen und fühlen sich durch die Erwartungsspannung gelähmt. Mutlosigkeit und Willensschwäche sind ebenfalls typisch, und sie haben oft das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Häufig möchten sie allein sein, um sich von der emotionalen Belastung zu erholen.

Typische psychische Symptome:

  • Erwartungsängste, insbesondere Lampenfieber und Prüfungsangst
  • Mutlosigkeit und Feigheit
  • Angst vor Kontrollverlust, Angst zu fallen
  • Schüchternheit und Zurückhaltung
  • Verlangen nach Alleinsein

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Körperliche Symptomatik

Gelsemium zeigt seine Hauptwirkung bei Zuständen, die mit Schwäche, Zittern und Lähmungsgefühlen einhergehen. Diese können durch emotionale Belastungen, Angst oder Schreck ausgelöst werden. Typisch sind auch Kopfschmerzen mit einem dumpfen Gefühl im Kopf und Schwindel, oft begleitet von Sehstörungen und einem Gefühl, als ob der Kopf vergrößert wäre. Der Patient fühlt sich oft benommen und schläfrig.

Kopf:

  • Kopfschmerzen, pulsierend, besonders im Augen- oder Hinterkopfbereich
  • Gefühl, als ob ein Band um die Stirn liegt
  • Schwindel, besonders bei geschlossenen Augen oder in der Schwangerschaft
  • Benommenheit und Schläfrigkeit, oft mit Sehstörungen

Atemwege:

  • Kratzender Kitzelhusten, trocken, oft mit Schluckauf
  • Stridoröse Atmung und Atemnot
  • Hustenanfälle, die durch Aufregung oder Angst ausgelöst werden

Bewegungssystem:

  • Zittern und Muskelschwäche, besonders in den Beinen
  • Lähmungsgefühle, besonders der Augenlider, der Zunge und des Gaumensegels
  • Nackenschmerzen und Nackensteife, oft mit Kopfschmerzen

Fieber:

  • Langsam entwickelndes Fieber, oft ohne Durst
  • Zerschlagenheitsgefühl und Schläfrigkeit
  • Kaltschweißigkeit, besonders am Kopf
  • Schüttelfrost, oft mit Kälteschauern, die den Rücken hinunterlaufen

Anwendungen und Indikationen

Gelsemium ist indiziert bei Zuständen von Schwäche und Lähmung, die durch Angst, Schock oder emotionale Belastung ausgelöst werden. Es ist ein wichtiges Mittel bei Lampenfieber, Prüfungsangst und Erwartungsängsten, aber auch bei grippalen Infekten, die sich langsam entwickeln und mit Zittern, Schläfrigkeit und Benommenheit einhergehen. Es hilft auch bei Kopfschmerzen, die durch emotionale Belastung oder Hitze ausgelöst werden.

Wichtige Indikationen:

  • Prüfungsangst, Lampenfieber, Erwartungsangst
  • Grippale Infekte, mit Zittern und Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen, besonders durch Angst, Hitze oder Aufregung
  • Schwäche und Zittern, besonders nach emotionaler Belastung
  • Muskelschwäche und Lähmungsgefühle, besonders im Nacken und in den Beinen

Differentialdiagnose

Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Argentum nitricum: Ängste, besonders Prüfungsangst, mit Zittern und Durchfall
  • Belladonna: Heftige, pulsierende Kopfschmerzen, hohes Fieber
  • Causticum: Muskellähmungen, besonders nach Schock oder Angst
  • Eupatorium perfoliatum: Grippe mit starkem Zerschlagenheitsgefühl
  • Apis: Fieber mit rotem Gesicht und Empfindlichkeit gegenüber Berührung

Potenzwahl und Mittelgabe

Gelsemium wird häufig in mittleren Potenzen (D6 bis D30) eingesetzt, besonders bei akuten Angstzuständen, Lampenfieber und grippalen Infekten. Es kann auch in höheren Potenzen verabreicht werden, wenn die Symptome stärker ausgeprägt sind.

Fazit

Gelsemium sempervirens ist ein unverzichtbares Mittel bei Zuständen von Schwäche, Zittern und Lähmung, die durch Angst, Erwartungsspannung oder emotionale Belastung ausgelöst werden. Es zeigt eine besondere Wirksamkeit bei Lampenfieber, Prüfungsangst und grippalen Infekten, die sich langsam entwickeln. Die typischen Symptome wie Benommenheit, Schläfrigkeit und das Zittern vor Schwäche machen es zu einem wichtigen Mittel in der Behandlung emotionaler und nervöser Beschwerden.

