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Geschichte der Homöopathie.

Bild von HippokratesHippokrates - ein griechischer Arzt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. ist eine Zentralfigur der Medizingeschichte. Er war der erste, der Krankheiten auf das Wirken natürlicher Kräfte zurückführte und nicht auf göttliche Weisungen.
Auch das Prinzip "Ähnliches heilt Ähnliches" (lat.: Similia similibus curantur) geht auf Hippokrates zurück.
Es bedeutet, dass Krankheiten genau mit den Substanzen behandelt werden, die bei Gesunden Symptome hervorrufen, die der Krankheit ähneln.
Hippokrates besaß eine Sammlung von mehreren Hundert Heilmitteln, die Teilweise auf dem Ähnlichkeitsprinzip basierten, vorwiegend jedoch auf dem Gesetz der Gegensätze.

Römer im 1. - 5. Jahrhundert

Die Römer in den 1.-5. Jahrhunderten ergänzten die Arzneimittelbücher um weitere Heilkräuter, verbesserten die Hygiene und studierten die Strukturen und Funktionen des menschlichen Körpers.

Paracelsus

Bild von ParacelsusJahrhunderte fanden in der europäischen Medizin keine wichtigen Neuerungen statt. Erst durch den Schweizer Alchimisten Paracelsus (1493-1541) erhielt die Medizin neue Impulse.
Er interessierte sich für die altgriechische "Signaturenlehre", die Auffassung, dass man aus dem äußeren Erscheinungsbild einer Pflanze (Gottes "Signatur") auf ihre Heileigenschaften schließen kann.
Paracelsus war der Meinung, dass Krankheiten durch äußere Faktoren, wie verdorbene Nahrung und Wasser hervorgerufen werden. Er forderte, die Selbstheilungskraft des Körpers zu unterstützen. Er begründete die pharmazeutische Medizin und führte neue Arzneien wie Opium, Schwefel, Eisen und Arsen in die Arzneienverzeichnisse ein.
Als großer Befürworter der Hippokratischen Ähnlichkeitsregel wurde er zur Schlüsselfigur in der Entwicklung der Homöopathie.

Hahnemann - der Begründer der Homöopathie

Bild von HahnemannChristian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843) studierte Chemie und Medizin und praktizierte neun Jahre als Arzt. Er schrieb zahlreiche Abhandlungen zu medizinischen Fragen. Darin protestierte er gegen die brutalen Behandlungsmethoden seiner Zeit, besonders die Aderlässe, Darmspülungen und hohe Dosen giftiger Arzneien, die schlimme Nebenwirkungen verursachten.
Er setzte sich für einen gesunden Lebensstil mit besserer Ernährung und Hygiene, Bewegung und guten Wohnbedingungen ein.
1790 übersetzte Hahnemann eine "Materia Medica" des schottischen Arztes Dr. William Cullen ins Deutsche.
Cullen behauptete, Chinin wäre ein wirksames Mittel gegen Malaria, da es adstringierend wirke. Hahnemann wusste jedoch, dass es viel stärker adstringierende Arzneien gibt, die keinerei Wirkung bei Malaria zeigten.
Er hat einen Selbstversuch durchgeführt und experimentierte mit Chinin in verschiedenen Dosierungen. Obwohl er nicht malariakrank war, entwickelte er malariaähnliche Symptome.
Hahnemann testete Chinin bei/an anderen gesunden Menschen. Er wiederholte die Tests mit anderen Substanzen und fasste die Ergebnisse in "Arzneimittelbildern" zusammen. Er stellte fest, dass sich die Reaktionen der Testpersonen teilweise unterschieden und von deren Konstitution abhängig waren.
Nach Jahren zahlreicher Prüfungen dehnte er die Forschung auf kranke Menschen aus.
Hahnemann schaffte damit ein neues medizinisches Konzept. Er nannte es "Homöopathie", aus dem Griechischen homeo (ähnlich) und pathos (leiden).
Er veröffentlichte sein Hauptwerk "Organon der Heilkunst" und lehrte Homöopathie an der Universität in Leipzig.

Bild von KentNachfolger Hahnemanns

Im 19. Jahrhundert wurde Homöopathie in ganz Europa und Amerika populär.
In den USA waren Dr. Constantine Hering (1849-1916) und Dr. James Tyler Kent die Hauptvertreter der Lehre.
Während Kent die klassische Homöopathie bevorzugte, die auf die Konstitutionstypen der Patienten achtete und hohe Potenzen benutzte, hatte sich in England eine andere Richtung entwickelt.
Der britische Homöopath Dr. Richard Hughes bezog nur pathologische Symptome in die Mittelfindung ein und bevorzugte niedere Potenzen.


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