Rhus toxicodendron (Giftsumach)

Botanischer Name: Rhus toxicodendron quercifolium
Familie: Anacardiaceae
Verwendeter Teil: Frische Blätter oder junge, noch nicht verholzte Sprosse
Vorkommen: Nord- und Mittelamerika, Ostasien; in Europa als Zierstrauch

Allopathische Verwendung

Der Wirkstoff Toxicodendrol bzw. Urushiol, der in den Blättern von Rhus toxicodendron enthalten ist, verursacht bei Hautkontakt bereits in minimaler Dosis ein juckendes Ekzem. Getrocknete Blätter sind dagegen unwirksam. In der Homöopathie ist Rhus toxicodendron ein wichtiges Mittel bei exanthematischen Infektionskrankheiten und rheumatischen Beschwerden. Es wird häufig eingesetzt, wenn Beschwerden durch Erkältung, Durchnässung, Überanstrengung oder Verstauchung verursacht werden.

Miasmatischer Bezug

  • Psorisch
  • Sykotisch

Mittelkern

Im Zentrum des homöopathischen Mittels Rhus toxicodendron steht die Unbeweglichkeit auf geistiger und körperlicher Ebene, die durch eine psychische und physische Ruhelosigkeit begleitet wird. Die Patienten fühlen sich getrieben und können in keiner Lage Ruhe finden. Sie haben ein starkes Verlangen nach Bewegung und leiden unter Steifheit und Lähmungsgefühl, besonders nach Ruhephasen.

Leitsymptome

  • Ruhelosigkeit: Ständiger Bewegungsdrang, besonders in der Nacht
  • Steifheit und Lähmungsgefühl: Besonders bei Bewegungsbeginn, Besserung durch fortgesetzte Bewegung
  • Hautausschläge: Herpetiforme, juckende Ausschläge
  • Verschlimmerung durch Kälte und Ruhe
  • Besserung durch fortgesetzte Bewegung und Wärme

Organo- und Funktiotropie

Rhus toxicodendron wirkt umfassend auf den gesamten Organismus, insbesondere auf:

  • Haut: Bläschenartige Eruptionen, herpetiforme Ausschläge
  • Schleimhäute: Entzündungen von Mund, Kehlkopf, Magen-Darm-Trakt
  • Nervensystem: Kopfschmerzen, Schwindel, Nervenschmerzen
  • Lungen: Kongestion, Infiltration
  • Stütz- und Bewegungssystem: Gelenk-, Sehnen- und Bänderbeschwerden, rheumatische Entzündungen
  • Blut: Erhöhtes Fibrin, venöse Stauungen

Causa

Rhus toxicodendron wird oft bei Beschwerden eingesetzt, die durch nasse Kälte verursacht werden, wie z.B.:

  • Durchnässung, z.B. durch Regen oder nasse Kleidung
  • Plötzliche Abkühlung bei Erhitzung
  • Kaltbaden nach Schwitzen
  • Feucht-kaltes Wetter oder Nebel

Es wird auch bei Beschwerden durch Verstauchung, Verrenkung oder Überanstrengung angewendet.

Persönlichkeitsmerkmale

Patienten, die Rhus toxicodendron benötigen, sind häufig ruhelos, sowohl körperlich als auch geistig. Sie sind oft depressiv, quälen sich mit unangenehmen Gedanken und haben das Gefühl, dass sie sich von etwas nicht lösen können. Diese Menschen sind misstrauisch und fürchten, dass ihre Medizin sie vergiften könnte. Die Beschwerden treten häufig nachts auf und verschlimmern sich in Ruhe.

Typische Merkmale:

  • Ruhelosigkeit: Kann in keiner Position Ruhe finden, wechselt ständig die Lage
  • Depression und Sorgen: Quälen sich mit unangenehmen Gedanken, besonders nachts
  • Misstrauen und Angst: Furcht vor Vergiftung

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Körperliche Symptomatik

Bewegungssystem / Gelenke

Im Zentrum der körperlichen Symptomatik steht die Unbeweglichkeit und Steifheit, die sich bei Bewegungsbeginn zeigt. Die Patienten haben ein starkes Verlangen nach Bewegung, was die Beschwerden nach einer gewissen Zeit bessern kann. Typisch sind rheumatische Entzündungen, Schmerzen in den Gelenken und Muskeln, die besonders in Ruhe oder bei Kälte schlimmer werden.