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Synonyme: Ferriphosphat (FePO4)
Miasmatischer Bezug: Psorisch, tuberkulinisch
Verwendeter Wirkstoff: Eisenphosphat

Herkunft und allopathische Bedeutung

Ferrum phosphoricum, auch bekannt als Eisenphosphat, ist in der Homöopathie ein wichtiges Mittel für das erste Stadium entzündlicher und fieberhafter Prozesse. Es wirkt besonders gut, bevor typische Krankheitszeichen wie Eiter oder starke Exsudationen auftreten. Allopathisch hat Eisenphosphat Bedeutung bei Anämien und wird in der traditionellen Medizin bei Entzündungen und Infektionskrankheiten verwendet.

Ferrum phosphoricum ist besonders angezeigt bei Krankheiten, die sich langsam entwickeln und noch in einem frühen Stadium sind. Häufige Beschwerden sind katarrhalische Entzündungen der Lungen und Ohren. Das Mittel hilft bei Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen, wie Lärm, Schmerz und Kälte.

Charakteristik des Mittels

Ferrum phosphoricum wird oft als „schwaches Mittel“ beschrieben, das bei anfänglichen, uncharakteristischen Symptomen zum Einsatz kommt. Es eignet sich besonders für Menschen, die körperlich und mental leicht erschöpft sind, aber oft gesund und blühend aussehen. Typisch ist die Schwäche, die durch körperliche Überanstrengung, Operationen oder emotionale Belastungen ausgelöst wird. Patienten reagieren empfindlich auf Lärm, Schmerz und Kälte.

Leitsymptome:

  • Beginn entzündlicher, fieberhafter Prozesse, bevor Exsudationen auftreten
  • Kopfkongestionen mit rotem Gesicht, Nasenbluten oder Kopfschmerzen
  • Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen wie Lärm, Schmerz, Kälte
  • Periodizität und Wechselhaftigkeit in der Krankheitsentwicklung
  • Blutungsneigung, besonders hellrotes Blut (z.B. Nasenbluten)

Organo- und Funktiotropie

Ferrum phosphoricum wirkt besonders auf das Blut, das Herz-Kreislauf-System, die Lungen, den Magen-Darm-Traktund das Bewegungs- und Stützsystem. Es beeinflusst auch das Lymphsystem und hat eine besondere Affinität zu rechtsseitigen Beschwerden.

Wichtige Zielorgane:

  • Blut und Gefäße
  • Lungen und Atemwege
  • Herz-Kreislauf-System
  • Magen-Darm-Trakt
  • Bewegungsapparat

Modalitäten

Verschlechterung durch:

  • Nachts, besonders 4:00–6:00 Uhr
  • Frische Luft
  • Schnelle Bewegung
  • Unterdrückte Schweißabsonderungen
  • Kälteanwendungen, besonders bei rheumatischen Beschwerden

Besserung durch:

  • Langsame, sanfte Bewegung
  • Kälteanwendungen, besonders bei Kopfschmerzen
  • Waschen des Gesichts mit kaltem Wasser
  • Ruhe und Hinlegen

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Psychische Symptomatik

Ferrum phosphoricum-Patienten sind oft nervös, reizbar und unruhig. Sie neigen zu einer wechselhaften Stimmungslage, die sich zwischen Fröhlichkeit und Melancholie abwechselt. Diese Patienten haben ein großes Mitgefühl für andere, können aber selbst nur schwer mit Widerspruch umgehen. In angespannten Situationen reagieren sie schnell verärgert oder ziehen sich zurück.

Typische psychische Symptome:

  • Nervosität und leichte Erregbarkeit
  • Reizbarkeit, besonders gegenüber Widerspruch
  • Unruhiger Schlaf, besonders nachts
  • Wechselhafte Stimmungen, zwischen Fröhlichkeit und Melancholie
  • Angstzustände, besonders nachts oder in Stresssituationen

Körperliche Symptomatik

Ferrum phosphoricum zeigt seine Hauptwirkung bei entzündlichen Prozessen, die sich langsam entwickeln. Häufige Symptome sind Kopfdruck, Nasenbluten, Husten und Kreislaufschwäche. Die Patienten neigen zu einer Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen, wie Lärm, Kälte oder Berührung. Typisch sind auch Schmerzen, die sich durch langsame Bewegung bessern, aber durch schnelle Bewegung verschlimmern.

Kopf:

  • Kopfkongestionen, besonders mit rotem Gesicht und Nasenbluten
  • Pulsierende Kopfschmerzen, die durch Kälteanwendungen verschlimmert werden
  • Kopfschmerzen mit Gesichtsröte und Druckgefühl

Atemwege:

  • Trockener, schmerzhafter Kitzelhusten, manchmal mit blutigen Beimengungen
  • Atemnot und Beengungsgefühl in der Brust
  • Langsam beginnende katarrhalische Prozesse, besonders bei Lungenentzündungen

Magen-Darm-Trakt:

  • Empfindlicher Magen, oft mit saurem Aufstoßen und Erbrechen
  • Unverdaute Durchfälle, besonders nach dem Essen
  • Blähungen und Völlegefühl

Bewegungssystem:

  • Rheumatische Beschwerden, besonders im Schultergürtel und in den Armen
  • Schmerzen, die von einem Gelenk zum anderen wandern
  • Rückenschmerzen und Steifheit der Muskeln

Anwendungen und Indikationen

Ferrum phosphoricum ist besonders indiziert bei entzündlichen Prozessen im Anfangsstadium, oft ohne deutliche Symptome. Es hilft bei leichten Erkältungen, grippalen Infekten, Fieber und Entzündungen der Atemwege. Auch bei rheumatischen Beschwerden, die sich langsam entwickeln, ist Ferrum phosphoricum ein wichtiges Mittel. Typisch ist die Neigung zu Nasenbluten und Kopfschmerzen, besonders bei Kindern.

Wichtige Indikationen:

  • Erkältungen und grippale Infekte im Anfangsstadium
  • Mittelohrentzündung (Otitis media), besonders bei Kindern
  • Fieber ohne charakteristische Symptome
  • Rheumatische Beschwerden, besonders im Schulterbereich
  • Kopfschmerzen mit Kopfkongestion und Nasenbluten

Differentialdiagnose

Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Aconitum: Plötzlich einsetzendes Fieber, Angst und Unruhe
  • Belladonna: Heftige fiebrige Zustände mit roten, heißen Hautpartien
  • Gelsemium: Grippe mit Schwäche, Zittern und Schläfrigkeit
  • Phosphoricum acidum: Schwächezustände nach emotionaler Belastung oder chronischer Krankheit

Potenzwahl und Mittelgabe

Ferrum phosphoricum wird häufig in niedrigen bis mittleren Potenzen (D6 bis D12) verabreicht, besonders bei akuten entzündlichen Prozessen im Anfangsstadium. Es kann auch in höheren Potenzen angewendet werden, wenn die Symptome weniger akut sind.

Fazit

Ferrum phosphoricum ist ein unverzichtbares Mittel bei entzündlichen Prozessen im Anfangsstadium, die oft ohne klare Krankheitszeichen beginnen. Es ist besonders wirksam bei Erkältungen, grippalen Infekten und leichten Fieberzuständen, die von Kopfdruck, Nasenbluten und Kreislaufschwäche begleitet werden. Patienten, die auf Ferrum phosphoricum ansprechen, sind oft nervös, leicht reizbar und überempfindlich gegenüber äußeren Reizen wie Lärm oder Kälte.

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Synonyme: Eupatorium perfoliatum
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Verwendeter Pflanzenteil: Oberirdische Pflanzenteile vor der Blüte

Herkunft und allopathische Bedeutung

Eupatorium perfoliatum, auch bekannt als roter Wasserhanf oder Kunigundenkraut, ist in Nordamerika heimisch, insbesondere in Florida und Texas. In der Allopathie wird die oberirdische Pflanze vor der Blüte verwendet, insbesondere bei Verdauungsstörungen, Zystitis, Halsentzündungen und grippalen Fieberzuständen. Die nordamerikanischen Ureinwohner nutzten Eupatorium auch als Malariamittel.

In der Homöopathie ist Eupatorium perfoliatum besonders bekannt für seine Wirkung bei grippeähnlichen Zuständen mit schweren Glieder- und Knochenschmerzen sowie einem starken Zerschlagenheitsgefühl, weshalb es auch als „Bone-Set“ bezeichnet wird.

Charakteristik des Mittels

Eupatorium perfoliatum ist ein wichtiges Mittel bei grippalen Infekten, die von trockenem Fieber, Schmerzen in den Knochen und einem ausgeprägten Zerschlagenheitsgefühl begleitet werden. Der Patient hat einen starken Durst auf kaltes Wasser, das Trinken kann jedoch Übelkeit auslösen. Typisch ist auch ein Bewegungsdrang, der jedoch keine Linderung verschafft.