  • Steifheit und Lähmungsgefühl: Besonders bei Bewegungsbeginn, Besserung durch fortgesetzte Bewegung
  • Rheumatische Beschwerden: Gelenk- und Knieschmerzen, Lumbago, Ischialgie
  • Bewegungsdrang: Muss ständig die Lage wechseln, besonders nachts
  • Besserung durch Bewegung und Wärme

Haut / Haare / Nägel

Rhus toxicodendron zeigt eine starke Wirkung auf die Haut, besonders bei herpetiformen Ausschlägen und juckenden, brennenden Ekzemen. Die Ausschläge werden durch Kälte verschlimmert und bessern sich durch heiße Anwendungen.

  • Herpetiforme Hautausschläge: Juckend, brennend
  • Keine Besserung durch Kratzen
  • Besserung durch heißes Wasser
  • Eiterungsneigung

Nervensystem

Die Patienten klagen häufig über ziehende Nervenschmerzen, besonders in den Extremitäten, sowie über Taubheitsgefühle und Schwindel. Besonders nach Durchnässung oder Kälte treten die Beschwerden auf.

  • Ziehende Nervenschmerzen: Besonders in den Extremitäten
  • Schwindel: Besonders morgens beim Aufstehen, oft bei älteren Menschen
  • Taubheitsgefühl: Besonders in den Armen und Beinen

Kopf / Kopfschmerzen / Schwindel

Typisch sind betäubende Kopfschmerzen, die oft mit Nackensteife beginnen. Die Schmerzen werden durch Bewegung verschlimmert, bessern sich jedoch durch Zurückbeugen des Kopfes.

  • Betäubende Kopfschmerzen: Gefühl, als sei ein Brett vor der Stirn
  • Nackensteife: Kopfschmerzen beginnen oft mit Nackensteife
  • Schwindel: Besonders beim Aufstehen, v.a. bei älteren Menschen

Psychische Symptomatik

Emotionales Befinden

Die Patienten sind oft depressiv und quälen sich mit unangenehmen Gedanken, besonders nachts. Sie haben das Gefühl, dass sie sich von etwas nicht lösen können, und fühlen sich getrieben. Diese innere Unruhe zeigt sich auch körperlich in einem ständigen Bewegungsdrang.

  • Ruhelosigkeit und Bewegungsdrang: Kann in keiner Position Ruhe finden
  • Depression und Sorgen: Denkt viel über Probleme und Arbeit nach
  • Angst und Misstrauen: Furcht, vergiftet zu werden

Ängste

Die Patienten haben oft abends oder nachts Angst, besonders in der Dämmerung. Sie fühlen sich bedroht, können aber keinen konkreten Grund angeben. Typisch ist auch die Angst vor dem Tod.

  • Angst vor dem Tod
  • Abendliche oder nächtliche Ängste
  • Angst, vergiftet zu werden

Modalitäten

Verschlimmerung durch:

  • < Morgens, abends, nachts, nach Mitternacht
  • < Kälte, besonders nasse Kälte
  • < Bettwärme
  • < Ruhe
  • < Feuchtes, nasskaltes Wetter
  • < Liegen auf der betroffenen Seite

Besserung durch:

  • Fortgesetzte Bewegung
  • Wärme, heißes Wasser
  • Liegen auf harter Unterlage
  • Reiben, Massieren, Druck auf die betroffenen Körperteile

Wichtige Indikationen

  • Rheumatische Beschwerden: Gelenk- und Rückenschmerzen, Arthritis, Ischialgie
  • Verstauchungen und Verrenkungen: Verletzungen von Sehnen und Bändern
  • Hauterkrankungen: Herpetiforme Ausschläge, Ekzeme, Urtikaria
  • Nervenschmerzen: Ziehende, reißende Schmerzen, Neuralgien
  • Erkältungen und grippale Infekte: Fieber, Husten, Halsschmerzen, Bronchitis

Differentialdiagnose

Wichtige Mittel zur Abgrenzung sind:

  • Arnica: Bei Verletzungen und Prellungen, besonders bei Muskelkater.
  • Bryonia: Bei rheumatischen Beschwerden, die sich durch Ruhe bessern.
  • Dulcamara: Bei Beschwerden durch nasse Kälte, besonders Haut- und Gelenkprobleme.
  • Apis: Bei erysipelatösen Ausschlägen und stechenden Schmerzen.

Fazit

Rhus toxicodendron ist ein unverzichtbares Mittel der Homöopathie, das besonders bei rheumatischen Beschwerden, Verstauchungen und Hauterkrankungen angezeigt ist. Die Patienten sind oft ruhelos und haben ein starkes Verlangen nach Bewegung, das ihre Beschwerden bessern kann. Die Symptome verschlimmern sich durch Kälte, Ruhe und nasses Wetter, während Wärme und fortgesetzte Bewegung Linderung bringen.

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Beitragsbild: pixabay.com – Bru-nO

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