Leitsymptome:

  • Grippale Infekte mit Knochenschmerzen und Zerschlagenheitsgefühl
  • Trockenes, periodisch wiederkehrendes Fieber
  • Ruhelosigkeit, Bewegungsdrang ohne Besserung
  • Frieren, das im Kreuz beginnt
  • Großer Durst auf kalte Getränke

Organo- und Funktiotropie

Eupatorium perfoliatum wirkt besonders stark auf das Bewegungs- und Stützsystem, insbesondere auf die Knochen und Glieder, die von einem Gefühl der Zerschlagenheit und Steifheit betroffen sind. Auch die Atemwege und der Magen-Darm-Trakt sind häufig involviert, mit trockenem Husten und Übelkeit. Das Mittel hat zudem eine Beziehung zur Leberund den Harnwegen.

Wichtige Zielorgane:

  • Knochen und Bewegungssystem
  • Atemwege (Bronchien, Lunge)
  • Magen-Darm-Trakt
  • Leber und Blase

Modalitäten

Verschlechterung durch:

  • Morgens (besonders 7:00–9:00 Uhr)
  • Feuchte, kalte Luft
  • Bewegung
  • Liegen auf der betroffenen Seite
  • Gerüche und Anblick von Speisen

Besserung durch:

  • Erbrechen von Galle
  • Schwitzen
  • Liegen auf dem Gesicht oder in Knie-Brust-Lage (besonders beim Husten)
  • Ablenkung, Gespräche

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Psychische Symptomatik

Eupatorium-Patienten sind häufig ruhelos und verspüren einen starken Bewegungsdrang, der jedoch keine Linderung der Beschwerden bringt. Sie sind niedergeschlagen, lustlos und leiden oft unter beunruhigenden Angstzuständen. Besonders auffällig ist die Unruhe während der Erkrankung.

Typische psychische Symptome:

  • Ruhelosigkeit mit Bewegungsdrang
  • Niedergeschlagenheit und Angstzustände
  • Lustlosigkeit

Körperliche Symptomatik

Eupatorium perfoliatum zeigt seine Hauptwirkung bei grippeähnlichen Zuständen, die von Knochen- und Gliederschmerzen begleitet werden. Typisch ist das Gefühl, als wären die Knochen gebrochen, was dem Mittel auch den Namen „Bone-Set“ eingebracht hat. Der Patient friert oft, besonders im unteren Rückenbereich, und entwickelt ein trockenes Fieber mit starkem Durst auf kaltes Wasser. Begleitend dazu können Lungenbeschwerden wie ein trockener, schmerzhafter Husten auftreten, der von berstenden Kopfschmerzen begleitet wird.

Kopf:

  • Heftige, pulsierende Kopfschmerzen, besonders am Hinterkopf
  • Berstende Kopfschmerzen beim Husten, besonders bei Fieber
  • Periodisch auftretende Kopfschmerzen, alle 3 oder 7 Tage

Atemwege:

  • Trockener, schmerzhafter Husten, der Kopfschmerzen verstärkt
  • Muss sich beim Husten die Brust halten
  • < nachts, > Liegen in Knie-Brust-Lage
  • Bronchitis, begleitet von starkem Fliessschnupfen und Niesen

Bewegungssystem:

  • Zerschlagenheitsgefühl in den Knochen und Gliedern, besonders in Armen und Handgelenken
  • Steifheit und Schmerzen in den Muskeln, vor allem zu Beginn eines grippalen Infekts
  • Gefühl, als wären die Knochen gebrochen

Magen-Darm-Trakt:

  • Übelkeit und Erbrechen, Erleichterung nach Erbrechen
  • Vor dem Erbrechen Durst
  • Druckempfindlichkeit im Leber-Galle-Bereich

Fieber:

  • Trockene, periodisch wiederkehrende Fieberzustände
  • Frieren, das im unteren Rückenbereich beginnt
  • Kälteschauer, die von oben nach unten laufen
  • Ausgeprägtes Zerschlagenheitsgefühl während des Fiebers

Anwendungen und Indikationen

Eupatorium perfoliatum ist indiziert bei grippeartigen Beschwerden, die von starken Glieder- und Knochenschmerzen sowie einem Gefühl der Zerschlagenheit begleitet werden. Es ist besonders nützlich bei trockenem, periodisch wiederkehrendem Fieber, bei dem der Patient trotz eines starken Durstes nach kalten Getränken nach dem Trinken Übelkeit verspürt. Typisch ist auch das Auftreten von Kopfschmerzen und Husten, die das Gefühl verstärken, als wären die Knochen gebrochen.

Wichtige Indikationen:

  • Grippe und grippale Infekte (mit Knochenschmerzen und Zerschlagenheitsgefühl)
  • Fieber (trocken, periodisch, mit Kälteschauern)
  • Bronchitis (mit trockenem, schmerzhaftem Husten)
  • Malaria (periodische Fieberzustände)
  • Rheumatische Beschwerden (mit Zerschlagenheitsgefühl in den Gliedern)

Differentialdiagnose

Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Bryonia: Grippale Infekte mit Schmerzen, die durch Druck besser werden
  • Gelsemium: Grippale Infekte mit Schwäche und Benommenheit
  • Natrium muriaticum: Intermittierendes Fieber und bei periodischen Beschwerden
  • Ferrum phosphoricum: Grippale Infekte im Anfangsstadium
  • Phytolacca: Grippale Infekte mit starkem Zerschlagenheitsgefühl
  • Sepia: Grippale Infekte mit Schwäche und Erschöpfung

Potenzwahl und Mittelgabe

Eupatorium perfoliatum wird häufig in mittleren Potenzen angewendet (D6 bis D30), insbesondere bei akuten grippalen Infekten und Fieberzuständen. Die Reaktionsdauer liegt in der Regel bei einigen Tagen, abhängig von der Schwere der Erkrankung.

Fazit

Eupatorium perfoliatum ist ein unverzichtbares Mittel bei grippalen Infekten, die von starken Knochenschmerzen und einem ausgeprägten Zerschlagenheitsgefühl begleitet werden. Es zeigt eine besondere Wirksamkeit bei periodisch wiederkehrendem Fieber, das von Kälteschauern und einem starken Durst auf kalte Getränke begleitet wird. Die typischen Beschwerden wie berstende Kopfschmerzen, trockener Husten und das Gefühl „wie zerschlagen“ machen es zu einem wichtigen Arzneimittel in der Behandlung von Erkältungen, Grippe und rheumatischen Beschwerden.

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Synonyme: Solanum dulcamara
Familie: Solanaceae (Nachtschattengewächse)
Verwendeter Pflanzenteil: Frische, vor der Blüte gesammelte Triebe

Herkunft und allopathische Bedeutung

Dulcamara, auch bekannt als Bittersüß oder bittersüßer Nachtschatten, wächst in feuchten Auenwäldern Europas, Nordafrikas und Asiens. Die arzneilich wirksamen Bestandteile befinden sich in den frischen Trieben, die vor der Blüte gesammelt werden. Diese enthalten Alkaloide und Saponine, die in der Allopathie bei Erkrankungen wie psoriatischen Ekzemen, Durchfall und rheumatischen Störungen eingesetzt werden.

In der Homöopathie ist Dulcamara besonders für Beschwerden indiziert, die durch feuchte Kälte ausgelöst werden. Die Alkaloide des bittersüßen Nachtschattens schädigen Zellwände und fördern Schleimabsonderungen, was das Mittel bei katarrhalischen Erkrankungen der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts und der Harnwege wirksam macht.

Charakteristik des Mittels

Dulcamara ist das Mittel der Wahl bei Beschwerden, die durch feuchtes, kaltes Wetter verschlimmert werden. Typisch sind reichliche Schleimabsonderungen und eine ausgeprägte Neigung zu Erkältungen. Die Beschwerden treten oft nach plötzlichen Temperaturwechseln oder durch Durchnässung auf. Patienten sind oft willensstarke, dominierende Persönlichkeiten, die jedoch an einem Mangel an Lebenswärme leiden und sich leicht erkälten.

Leitsymptome:

  • Empfindlichkeit gegenüber feuchter Kälte
  • Katarrhe mit übermäßiger Schleimabsonderung
  • Erkältungen bei nass-kaltem Wetter
  • Willensstärke und Dominanz
  • Besserung durch Bewegung

Organo- und Funktiotropie

Dulcamara wirkt besonders stark auf die Schleimhäute der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts und der ableitenden Harnwege. Häufige Beschwerden sind katarrhalische Entzündungen mit starker Schleimproduktion. Auch das Bewegungs- und Stützsystem, insbesondere der Lendenwirbelbereich, wird häufig von rheumatischen Beschwerden betroffen. Zudem beeinflusst das Mittel die Haut, was sich in Form von juckenden, brennenden Ausschlägen äußert.

Wichtige Zielorgane:

  • Schleimhäute (Atemwege, Magen-Darm-Trakt, Harnwege)
  • Bewegungsapparat (Muskeln und Gelenke, v.a. LWS-Bereich)
  • Haut (juckende, exsudative Ausschläge)

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Modalitäten

Verschlechterung durch:

  • Feuchtes, kaltes Wetter
  • Plötzliche Temperaturwechsel, insbesondere von warm zu kalt
  • Durchnässung und Aufenthalt in feucht-kalten Räumen
  • Abkühlung nach Überhitzung
  • Kalte Speisen und Getränke

Besserung durch:

  • Bewegung
  • Wärme und gleichmäßiges, trockenes Wetter
  • Aufstehen aus dem Sitzen
  • Absonderungen (z.B. Schleimabgang)

Psychische Symptomatik

Dulcamara-Patienten zeigen oft eine starke Willensstärke und Dominanz, insbesondere gegenüber der eigenen Familie. Sie sind unruhig, hektisch und haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Trotz ihrer Dominanz sind sie leicht reizbar und können sich schnell über Kleinigkeiten ärgern. Interessanterweise zeigt sich die Unruhe vor allem nachts, während sie tagsüber oft schläfrig sind.

Typische psychische Symptome:

  • Willensstärke und Dominanz, v.a. im familiären Umfeld
  • Unruhe und Bewegungsdrang, besonders nachts
  • Reizbarkeit und Empfindlichkeit gegenüber Beleidigungen
  • Verzweiflung wegen Kleinigkeiten

Körperliche Symptomatik

Dulcamara wirkt besonders bei Erkältungskrankheiten, die durch feuchte Kälte ausgelöst wurden. Typisch sind katarrhalische Erkrankungen der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts und der Harnwege, begleitet von reichlichen, dick-gelblichen Schleimabsonderungen. Rheumatische Beschwerden, die durch nasse Kälte verschlimmert werden, sowie Hautausschläge, die im Wechsel mit anderen Beschwerden auftreten, sind ebenfalls charakteristisch.

Atemwege:

  • Trockener, krampfartiger Husten mit reichlichem Schleimauswurf
  • Asthmatische Beschwerden, besonders bei feuchtem Wetter
  • Rasselnde Atmung, < Liegen, > frische Luft
  • Bronchitis und Asthma bronchiale, v.a. bei älteren Menschen

Bewegungsapparat:

  • Subakuter Muskel- und Gelenkrheumatismus infolge nasser Kälte
  • Rückenschmerzen und Steifheit, v.a. im LWS-Bereich
  • Zerschlagenheitsgefühl, Lähmungsgefühl, ziehende Gliederschmerzen
  • durch Bewegung

Haut:

  • Exsudative, inkrustierende Hautausschläge (Herpes, Urticaria, Milchschorf)
  • Juckende, brennende Pusteln, < Kälte, > Kälteanwendungen
  • Warzen, v.a. im Gesicht und an den Fingern

Verdauung:

  • Kolikartige Durchfälle, v.a. bei kalter Witterung oder nach plötzlicher Abkühlung
  • Wässrig-gelber, schleimiger Durchfall, oft bei Kleinkindern
  • Bauchschmerzen und Leibkrämpfe vor dem Stuhlgang

Harnwege:

  • Blasenentzündung infolge von Durchnässung
  • Schmerzen in der Harnröhre beim Urinieren, trüber, milchiger Urin

Anwendungen und Indikationen

Dulcamara ist ein wertvolles Mittel bei Krankheiten, die durch feuchte Kälte ausgelöst werden, insbesondere bei Erkältungen, rheumatischen Beschwerden und Hautausschlägen. Es wird häufig bei katarrhalischen Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts, sowie bei Blasenentzündungen und Durchfall eingesetzt. Typisch ist die Besserung der Beschwerden durch Bewegung und warme, trockene Umgebungen.

Wichtige Indikationen:

  • Rheumatische Beschwerden (Muskel- und Gelenkrheumatismus, Rückenschmerzen)
  • Katarrhalische Erkrankungen (Schnupfen, Bronchitis, Asthma bronchiale)
  • Erkältungen infolge von feuchtem Wetter und Temperaturwechseln
  • Durchfall, v.a. durch plötzliche Abkühlung
  • Blasenentzündungen infolge von Durchnässung
  • Hautausschläge (Herpes, Urticaria, seborrhoisches Ekzem)

Differentialdiagnose

Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Natrium sulfuricum: Erkältungen und rheumatische Beschwerden durch Nässe und Kälte
  • Rhus toxicodendron: Neuralgien und rheumatische Beschwerden, verschlimmert durch Nässe und Kälte
  • Aconitum: Erkältungen infolge kalter Zugluft oder plötzlicher Kälteeinwirkung
  • Apis: Urticaria und andere Hautausschläge

Potenzwahl und Mittelgabe

Dulcamara wird häufig in mittleren Potenzen (D6 bis D30) verabreicht, insbesondere bei akuten Erkältungsbeschwerden, rheumatischen Schmerzen und Hautausschlägen. Die Reaktionsdauer beträgt im Durchschnitt 30 bis 40 Tage.

Fazit

Dulcamara ist ein unverzichtbares Mittel bei Krankheiten, die durch feuchte Kälte ausgelöst werden, insbesondere bei Erkältungen, die oft mit reichlichen Schleimabsonderungen einhergehen. Es zeigt eine besondere Wirksamkeit bei rheumatischen Beschwerden, die durch kaltes, nasses Wetter verschlimmert werden, und bei Hauterkrankungen, die sich im Wechsel mit anderen Beschwerden wie Asthma oder Durchfall zeigen. Typisch für Dulcamara ist die Besserung der Beschwerden durch Bewegung und Wärme, während Kälte und Nässe die Symptome verschlechtern.

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Synonyme: Drosera rotundifolia, Drosera anglica, Drosera intermedia
Familie: Droseraceae (Sonnentaugewächse)
Verwendeter Pflanzenteil: Ganze Pflanze

Herkunft und allopathische Bedeutung

Drosera rotundifolia, der rundblättrige Sonnentau, gedeiht auf kalkarmen Böden in Europa, Asien und Nordamerika. Es handelt sich um eine fleischfressende Pflanze, die durch ihre berührungsempfindlichen Drüsen Beutetiere fängt, verdaut und die Nährstoffe aufnimmt. Der deutsche Name „Sonnentau“ leitet sich von den glänzenden Drüsen ab, die in der Sonne wie Tautropfen erscheinen.

In der Allopathie wird Drosera traditionell zur Behandlung von Bronchitis und Keuchhusten verwendet. In der Homöopathie hingegen ist Drosera eines der wichtigsten Mittel bei krampfartigem Husten, insbesondere bei Keuchhusten, und bei Beschwerden der Atemwege.

Charakteristik des Mittels

Drosera rotundifolia ist besonders angezeigt bei krampfartigen Hustenanfällen, die durch Kitzelreiz im Hals ausgelöst werden. Typisch sind auch Erstickungsgefühle während des Hustens sowie die Tendenz zu nächtlichen Hustenanfällen. Drosera-Patienten neigen zu Reizbarkeit und Eigensinn, fühlen sich schnell belästigt und zeigen eine ausgeprägte Unruhe.

Leitsymptome:

  • Krampfartiger, trockener Husten, der durch Kitzel im Hals ausgelöst wird
  • Erstickungsgefühl während des Hustens, oft bis zum Erbrechen
  • Reizbarkeit und Eigensinn
  • Rechtsseitige Beschwerden

Organo- und Funktiotropie

Drosera wirkt vor allem auf die Atemwege, insbesondere bei spastischen Beschwerden der Bronchien und Luftröhre. Es zeigt eine starke Affinität zu tuberkulinischen Erkrankungen und wirkt auch auf die Röhrenknochen, was es bei wachstumsbedingten Knochenbeschwerden und rheumatischen Schmerzen nützlich macht.

Wichtige Zielorgane:

  • Atemwege (Lunge, Bronchien, Kehlkopf)
  • Röhrenknochen (Wachstumsschmerzen, tuberkulöse Prozesse)

Modalitäten

Verschlechterung durch:

  • Nachts, vor allem nach Mitternacht
  • Hinlegen und Bettwärme
  • Sprechen, Lachen und Singen
  • Essen und Trinken

Besserung durch:

  • Frische Luft
  • Aufsetzen im Bett
  • Langsame Bewegung

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Psychische Symptomatik

Drosera-Patienten sind oft reizbar und eigensinnig. Sie neigen dazu, sich über Kleinigkeiten aufzuregen und wirken unruhig und griesgrämig. Obwohl sie Angst vor dem Alleinsein haben, fühlen sie sich gleichzeitig belästigt, wenn sie von anderen umgeben sind. Diese Ambivalenz und die nächtliche Angst verstärken das Gefühl der Unsicherheit.

Typische psychische Symptome:

  • Reizbarkeit, insbesondere durch Kleinigkeiten
  • Eigensinn und Hartnäckigkeit
  • Angst vor dem Alleinsein, besonders nachts
  • Misstrauen, selbst gegenüber engen Freunden

Körperliche Symptomatik

Drosera wirkt vor allem auf die Atemwege und verursacht krampfartige Hustenanfälle, die oft von Erstickungsgefühlen begleitet werden. Der Husten ist trocken, heiser und kann so stark sein, dass er zu Würgereiz und Erbrechen führt. Typisch sind auch Schmerzen in der Brust während des Hustens, die durch Druck gelindert werden. Häufig kommt es zu nächtlichen Hustenanfällen, die den Patienten erschöpfen und zu einer bläulichen Verfärbung des Gesichts führen können.

Atemwege:

  • Trockener, krampfartiger Husten mit Erstickungsgefühl
  • Hustenanfälle alle zwei Stunden, oft nachts
  • Husten, begleitet von Nasen- und Mundblutungen
  • Stechende Schmerzen in der Brust, < Husten, > Druck
  • Bronchitis, Keuchhusten, Asthma bronchiale

Bewegungssystem:

  • Schmerzen in den Gliedern, als ob das Bett zu hart sei
  • Steifheit der Gelenke, insbesondere in der rechten Hüfte und im rechten Bein
  • Wachstumsschmerzen, besonders in den Röhrenknochen

Fieber:

  • Schüttelfrost in Ruhe, > Bewegung
  • Durstlosigkeit im Fieber, Durst nach der Frostphase

Anwendungen und Indikationen

Drosera ist das Mittel der Wahl bei krampfartigem Husten, der besonders nachts auftritt und durch Kitzel im Hals ausgelöst wird. Es wird auch bei Keuchhusten, Bronchitis und Asthma bronchiale eingesetzt. Drosera-Patienten leiden häufig unter stechenden Schmerzen in der Brust, die sich durch Husten verschlimmern und durch Druck lindern lassen. Typisch sind auch Erstickungsanfälle während des Hustens, die den Patienten stark erschöpfen.

Wichtige Indikationen:

  • Krampfartiger Husten, besonders nachts, ausgelöst durch Kitzel im Hals
  • Keuchhusten, mit Erstickungsgefahr und Würgereiz
  • Bronchitis und Asthma bronchiale
  • Stechende Brustschmerzen, verschlimmert durch Husten, verbessert durch Druck
  • Tuberkulöse Beschwerden (Atemwege und Knochen)
  • Wachstumsschmerzen in den Röhrenknochen

Differentialdiagnose

Mittel, die bei ähnlichen Symptomen in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Bryonia: Krampfhafter Kitzelhusten, > Druck
  • Coccus cacti: Krampfhafter Kitzelhusten, besonders bei Keuchhusten
  • Corralium rubrum: Krampfhafter Kitzelhusten, salvenartige Hustenanfälle
  • Cuprum: Krampfhafter Kitzelhusten, mit Keuchhusten
  • Rumex: Krampfhafter Kitzelhusten, der einsetzt, sobald der Kopf das Kissen berührt, besonders bei Kindern

Potenzwahl und Mittelgabe

Drosera wird häufig in mittleren Potenzen (D6 bis D30) verordnet, insbesondere bei akuten Hustenanfällen und Bronchitis. Es wirkt in der Regel innerhalb weniger Tage und zeigt gute Erfolge bei der Linderung von krampfartigem Husten und tuberkulösen Beschwerden.

Fazit

Drosera rotundifolia ist eines der wichtigsten homöopathischen Mittel bei krampfartigem Husten, der durch Kitzel im Hals ausgelöst wird. Es zeigt eine besondere Wirksamkeit bei nächtlichen Hustenanfällen, die von Erstickungsgefühlen und Würgereiz begleitet werden. Darüber hinaus ist Drosera ein wertvolles Mittel bei tuberkulösen Beschwerden und Wachstumsschmerzen der Röhrenknochen, insbesondere bei Kindern. Die charakteristische Verschlimmerung der Beschwerden nachts und beim Hinlegen macht es zu einem unverzichtbaren Mittel in der Behandlung von Atemwegs- und Knochenerkrankungen.

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Beitragsbild: pixabay.com – Hans